{"id":49670,"date":"2017-06-22T14:35:41","date_gmt":"2017-06-22T14:35:41","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=49670"},"modified":"2017-06-22T14:35:41","modified_gmt":"2017-06-22T14:35:41","slug":"eine-welle-namens-hallyu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=49670","title":{"rendered":"Eine Welle namens Hallyu"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Schnell und gut: Die K\u00f6pfe des Knok Stores mit Design \u201emade in Korea\u201c.<\/div>\n<p>Korea k\u00f6nnte bald so cool sein, wie es Skandinavien hierzulande schon ist. Die Ersten essen und kleiden sich koreanisch, die Lebenseinstellung passt bestens zu uns. \u00dcber ein Land und seine Kreativen, die gerade schwer im Kommen sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p id=\"pageIndex_1\">Die Begeisterung f\u00fcr s\u00fcdkoreanische Kultur hat jetzt sogar einen eigenen Namen: Hallyu. Die \u201eKoreanische Welle\u201c der Popularit\u00e4t wurde erstmals 2012 offiziell vom damaligen amerikanischen Pr\u00e4sidenten <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/barack-obama\">Barack Obama<\/a> und von UN-Generalsekret\u00e4r Ban Ki-moon benannt. Es ging los mit K-Dramen und K-Pop in Asien, aber mittlerweile ist die Welle auch in den Vereinigten Staaten und in Europa angekommen.<\/p>\n<p>Man h\u00f6rt sie nicht nur, zum Beispiel in Form des Songs \u201eGangnam Style\u201c des Rappers Psy- das Video ist mit \u00fcber zwei Milliarden Aufrufen das bisher beliebteste in der Geschichte von <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/youtube\">Youtube<\/a>. Man kann Hallyu auch schmecken und sich damit schminken, denn koreanisches Essen und koreanische Kosmetik sind popul\u00e4r. Und nicht zuletzt w\u00e4re da der Mukbang-Trend, bei dem es darum geht, als Youtuber Unmengen von Essen in sich hineinzustopfen und sich dabei zu filmen.<\/p>\n<h2>Der Trend begann mit Karl Lagerfeld<\/h2>\n<p>So gesehen, ist es fast schon verwunderlich, dass die Mode im Westen erst neuerdings den Korea-Trend f\u00fcr sich entdeckt hat. Der Erste war \u2013 wie so oft \u2013 <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/stil\/thema\/karl-lagerfeld\">Karl Lagerfeld<\/a>, der 2014 seine Chanel-Cruise-Show in Seoul zeigte. Seitdem zirkulieren immer mehr Streetstyle-Bilder aus Seoul in internationalen Modezeitschriften. Gerade hat die amerikanische Luxus-Kaufhauskette Nordstrom mit einem \u201eKFashion Pop-In\u201c darauf reagiert. Gezeigt und zum Verkauf angeboten wurden die Entw\u00fcrfe von acht koreanischen Designern.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Trend hat die koreanische Handelsorganisation Kotra mittlerweile einen eigenen \u201eHallyu-Index\u201c eingef\u00fchrt, der die Kraft der Koreanischen Welle international misst. In Asien und S\u00fcdamerika liegen die meisten L\u00e4nder demnach in der sogenannten \u201eMainstream Stage\u201c mit einer gro\u00dfen Marktreichweite und mittlerem bis starkem Wachstum. Die meisten westlichen L\u00e4nder liegen hingegen in der mittleren \u201eDiffusion Stage\u201c mit starkem Wachstum in den Vereinigten Staaten, Kanada und den meisten EU-L\u00e4ndern.