{"id":48784,"date":"2017-05-12T08:17:03","date_gmt":"2017-05-12T08:17:03","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=48784"},"modified":"2017-05-12T08:17:03","modified_gmt":"2017-05-12T08:17:03","slug":"sudkoreas-aktienindex-steigt-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=48784","title":{"rendered":"S\u00fcdkoreas Aktienindex steigt weiter"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Der Kospi steigt trotz Spannungen mit Nordkorea weiter an.<\/div>\n<p>Immer wieder \u00fcberschatten Kim Jong-uns Drohgeb\u00e4rden die t\u00e4glichen Nachrichten. Doch dem bedeutendsten s\u00fcdkoreanischen Aktienindex Kospi kann das wenig ab. Dieser verzeichnet Rekordgewinne.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p id=\"pageIndex_1\">Lassen Sie uns dieses Mal gleich zu Beginn einen Blick auf den hier abgebildeten Chart werfen: Er zeigt den Kospi (Korean Composite Stock Price Index), den bedeutendsten s\u00fcdkoreanischen <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/aktienindex\">Aktienindex<\/a>. Richten Sie Ihr Augenmerk zun\u00e4chst vor allem auf den roten Pfeil in der rechten oberen Ecke. Spannender geht es kaum: Denn genau dort entstand das entscheidende technische Aufbruchssignal, das der j\u00fcngsten Rally des Kospi vorausging. Trotz dieser Vorrede h\u00e4lt sich Ihre Spannung bislang wohl noch eher in Grenzen. Was fehlt, ist eine entscheidende Zusatzinformation: Dieses Signal entstand bereits Mitte M\u00e4rz, noch bevor das Ballyhoo zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea richtig losging. Und vielleicht noch wichtiger: Dieses Signal behielt seine Bedeutung und Aussage, w\u00e4hrend die Vereinigten Staaten einen Flugzeugtr\u00e4gerkampfverband gegen Korea schickten, ihr modernstes Flugk\u00f6rperabfangsystem in S\u00fcdkorea einsatzbereit machten, der Norden mit der Mutter aller Schlachten drohte, Raketentests unternahm und so weiter.<\/p>\n<p>Der Kospi muss demnach andere Ereignisse, wie den wahrscheinlich nicht ganz freiwilligen R\u00fccktritt der angeblich korrupten s\u00fcdkoreanischen Pr\u00e4sidentin Anfang M\u00e4rz, h\u00f6her als alles andere gewichtet haben. W\u00e4hrend bei uns die Angst vor einem Atomkrieg umging, sah der koreanische Aktienmarkt die Dinge sehr viel n\u00fcchterner, w\u00e4gte Wahrscheinlichkeiten gegeneinander ab und kam zu dem Ergebnis, dass mehr als die \u00fcblichen Wortgefechte kaum zu erwarten sein werden, aber jeder neue Pr\u00e4sident besser sein wird, als seine Vorg\u00e4ngerin <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/park-geun-hye\">Park Geun Hye<\/a> es war. Gerade die gro\u00dfen internationalen Anleger d\u00fcrften sich auch in den letzten Jahren schon sehr an die verbalen Scharm\u00fctzel, begleitet von schaurig-sch\u00f6nen Bildern der Man\u00f6ver und Raketentests, gew\u00f6hnt haben. In ihren Augen haben sie ihre Wirkung verloren. Drohungen nutzen sich sehr schnell ab, wenn man nicht irgendwann bereit ist, seinen Worten auch Taten folgen zu lassen.<\/p>\n<h2>Koreanischer Aktienindex sieht gut aus<\/h2>\n<p>Der koreanische Aktienindex sieht also wirklich gut aus. Nicht nur wegen des schon etwas l\u00e4nger zur\u00fcckliegenden ersten Aufbruchssignals, sondern auch, weil erst in der vergangenen Woche die ultimative technische Best\u00e4tigung dieses Signals erfolgte: Der Kospi \u00fcberwand seine bisherigen historischen Bestmarken bei 2220 Punkten. Mehr geht nicht. Wenn ein Chart bereit ist, sich mitten in einer von vielen als Riesenkrise empfundenen Situation zu neuen Ufern aufzumachen, dann wird diese Entwicklung fast schon notgedrungen nachhaltig sein m\u00fcssen. Schlechte Stimmung, gute Kurse und die \u00dcberwindung einer magischen Schwelle gemeinsam schaffen im Regelfall au\u00dfergew\u00f6hnlich gute technische Perspektiven f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit.