{"id":49149,"date":"2017-05-26T14:45:00","date_gmt":"2017-05-26T14:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=49149"},"modified":"2017-05-26T14:45:00","modified_gmt":"2017-05-26T14:45:00","slug":"kaum-dicker-als-eine-tapete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=49149","title":{"rendered":"Kaum dicker als eine Tapete"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Nahtlos mit der Wand verbunden: TV-Garnitur von LG<\/div>\n<p>LG baut Fernseher als Wandschmuck und setzt zugleich Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr feine Bildqualit\u00e4t. Dazu gibt es 3D-Klang.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p id=\"pageIndex_1\">Wenn Medientechnik auf Science-Fiction trifft, darf er nicht fehlen \u2013 der Bildschirm von der Rolle, der wie eine Tapete ganze W\u00e4nde bedeckt und dort nach Herzenslust Panoramabilder ausbreitet. Jetzt kommen die ersten Fernseher der Flachbild-Utopie schon ziemlich nahe: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/lg\">LG<\/a> liefert in diesen Tagen seine j\u00fcngsten TV-Gro\u00dfkaliber mit dem Familiennamen Signature OLED W7V an den Handel. Sie kommen zwar immer noch nach alter V\u00e4ter Sitte in Kisten in den L\u00e4den an \u2013 und nicht als Meterware in runden Zylindern. Doch sie zeigen klar die Richtung des Evolutionspfades: Der Flachschirm verschmilzt mit der Wand. LG bietet seine neuen Fernseh-Stars als 65- und 77-Zoll-Versionen an (also mit den Diagonalma\u00dfen 165 und 196 Zentimeter, nat\u00fcrlich mit Ultra-HD-Pixelaufl\u00f6sung). Wir haben uns mit dem kleineren der TV-Riesen besch\u00e4ftigt, dem OLED 65 W7V, der stolze 8000 Euro kostet.<\/p>\n<p>Vier H\u00e4nde sollten beim Auspacken beherzt zugreifen: Der eigentliche Bildschirm ist \u00fcber seine gesamte Fl\u00e4che hinweg nicht einmal vier Millimeter d\u00fcnn und flexibel wie eine gro\u00dfe Scheibe aus Plexiglas. Zur Wandbefestigung dient ein d\u00fcnnes Stahlblech. In die passende Position ger\u00fcckt, haftet der Schirm daran mit Hilfe von starken Magneten \u2013 und zwar l\u00fcckenlos: Zwischen Wand und Bildschirm gibt es praktisch keinen Spalt, was dem futuristischen Medienm\u00f6bel bestechende Eleganz verleiht. Strom und Bildsignale bezieht die TV-Scheibe \u00fcber ein wei\u00dfes, etwa zwei Millimeter starkes Flachbandkabel, das zu einer Soundbar f\u00fchrt. Sie liefert also nicht nur den Ton zum Bild, sondern birgt auch die gesamte Ansteuerelektronik f\u00fcr den Bildschirm \u2013 einschlie\u00dflich aller Antennen-, Audio-, Video- und Netzwerkanschl\u00fcsse.<\/p>\n<p>Das Namensk\u00fcrzel und die Bauform verraten es schon: Die neuen Ger\u00e4te zeigen die Bilder nach dem OLED-Prinzip, das jeden bunten Bildpunkt mit einer winzigen Leuchtdiode darstellt. Die Vorz\u00fcge dieser Bildschirmart sind augenf\u00e4llig: OLED-Schirme erzielen enormen Kontrast, zeigen finstere Bildpartien wirklich rabenschwarz und lassen Farben lebendig leuchten. Vor allem aber: Die Bildqualit\u00e4t von OLED-Schirmen bleibt konstant, ganz gleich, aus welchem Blickwinkel man auf den Bildschirm schaut. Der Gerechtigkeit halber: Zwar hat sich auch die LCD-Technik noch einmal deutlich weiterentwickelt und reicht in manchen Eigenschaften nahe an das OLED-Niveau heran. In puncto Helligkeit hat sie sogar die Nase deutlich vorn. Dennoch: OLED gilt immer noch als Rezept f\u00fcr besonders eindrucksvolle Bilder, und LG, der einzige Hersteller \u00fcbrigens, der gro\u00dfe Bildschirme nach diesem Prinzip baut, meldet sogar noch eine Reihe weiterer Verfeinerungen gegen\u00fcber den Vorjahresmodellen.