{"id":48143,"date":"2017-04-10T07:26:12","date_gmt":"2017-04-10T07:26:12","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=48143"},"modified":"2017-04-10T07:26:12","modified_gmt":"2017-04-10T07:26:12","slug":"wie-gefahrlich-wird-der-syrien-konflikt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=48143","title":{"rendered":"Wie gef\u00e4hrlich wird der Syrien-Konflikt?"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Ein Marschflugk\u00f6rper verl\u00e4sst den an den Angriffen auf Syrien beteiligten amerikanischen Lenkwaffenzerst\u00f6rer USS Porter (Archivbild)<\/div>\n<p>Ein Giftgasangriff als rote Linie \u2013 Washington vollzieht eine Kehrtwende und setzt ein milit\u00e4risches Ausrufezeichen im B\u00fcrgerkrieg. So k\u00f6nnte es weitergehen: Vier Szenarios.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der mutma\u00dfliche Chemiewaffenangriff in Khan Scheikhoun hat weitere Opfer im syrischen B\u00fcrgerkrieg gefordert. Und er hat eine neue Dynamik entfacht, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Wie sein Amtsvorg\u00e4nger Barack Obama Jahre zuvor sieht Amerikas Pr\u00e4sident Donald Trump mit dem j\u00fcngsten Einsatz von Chemiewaffen eine \u201erote Linie\u201c \u00fcberschritten. Anders als Obama reagierte Trump vergangene Woche mit einem Marschflugk\u00f6rperangriff auf den Luftwaffenst\u00fctzpunkt Sheirat \u2013 eine 180-Grad-Wende in der amerikanischen Syrien-Politik und zugleich ein milit\u00e4risches Ausrufezeichen. Doch wie geht es danach weiter? Diese vier M\u00f6glichkeiten diskutieren derzeit Politiker, Diplomaten und Wissenschaftler:<\/p>\n<h2>1. Der Konflikt weitet sich aus<\/h2>\n<p>Deutsche <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/nikki-haley\">Nikki Haley<\/a>, dass die Vereinigten Staaten weitere Schritte unternehmen k\u00f6nnten, sollte es zu einem weiteren Giftgaseinsatz kommen. M\u00f6glicherweise w\u00fcrde Trump dann tats\u00e4chlich abermals reagieren. Zu dieser Bef\u00fcrchtung passt, dass die russische Regierung die Kommunikation mit der amerikanischen Luftwaffe \u00fcber Angriffe beider Staaten auf Stellungen der Terrormiliz \u201eIslamischer Staat\u201c (IS) ausgesetzt hat. Sie ist wichtig, um Kollisionen von Kampfflugzeugen beider Staaten \u00fcber Syrien zu verhindern. Zugleich hat Moskau angek\u00fcndigt, die Luftabwehrf\u00e4higkeit der syrischen Armee zu verbessern, und eine Fregatte mit Lenkwaffen vor die syrische K\u00fcste verlegt.<\/p>\n<h2>2. Trump bel\u00e4sst es bei einem Schlag<\/h2>\n<p>Eine andere Annahme lautet, dass Trump sein politisches Ziel mit dem Angriff bereits erreicht hat und es dabei belassen wird. So glaubt der Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Volker Perthes, dass es dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten um die Demonstration ging, dass harten Worten manchmal auch harte milit\u00e4rische Aktionen folgen. Es w\u00e4re nicht das erste Mal. Schon Amerikas ehemaliger Pr\u00e4sident <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/bill-clinton\">Bill Clinton<\/a> nutzte 1998 Einmalangriffe auf Sudan und Afghanistan als Mittel \u2013 angeblich, um eine Fabrik zur Herstellung von Grundstoffen f\u00fcr Nervengas und islamistische Ausbildungslager zu treffen. Innenpolitisch erntete Trump f\u00fcr seine Aktion prompt Zustimmung quer durch die politischen Reihen, selbst von seinem innenparteilichen Erzfeind John McCain. Der republikanische Senator lobte Trump f\u00fcr seine entschlossene Haltung, bei der er keine R\u00fccksicht etwa auf Russlands oder Chinas Meinung nahm.<\/p>\n<p>Kritiker glauben allerdings, dass hinter dem Angriff keine Strategie, sondern ein rein situatives Verhalten steckt: So schildert die \u201eWashington Post\u201c, wie sehr sich Trump bei seiner Entscheidung zum Angriff von den Bildern der get\u00f6teten Kinder beeindrucken lie\u00df. \u201eWas Trump mit seinen Marschflugk\u00f6rpern wirklich erreichen will, wissen wir nicht. Vielleicht wei\u00df er es selber nicht\u201c, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/militaerschlag\">Milit\u00e4rschlags<\/a> d\u00fcrfte sich auch Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un sehen. Sein Regime besitzt Nuklearwaffen und arbeitet daran, atomar best\u00fcckbare Raketen zu entwickeln, die bis nach Amerika reichen. F\u00fcr die Vereinigten Staaten w\u00e4ren sie wohl eine vielfach st\u00e4rkere Bedrohung als alles, was in Syrien passiert. Nach dem Luftangriff ist noch schwerer vorstellbar geworden, dass Pr\u00e4sident Trump es dazu kommen lassen wird.<\/p>\n<p><video id=\"fazVideo1407709_contentElement\"  style=\"display:none\"><\/p>\n<p >To view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that <a href=\"http:\/\/videojs.com\/html5-video-support\/\" target=\"_blank\">supports HTML5 video<\/a><\/p>\n<p><\/video><span  >Ein \u00dcberlebender berichtet von Assads Giftgasangriff<\/span><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/wie-gefaehrlich-wird-syrien-krieg-nach-luftangriff-von-trump-14965742.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/wie-gefaehrlich-wird-syrien-krieg-nach-luftangriff-von-trump-14965742.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Marschflugk\u00f6rper verl\u00e4sst den an den Angriffen auf Syrien beteiligten amerikanischen Lenkwaffenzerst\u00f6rer USS Porter (Archivbild) Ein Giftgasangriff als rote Linie \u2013 Washington vollzieht eine Kehrtwende und setzt ein milit\u00e4risches Ausrufezeichen im B\u00fcrgerkrieg. 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