<\/p>\n<h2>Koreanisch Essen und Kaufen in Berlin<\/h2>\n<p>In Deutschland ist das Wachstum noch recht moderat, doch das k\u00f6nnte sich bald \u00e4ndern. Denn Berlin ist zu einem der beliebtesten Auswanderungsziele koreanischer Kreativer geworden. Und das macht sich langsam bemerkbar: In den Szene-Gegenden um Mitte und Kreuzberg gibt es immer mehr koreanische Restaurants und Caf\u00e9s wie \u201eGogogi\u201c, \u201eKimchi Princess\u201c oder \u201eRabbit Caf\u00e9\u201c, und auch die ersten Gesch\u00e4fte von koreanischen Auswanderern wie der Concept-Store K-Studio oder der Brillenladen Yun haben gerade er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>\u201eDeutschland und insbesondere Berlin sind in Korea wahnsinnig beliebt. Es gibt Koreaner, die Berlin-Fieber bekommen, echtes Fieber, und dann deutsche Produkte haben wollen\u201c, erz\u00e4hlt Sangbeom Woo. Als er vor sechs Jahren zum ersten Mal nach Berlin kam, wollte der Kommunikationsdesigner aus Busan eigentlich nur Urlaub machen, aber dann entschloss er sich, zu bleiben und Design an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste zu studieren.<\/p>\n<p>Weil er so viele koreanische K\u00fcnstler dort kennenlernte, gr\u00fcndete er die Agentur Idea Berlin, um koreanische K\u00fcnstler und Kulturschaffende zu vernetzen. 2014 hat er mit Ausstellungen und Streetfood-Festivals begonnen, als es noch kaum koreanische Restaurants in der Stadt gab. In letzter Zeit wird er immer \u00f6fter von koreanischen Labels gefragt, die in den deutschen Markt wollen \u2013 \u201eder Lifestyle passt einfach gut zusammen, weil es experimentell ist und stark von den Subkulturen gepr\u00e4gt\u201c, sagt er.<\/p>\n<h2>Korea in Europa bekannt machen<\/h2>\n<p>Auch Haelin Kim war nur in Berlin, um Freunde zu besuchen, Musiker von The Whitest Boy Alive und Kings of Convenience, die hier lebten und die sie aus der Fixed-Gear-Fahrradszene kannte. Zu jener Zeitpunkt arbeitete sie in Korea im Auto-Design und \u00fcberlegte ohnehin, ins Ausland zu ziehen. \u201eUnd dann habe ich diese Weite hier gesehen. Ich war wirklich beeindruckt, so viel Platz wie auf dem Tempelhofer Feld, und das mitten in der Stadt. Au\u00dferdem ist die Geschichte der Teilung Berlins und der anschlie\u00dfenden Entwicklung sehr bereichernd \u2013 schlie\u00dflich ist auch Korea geteilt worden\u201c, erz\u00e4hlt Kim.<\/p>\n<p>In Berlin fing sie zun\u00e4chst beim Design-Start-up Monoqi als Eink\u00e4uferin an und f\u00fchrte koreanische Produktdesigner ein, deren Entw\u00fcrfe sich gut verkauften. \u201eNach vier Jahren dachte ich, es sei Zeit f\u00fcr etwas Neues, und habe mit meinen Partnern Inti und Ruben unsere Verkaufsagentur Bobwhite gegr\u00fcndet, um koreanisches Mode- und Produktdesign in Europa bekannter zu machen\u201c, sagt sie. Ihre Agentur vertreibt mittlerweile an Gesch\u00e4fte in ganz Europa, darunter trendige Sportswear-Pioniere wie den Voo Store oder Superconscious. Aus der guten Resonanz ist schlie\u00dflich im vergangenen Jahr der eigene Online-Shop Knok Store entstanden, der im November mit einem Pop-up im Halleschen Haus eingeweiht wurde.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/stil\/mode-design\/korea-koennte-bald-so-cool-sein-wie-skandinavien-15064408.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/stil\/mode-design\/korea-koennte-bald-so-cool-sein-wie-skandinavien-15064408.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schnell und gut: Die K\u00f6pfe des Knok Stores mit Design \u201emade in Korea\u201c. Korea k\u00f6nnte bald so cool sein, wie es Skandinavien hierzulande schon ist. 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