{"id":47037,"date":"2017-02-23T10:19:59","date_gmt":"2017-02-23T10:19:59","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=47037"},"modified":"2017-02-23T10:19:59","modified_gmt":"2017-02-23T10:19:59","slug":"was-kommt-nach-whatsapp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=47037","title":{"rendered":"Was kommt nach Whatsapp?"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">2014 hat Facebook den Messenger-Dienst Whatsapp mit dem Versprechen \u00fcbernommen, keine Daten auszutauschen. Im letzten Jahr fing der Konzern dennoch damit an.<\/div>\n<p>Wer seine Nachrichten nicht mehr mit dem zu Facebook geh\u00f6renden Whatsapp teilen will und eine sichere Alternative sucht, werfe einen Blick auf die Rivalen. Einer ist sehr empfehlenswert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wer einmal l\u00fcgt, dem glaubt man nicht. Als Facebook 2014 den Messaging-Dienst <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/whatsapp\">Whatsapp<\/a> \u00fcbernahm, genehmigten die europ\u00e4ischen Kartellbeh\u00f6rden diesen Schritt nur unter der Voraussetzung, dass kein Datenaustausch zwischen beiden Unternehmen stattfinden w\u00fcrde. Facebook willigte ein. Im August vergangenen Jahres war das alles Makulatur: Facebook setzte sich pl\u00f6tzlich \u00fcber Recht und Gesetz hinweg und begann, die Handynummern von Whatsapp-Nutzern an seine Zentrale in Kalifornien zu \u00fcbertragen, unabh\u00e4ngig davon, ob die jeweilige Person auch in dem sozialen Netz aktiv ist. Ferner wurden alle Nummern aus dem Whatsapp-Telefonbuch ebenfalls nach Amerika geschickt.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Datensch\u00fctzer wehren sich, und seit Anfang November pausiert <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/facebook\">Facebook<\/a> gn\u00e4digerweise mit Datenweitergabe. Wie immer der Streit zwischen den Datensch\u00fctzern und EU-Beh\u00f6rden einerseits und dem amerikanischen Konzern andererseits ausgeht: Der gute Ruf ist ruiniert. Begeisterte Whatsapp-Nutzer m\u00fcssen sich darauf einstellen, dass Facebook st\u00e4rker denn je Einfluss auf den zugekauften Messenger nehmen wird. Das schn\u00f6rkellose, werbefreie Whatsapp-Design k\u00f6nnte schon bald verschwinden.<\/p>\n<p>Ein zweites Problem mit Whatsapp schien sich im Januar anzudeuten: Zwar gilt die Daten\u00fcbertragung zwischen den Nutzern des Messengers als abh\u00f6rsicher, weil die Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung zum Einsatz kommt. Dennoch stand der Vorwurf eines Hintert\u00fcrchens beim Schl\u00fcsseltausch im Raum. Whatsapp legte \u00fcberzeugend dar, dass von einer Sicherheitsl\u00fccke keine Rede sein k\u00f6nne. F\u00fchrende Kryptographen aus aller Welt pflichteten bei.<\/p>\n<h2>Unz\u00e4hlige Alternativen, doch nur wenige mit guter Verschl\u00fcsselung<\/h2>\n<p>Aber das Unbehagen w\u00e4chst. Whatsapp ist in den vergangenen Jahren fast schon \u201ezu gut\u201c geworden und hat sich als nahezu alternativlose Plauderplattform f\u00fcr Allzeitvernetzte tief in den Lebensalltag von mehr als einer Milliarde Nutzern eingeklinkt. Ohne Whatsapp geht in den meisten Beziehungen, Familien, Vereinen und Freundeskreisen fast nichts mehr. Es ist die wichtigste App, am meisten geladen, am h\u00e4ufigsten verwendet. Der Erfolg basiert auf dem Netzwerkeffekt: Der Nutzen eines Dienstes f\u00fcr den Einzelnen ist umso gr\u00f6\u00dfer, je h\u00f6her die Gesamtnutzerzahl steigt. Je mehr Menschen dem jeweiligen Netz angeh\u00f6ren, desto mehr potentielle Gespr\u00e4chspartner hat man.<\/p>\n<p>Aus dieser Nummer wieder herauszukommen ist schwer. Nat\u00fcrlich gibt es Alternativen zu Whatsapp. Aber Freunde und Bekannte m\u00fcssen auch mitgehen. Das ist das Hauptproblem. Ein Blick auf die Konkurrenz lohnt sich dennoch. Wer nach anderen Systemen sucht, die Facebook und alle weiteren gro\u00dfen Internetkonzerne au\u00dfen vor lassen, um schon einmal zu sondieren, was nach Whatsapp oder zumindest neben Whatsapp interessant sein k\u00f6nnte, findet Hunderte von Angeboten. Tats\u00e4chlich ist die Auswahl jedoch nicht so gro\u00df, wenn die Sicherheit im Vordergrund steht. Die Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung geh\u00f6rt unabdingbar dazu. Damit sind dann popul\u00e4re Dienste mit 300 Millionen Nutzern wie <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/skype\">Skype<\/a> oder das in Asien beliebte Wechat (850 Millionen) gleich au\u00dfen vor.<\/p>\n<h2>Ein Konkurrent wird auch von Edward Snowden empfohlen<\/h2>\n<p>Wer alle Whatsapp-Rivalen durchbuchstabiert und auf die Details achtet, landet \u00fcber kurz oder lang bei Signal von Open Whisper Systems. Es ist der Messenger, den <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/edward-snowden\">Edward Snowden<\/a> wiederholt empfohlen hat, es ist der Favorit der Netzelite. Die Software ist Open Source und auf Github verf\u00fcgbar, also einsehbar, im Unterschied etwa zu Telegram (100 Millionen Nutzer) oder Threema, deren Sicherheitsversprechen man glauben muss, weil man sie nicht pr\u00fcfen kann. Threema mit f\u00fcnf Millionen Nutzern hat zudem ein weiteres Problem: Die geplante Schweizer Vorratsdatenspeicherung w\u00fcrde das Unternehmen zwingen, nahezu s\u00e4mtliche Kommunikationsdaten den staatlichen Beh\u00f6rden herauszugeben.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/whatsapp-alternativen-wie-signal-messenger-im-ueberblick-14884896.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/whatsapp-alternativen-wie-signal-messenger-im-ueberblick-14884896.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2014 hat Facebook den Messenger-Dienst Whatsapp mit dem Versprechen \u00fcbernommen, keine Daten auszutauschen. Im letzten Jahr fing der Konzern dennoch damit an. Wer seine Nachrichten nicht mehr mit dem zu Facebook geh\u00f6renden Whatsapp teilen will und eine sichere Alternative sucht, werfe einen Blick auf die Rivalen. 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