{"id":48367,"date":"2017-04-06T08:38:22","date_gmt":"2017-04-06T08:38:22","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=48367"},"modified":"2017-04-06T08:38:22","modified_gmt":"2017-04-06T08:38:22","slug":"wenn-einen-der-drache-nicht-richtig-versteht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=48367","title":{"rendered":"Wenn einen der Drache nicht richtig versteht"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Es gibt eine neue Version 6, die Dragon Professional Individual hei\u00dft, 300 Euro kostet und von OS X 10.11.6 an mit einem halbwegs flotten Mac l\u00e4uft.<\/div>\n<p>Die Spracherkennung Dragon 6 f\u00fcr den Mac l\u00e4uft noch immer unrund. Die Software ist schlank. Aber sie ist schlecht ins Betriebssystem integriert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es ist kompliziert, das Verh\u00e4ltnis angespannt, das Leiden aller Beteiligten un\u00fcbersehbar. Die Rede ist von der Nuance-Spracherkennung f\u00fcr den <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/mac\">Mac<\/a>. W\u00e4hrend der amerikanische Hersteller in der Windows-Welt das Ma\u00df aller Dinge setzt, stellt die Variante f\u00fcr Apple-Rechner seit Jahren eine Geduldsprobe dar. Einerseits spielt die Erkennungsleistung, also die F\u00e4higkeit, das gesprochene Wort nahezu fehlerfrei in geschriebenen Text umzusetzen, auf h\u00f6chstem Niveau. Bleibt das Vokabular alltagssprachlich-allgemein, muss man nichts mehr korrigieren. Es ist verbl\u00fcffend. Andererseits waren Bedienung und Systemintegration des bisherigen Dragon Dictate misslungen.<\/p>\n<p>Nun gibt es eine neue Version 6, die Dragon Professional Individual hei\u00dft, 300 Euro kostet und von OS X 10.11.6 an mit einem halbwegs flotten Mac l\u00e4uft. Wir probierten die im Download dreieinhalb Gigabyte gro\u00dfe Software auf dem <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/macbook\">Macbook<\/a> 12 aus, mit dem das Programm ungeachtet der eher bescheidenen Ressourcen hinreichend schnell lief. Die gesamte Anmutung wirkt wie bei Vorg\u00e4ngerversion 5 schlank und kompakt. Das fr\u00fcher langwierige Sprechertraining entf\u00e4llt zugunsten einer kurzen Mikrofonanpassung, die in Windeseile erledigt ist. Die Erkennungsgenauigkeit bleibt sagenhaft, gro\u00dfartig, man kann Nuance daf\u00fcr nicht genug loben.<\/p>\n<p>Wie gehabt, ist jedoch die Integration in bestehende Anwendungssoftware unzureichend. Wir probierten Dragon 6.0.6 in Word 2016, in Apples Schreibprogramm Pages und in <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/apple\">Apple<\/a> Mail. Weitgehend behoben wurde der Fehler, dass der Cursor in Word w\u00e4hrend einer Sprechpause zur\u00fcckspringt und damit aus dem Text nach dem Beginn des n\u00e4chsten Diktats Buchstabensalat macht. Auch die Geisterzeichen, die in Mail durch den diktierten Text irrten, traten nicht mehr auf.<\/p>\n<h2>Was hat sich Nuance dabei nur gedacht?