{"id":46710,"date":"2017-02-19T09:21:57","date_gmt":"2017-02-19T09:21:57","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=46710"},"modified":"2017-02-19T09:21:57","modified_gmt":"2017-02-19T09:21:57","slug":"watson-wird-auf-die-industrie-losgelassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=46710","title":{"rendered":"Watson wird auf die Industrie losgelassen"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">B\u00e4renstark: IBM\u2019s Watson-Computer, der auch diesen kleinen interaktiven Roboter steuert, kann sprechen, lesen und schreiben.<\/div>\n<p>Der Super-Computer von IBM kann sprechen, lesen und schreiben und hilft bei der Krebsforschung. Kein Wunder, dass Milliarden in ihn investiert werden. Wo f\u00fchrt das noch hin?<\/p>\n<p><!--more--><!-- SHARELINE HOVER Box END --><span style=\"display: block- clear: both-\"><\/span><\/p>\n<p>Ganz oben in den B\u00fcros haben sie einen Fu\u00dfballkicker stehen. In den Pausen spielen die Programmierer gern eine Partie. Das Spielbrett von <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/ibm\">IBM<\/a> in M\u00fcnchen aber ist etwas anders als das von anderen Spielen. Die Techniker haben es an einen der leistungsst\u00e4rksten Computer der Welt angeschlossen: Watson. Eine Maschine, die auch als kognitives System beschrieben wird. Sie z\u00e4hlt zu dem Schlauesten, was Ingenieure bislang hervorgebracht haben. Ein Gehirn aus Kunststoff und Silizium. Die Wissenschaft nennt es k\u00fcnstliche Intelligenz. \u201eMit Watson k\u00f6nnen wir jede Bewegung der Spieler erfassen und analysieren\u201c, sagt IBM-Technikfellow John Cohn. Die des Balls, die der Figuren und auch die der Spieler. \u201eUnd dann machen wir kurz nach dem Ansto\u00df erste Prognosen.\u201c Wer gewinnen wird, was deutet auf einen Sieg, was auf eine Niederlage hin? Jahrelang haben die besten K\u00f6pfe des Konzerns an Watson gebaut. Nun wird das System aus den Labors geholt und in die richtige Welt gestellt.<\/p>\n<p>Der Konzern hat ein Budget von 3 Milliarden Dollar aufgelegt und zahlreiche Partner aus Wissenschaft und Industrie gewonnen. Das Watson-System kann dank seiner ausgefeilten Technik binnen eines Wimpernschlags Milliarden von Daten ordnen und analysieren. Die Maschine kann lesen, sprechen und schreiben. Sie kann Texte analysieren, Zusammenfassungen von Diskussion und Debatten erstellen, die Arbeit ganzer Fabriken organisieren, Erbgut entschl\u00fcsseln.<\/p>\n<h2>\u201eDas Thema k\u00fcnstliche Intelligenz kommt jetzt richtig in Fahrt\u201c<\/h2>\n<p>Das Krebsforschungszentrum in Heidelberg war einer der ersten Anwender des Rechenwunders aus Amerika. Die japanische Versicherung Fukoku Mutual hat dem System die Arbeit von drei\u00dfig Sachbearbeitern \u00fcbertragen. Die franz\u00f6sische Staatsbahn will mit Watson Hunderttausende Sensoren entlang ihres 300.000 Kilometer langen Schienennetzes \u00fcberwachen. Der Autokonzern <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/daimler\">Daimler<\/a> und der Flugzeugbauer Airbus wollen damit den Einsatz neuer Materialien und Konstruktionen simulieren.<\/p>\n<p>\u201eDas alles hat viel mit dem Internet der Dinge zu tun\u201c, sagt Rainer Kallenbach, Software-Chef von <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/robert-bosch\">Bosch<\/a>. Mehr als 20.000 Angestellte des Industriekonzerns arbeiten als Programmierer. Faktisch ist Bosch einer der gr\u00f6\u00dften Softwarekonzerne Europas. \u201eDas Thema k\u00fcnstliche Intelligenz kommt jetzt richtig in Fahrt\u201c, sagt er. Daf\u00fcr hat Bosch gerade 300 Millionen Euro in die Hand genommen, Tausend Spezialisten engagiert und drei sogenannte KI-Zentren er\u00f6ffnet: nahe Stuttgart, im kalifornischen Palo Alto, im indischen Bangalore.<\/p>\n<p>Die Fabrik der Zukunft wird ein riesengro\u00dfer Computer sein. Alles ist mit allem vernetzt, Maschine spricht mit Maschine und Produkte sind nach den W\u00fcnschen der Kunden quasi ma\u00dfgeschneidert. Schwergewichtige Roboter von Kuka, ABB oder Fanuc arbeiten heute schon mit viel Fingerspitzengef\u00fchl. Sie k\u00f6nnen eine Stecknadel vom Boden aufheben und auf den Tausendstel Millimeter genau eine Schwei\u00dfnaht ziehen. Das Finanzhaus Visa setzt auf <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/kuenstliche-intelligenz\">k\u00fcnstliche Intelligenz<\/a> f\u00fcr neue Bezahlsysteme. Die sollen ohne Bargeld und Kassen auskommen. \u201eStellen Sie sich vor, Sie gehen in einen Supermarkt, packen alles, was sie brauchen in ihre Tasche und gehen einfach wieder raus\u201c, ,sagt Jim McCarthy, Vizepr\u00e4sident von Visa. Am Ausgang wird der f\u00e4llige Betrag \u00fcber das Handy vom Konto abgezogen. Keine Kasse, keine Schlangen. Amazon hat in Seattle einen solchen Laden er\u00f6ffnet. Sch\u00f6ne neue Welt.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/ibm-praesentiert-neuen-supercomputer-14883077.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/ibm-praesentiert-neuen-supercomputer-14883077.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00e4renstark: IBM\u2019s Watson-Computer, der auch diesen kleinen interaktiven Roboter steuert, kann sprechen, lesen und schreiben. Der Super-Computer von IBM kann sprechen, lesen und schreiben und hilft bei der Krebsforschung. 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