{"id":47165,"date":"2017-03-02T05:26:10","date_gmt":"2017-03-02T05:26:10","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=47165"},"modified":"2017-03-02T05:26:10","modified_gmt":"2017-03-02T05:26:10","slug":"scale-soll-der-bessere-neue-markt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=47165","title":{"rendered":"Scale soll der bessere \u201eNeue Markt\u201c werden"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Christine Bortenl\u00e4nger (Mitte) und Hauke Stars (rechts) l\u00e4uten die Er\u00f6ffnungsglocke.<\/div>\n<p>Die Deutsche B\u00f6rse nimmt einen neuen Anlauf, kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen f\u00fcr den Kapitalmarkt zu begeistern. Ein D\u00e9j\u00e0-vu f\u00fcr \u00e4ltere B\u00f6rsianer. Welche \u00c4nderungen gibt es diesmal?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Fast auf den Tag genau 20 Jahre ist es her, da schuf die Deutsche B\u00f6rse den Neuen Markt. Zur Er\u00f6ffnung des neuen B\u00f6rsensegments Scale k\u00f6nnten wir den damals zum Neuen Markt erschienen Artikel fast unver\u00e4ndert wieder ins Blatt heben. Die Ank\u00fcndigungen gleichen sich aufs Wort. Wachstumsorientierten, jungen Unternehmen soll ein besserer Zugang zu Eigenkapital geschaffen werden, hie\u00df es damals vom B\u00f6rsenvorstand Reto Francioni und Wirtschaftsminister G\u00fcnter Rexrodt (FDP) und heute von den Nachfolgern Carsten Kengeter und Brigitte Zypries (SPD). Die \u00e4u\u00dferungen waren damals wie heute richtig. Die Probleme bestehen bis heute.<\/p>\n<p>An die Geschehnisse, die sich im Neuen Markt von 1997 bis 2003 ereigneten, will die B\u00f6rse heute nat\u00fcrlich nicht mehr erinnert werden. Ausschlie\u00dfen kann sie eine Wiederholung aber nat\u00fcrlich auch mit Scale nicht. Urspr\u00fcngliche Vorst\u00f6\u00dfe aus dem Bundeswirtschaftsministerium f\u00fcr einen Neuen Markt 2.0 wurden daher auch zun\u00e4chst von der B\u00f6rse zur\u00fcckgewiesen. Doch die Idee wurde weiterverfolgt und lebt nun in Scale wieder auf. \u201eDie Qualit\u00e4tsmerkmale werden sich schnell bekanntmachen\u201c, sagt Kengeter am Mittwoch auf dem B\u00f6rsenparkett zur Scale-Er\u00f6ffnung. \u201eWir bauen ein \u00d6kosystem f\u00fcr Wachstum, damit aus guten Ideen Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tze entstehen.\u201c Kengeter wirkt dabei fast wie befreit von der Last der B\u00f6rsenfusion. \u201eWir bedauern die Entscheidung der London Stock Exchange, aber wir sind auch so f\u00fcr die Zukunft gut ger\u00fcstet und hervorragend aufgestellt.\u201c Das k\u00f6nne an den sehr, sehr guten Gesch\u00e4ftszahlen abgelesen werden. \u201eStehenbleiben ist keine Option, unser Blick geht nach vorne\u201c, sagt Kengeter. Ein beachtlich schneller Schwenk vom geplanten globalen B\u00f6rsenchampion in die Niederungen der Zulassungsvoraussetzungen zu B\u00f6rsensegmenten.<\/p>\n<p>Scale umfasst zu Beginn 37 Aktiengesellschaften. Manche sind Pennystocks wie die MIC AG mit knapp 14 Millionen Euro B\u00f6rsenwert. Andere waren fr\u00fcher schon im Neuen Markt wie Mensch und Maschine und Beta Systems. Mit dabei ist aber auch ein milliardenschweres Unternehmen wie die Immobiliengesellschaft Grand City Properties. Branchenschwerpunkte gibt es nicht. Auch sind die Unternehmen nicht alle jung oder besonders wachstumsstark. Ihnen allen ist aber gemeinsam, dass sie die Zulassungsvoraussetzungen erf\u00fcllt haben: mindestens zehn Millionen Euro Umsatz, Ausweis eines Jahres\u00fcberschusses und eines positiven Eigenkapitals und die Besch\u00e4ftigung von wenigstens 20 Mitarbeitern. Drei dieser vier Kriterien m\u00fcssen erf\u00fcllt sein. Solche unternehmensspezifischen Kennziffern waren beim Neuen Markt nicht gefordert. Zudem m\u00fcssen die Unternehmen wenigstens zwei Jahre bestehen und einige weitere Kriterien erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Die B\u00f6rse versucht ihnen mit dem neuen Segment Scale eine erh\u00f6hte Aufmerksamkeit zu verschaffen. Demn\u00e4chst soll dazu auch ein Index eingef\u00fchrt werden. Die Unternehmen m\u00fcssen daf\u00fcr h\u00f6here Geb\u00fchren zahlen als vorher im Entry Standard: 5000 Euro im Quartal statt vorher im Jahr und f\u00fcr die Aufnahme einmalig je nach Gr\u00f6\u00dfe 20.000 bis 89.000 Euro statt 1500 Euro. Daf\u00fcr bezahlt die B\u00f6rse aber auch die Analyse, die von den H\u00e4usern Morningstar und Edison verpflichtend zu allen Unternehmen angefertigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/deutsche-boerse-eroeffnet-neues-boersensegment-scale-14904569.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/deutsche-boerse-eroeffnet-neues-boersensegment-scale-14904569.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christine Bortenl\u00e4nger (Mitte) und Hauke Stars (rechts) l\u00e4uten die Er\u00f6ffnungsglocke. Die Deutsche B\u00f6rse nimmt einen neuen Anlauf, kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen f\u00fcr den Kapitalmarkt zu begeistern. Ein D\u00e9j\u00e0-vu f\u00fcr \u00e4ltere B\u00f6rsianer. 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