<\/p>\n<p><!doctype html><html><head><title>Unbenanntes Dokument<\/title><\/head><body><!-- XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX --><!-- AB HIER HTML-OBJEKT START --><!-- XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX --><!-- LOOPBILD-CONTAINER DIV -->&#8211;><a href=\"http:\/\/www.fazplus.de\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dynamic.faz.net\/red\/2016\/fazplus-werbebox\/faz_plus_a.jpg\" \/><\/a><!-- LOOPBILD-2 --><!-- LOOPBILD-3 --><!----><!-- LOOPBILD-top = Bild 1 nochmal obendr\u00fcber --><!-- LOOPBILD-CONTAINER DIV ENDE --><\/p>\n<p><!-- #berndsbox ende --><!-- XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX --><!-- HTML-OBJEKT ENDE --><!-- XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX --><\/body><\/html><\/p>\n<p>Und ohne mich noch mehr in Euphorie schreiben zu wollen: Wenn diesem Ausbruch \u00fcber die bisherigen Bestmarken hinaus noch eine l\u00e4ngere, gemessen an den Kursbewegungen unspektakul\u00e4re, Seitw\u00e4rtsphase vorausging, dann ist so ziemlich alles beisammen, was sich ein Technikerherz w\u00fcnschen kann. Je l\u00e4nger ein Ausbruch auf sich warten l\u00e4sst, desto nach- und stichhaltiger sind im Normalfall die Gr\u00fcnde f\u00fcr das Ende der Zur\u00fcckhaltung der Anleger.<\/p>\n<p>Rein technisch betrachtet, hat der Kospi also in der ersten Maiwoche die Konsolidierungsphase der letzten sieben Jahre zwischen rund 1770 und 2220 Punkten abgeschlossen und damit einen ausgezeichneten Hinweis gegeben, dass er nun dauerhaft Gutes im Schilde f\u00fchrt. Sein Aufw\u00e4rtstrend wird sich fortsetzen. Mein schon etwas l\u00e4nger aktives Ziel f\u00fcr den Kospi bleibt deshalb 2530 Punkte. Nach heutigem Stand der Analyse w\u00fcrde ich es als eher konservativ ansehen.<\/p>\n<h2>Zuversichtliche Einsch\u00e4tzungen k\u00f6nnen falsch sein<\/h2>\n<p>Der analytischen Disziplin wegen muss aber gerade einer so zuversichtlichen Einsch\u00e4tzung unbedingt der Hinweis folgen, dass sie auch falsch sein k\u00f6nnte und f\u00fcr diesen Fall grunds\u00e4tzlich Vorsorge zu treffen ist. Ohne Stop-Loss-Order, also den Verkauf bei Erreichen eines Mindestniveaus, geht es nicht. Sollte der Kospi explizit wider Erwarten unter 2060 Punkte zur\u00fcckfallen, dann habe ich mit Zitronen gehandelt. F\u00fcr Zuversicht w\u00e4re dann kein Platz mehr, sondern wahrscheinlich nur f\u00fcr das glatte Gegenteil.<\/p>\n<p>Wird nun alles gut zwischen dem gelben und dem japanischen Meer? Das ist meines Erachtens wahrscheinlich. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Charts irren, nat\u00fcrlich kann ich irren und nat\u00fcrlich k\u00f6nnen auch die sch\u00f6nsten Aufw\u00e4rtstrends v\u00f6llig aus dem Nichts und in Nullkommanichts in sich zusammenbrechen. Diesen Respekt werden Anleger und Analysten immer mitbringen m\u00fcssen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr derzeit gering. Vielmehr d\u00fcrfte die Zahl der auf Entspannung deutenden Nachrichten zunehmen. Alternativ gew\u00f6hnen wir uns vielleicht auch nur daran, dass die folgenlosen Wortgefechte und Drohgeb\u00e4rden k\u00fcnftig auf einem h\u00f6heren Niveau stattfinden.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/suedkoreanischer-aktienindex-steigt-weiter-an-15010937.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/suedkoreanischer-aktienindex-steigt-weiter-an-15010937.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kospi steigt trotz Spannungen mit Nordkorea weiter an. Immer wieder \u00fcberschatten Kim Jong-uns Drohgeb\u00e4rden die t\u00e4glichen Nachrichten. Doch dem bedeutendsten s\u00fcdkoreanischen Aktienindex Kospi kann das wenig ab. 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