<\/p>\n<p>Zu den Spezialit\u00e4ten der neuen LG-Ger\u00e4te geh\u00f6rt auch opulente HDR-Ausstattung f\u00fcr die Wiedergabe von Filmproduktionen mit extrem hohem Kontrast, High Dynamic Range (HDR): LG unterst\u00fctzt gleich drei verschiedene Standards, n\u00e4mlich HDR+, das Verfahren, nach dem die meisten HDR-Produktionen auf Bluray-Videokonserven kommen, das aufwendigere Verfahren Dolby Vision, das sich in der Welt der Studios und der Wiedergabeger\u00e4te immer mehr etabliert, und HLG, das speziell f\u00fcr die Fernseh\u00fcbertragung entwickelt wurde.<\/p>\n<h2>Die Zimmerdecke wirft den Schall zur\u00fcck<\/h2>\n<p>F\u00fcr ad\u00e4quaten Ton soll Dolby Atmos sorgen: Die Soundbar kann Tonspuren nach diesem Verfahren dekodieren und wiedergeben \u2013 wenn auch nur auf virtuelle Art: Elektronische Helfer und Raumreflexionen erzeugen den Eindruck von Raumtiefe, zwei kleine Lautsprecher, die nach oben strahlen, steuern die H\u00f6hendimension bei: Die Zimmerdecke wirft den Schall zur\u00fcck, dem Zuh\u00f6rer scheint es, als k\u00e4me er von oben.<\/p>\n<p>Die Bedienung des LG-Modells erfordert ein wenig Eingew\u00f6hnung. So l\u00e4sst sich die Fernbedienung wie ein Laserpointer nutzen. Man zeigt mit ihr auf den Bildschirm und steuert damit einen Cursor, was ruhige, m\u00f6glichst zitterfreie Bewegungen verlangt. Hinzu kommt: Die grafische Oberfl\u00e4che des Betriebssystems Web-OS, das LG f\u00fcr all seine vernetzten Fernsehger\u00e4te verwendet, unterscheidet sich deutlich von den meisten visuellen Ordnungssystemen anderer Fabrikate. Doch daran gew\u00f6hnt man sich rasch \u2013 etwa an eine hilfreiche Symbolleiste am unteren Bildrand, die, ganz \u00e4hnlich wie das Dock in Mac-OS, Startfl\u00e4chen f\u00fcr Apps, Programmquellen, Bilder oder Musik aufreiht. Nach Belieben lassen sich neue Symbole aufnehmen, ebenso einfach l\u00e4sst sich \u00dcberfl\u00fcssiges entfernen.<\/p>\n<h2>Wer mag, kann sogar 360-Grad-Videos abspielen<\/h2>\n<p>Ein paar weitere Details noch zur Ausstattung. Eingebaute Tuner gibt es in jeweils doppelter Ausf\u00fchrung f\u00fcr alle drei \u00dcbertragungswege, an vier HDMI-Anschl\u00fcssen k\u00f6nnen Videoquellen andocken, drei USB-Buchsen, eine davon in der Version 3.0, erlauben den Anschluss von Festplatten, W-Lan-Funk ist Ehrensache, Video-Streaming in Ultra-HD-Aufl\u00f6sung ebenfalls, und wer mag, kann sogar 360-Grad-Videos abspielen.<\/p>\n<p>Was die Bildqualit\u00e4t betrifft, so \u00fcbertrifft die Praxis fast noch die Theorie. Speziell HDR-Videos sehen auf dem Ultra-Flachmann einfach grandios aus \u2013 mit glei\u00dfend hellen Details vor finsterem Hintergrund. Bemerkenswert ist auch, wie gut das Ger\u00e4t selbst in sehr dunklen Bildpartien noch Details differenzieren kann. Und der Ton? In Stereo t\u00f6nt die Soundbar volumin\u00f6s und kr\u00e4ftig, gibt auch Musik mit ansprechenden Klangfarben wieder. Steht 3D-Sound auf dem Programm, kann sie nat\u00fcrlich nicht mit einer vollst\u00e4ndigen Dolby-Atmos-Installation mithalten, aber immerhin gelingt ihr ein angenehmer r\u00e4umlicher Sound, der den Kinoabend im Wohnzimmer durchaus bereichert.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/superduenner-fernseher-von-lg-im-test-15027100.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/superduenner-fernseher-von-lg-im-test-15027100.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nahtlos mit der Wand verbunden: TV-Garnitur von LG LG baut Fernseher als Wandschmuck und setzt zugleich Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr feine Bildqualit\u00e4t. 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