<\/h2>\n<p>Aber in Word und Pages, nicht jedoch in Mail, war ein neues Problem zu beobachten: Man will korrigieren, bekommt das entsprechende Fenster eingeblendet und sagt im Korrekturfenster \u201ebearbeiten\u201c, um einen der angezeigten Eintr\u00e4ge zu modifizieren. Statt nun den Befehl auszuf\u00fchren, wird der eigene Text mit \u201ebearbeiten\u201c \u00fcberschrieben. Bearbeiten kann man nichts, damit also auch nicht korrigieren. Was hat sich Nuance dabei nur gedacht? Diktieren in ein l\u00e4ngeres Word-Dokument funktioniert gar nicht, nicht einmal ansatzweise, wir hatten ein B\u00fcchlein mit 200 Seiten ge\u00f6ffnet. \u00e4hnlich kuriose Effekte hatten wir schon mit Dragon 4 und Dragon 5 erlebt und geschildert. Die sehr gute Erkennungsleistung wird also noch immer konterkariert durch die schlampige Systemintegration. Die hohe Erkennungsleistung fasziniert jedoch. Je besser man diktieren kann, je fl\u00fcssiger das Diktat l\u00e4uft, umso fehlerfreier ist die Transkription \u2013 und man wird vom ganzen Korrektur-Kuddelmuddel weitgehend verschont. Zudem kann man statt Word, Pages und Mail den im Hilfe-Men\u00fc gut versteckten Mini-Editor Dragonpad nutzen.<\/p>\n<p>Auch das Arbeiten mit einem Diktierger\u00e4t gelingt prima, wenngleich die Mac-Version nicht in der Lage ist, DSS-Dateien umzusetzen, man nehme also MP3 und ein m\u00f6glichst gutes Ger\u00e4t mit Nebenger\u00e4uschunterdr\u00fcckung. Die Transkription kann im Hintergrund erfolgen, man diktiert also zun\u00e4chst alles in einem Rutsch in eine Datei \u2013 und erh\u00e4lt dann den fertigen Text nach einer gewissen Wartezeit. Eine empfehlenswerte Hardware ist das Philips DPM 8000. Dragon 6 f\u00fcr den Mac ist noch kilometerweit von seinem Windows-Pendant (in der Version 15) entfernt. Selbst ohne die hier erw\u00e4hnten Macken w\u00e4ren die Unterschiede riesig. Die Windows-Software ist zwar nicht besser in der Spracherkennung, bietet aber mehr Flexibilit\u00e4t hinsichtlich Bedienung und Kommandos. Dass nicht einmal die gemeinsam vorhandenen Befehle beider Betriebssystemwelten gleich lauten, ist einfach nur peinlich.<\/p>\n<p>Gemeinsam haben beide Versionen jedoch Dragon Anywhere: Hier wird das eigene Zusatzvokabular, etwa Fachbegriffe und Namen, ger\u00e4te\u00fcbergreifend in der Cloud gesichert. Der Pluspunkt ist die Integration der Mobilger\u00e4te wie Smartphone oder Tablet-PC. Denn w\u00e4hrend man sein Privatvokabular auch mit Export und Import von einem Rechner zum anderen \u00fcbertragen kann, gelang dies bislang mit dem Handy nicht. Die Apps gibt es f\u00fcr iOS und Android, sie erlauben ein Live-Diktat, das nach jeder Sprechpause transkribiert wird. Dazu muss wie bei Siri eine Internetverbindung vorhanden sein. Man kann also nicht mit dem iPhone aufnehmen und sp\u00e4ter transkribieren lassen. Der Vorzug gegen\u00fcber Siri besteht nicht nur in der h\u00f6heren Erkennungsleistung und der Integration des eigenen Vokabulars, sondern in vielen M\u00f6glichkeiten der Weiterbearbeitung. Dragon Anywhere kostet 12 Euro im Monat oder 127 Euro im Jahresabonnement.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/dragon-6-fuer-mac-im-test-spracherkennung-laeuft-unrund-14954210.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/dragon-6-fuer-mac-im-test-spracherkennung-laeuft-unrund-14954210.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt eine neue Version 6, die Dragon Professional Individual hei\u00dft, 300 Euro kostet und von OS X 10.11.6 an mit einem halbwegs flotten Mac l\u00e4uft. Die Spracherkennung Dragon 6 f\u00fcr den Mac l\u00e4uft noch immer unrund. Die Software ist schlank. 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