{"id":46621,"date":"2017-02-16T11:31:34","date_gmt":"2017-02-16T11:31:34","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=46621"},"modified":"2017-02-16T11:31:34","modified_gmt":"2017-02-16T11:31:34","slug":"spd-lehnt-aufrustung-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=46621","title":{"rendered":"SPD lehnt Aufr\u00fcstung ab"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Mehr Geld f\u00fcr die Ausstattung der Bundeswehr, wie etwa f\u00fcr Kampfpanzer des Typs \u201eLeonard 2 A6\u201c? Nicht n\u00f6tig, hei\u00dft es von der SPD.<\/div>\n<p>Die Nato fordert von den B\u00fcndnispartnern h\u00f6here Verteidigungsausgaben. Bundesverteidigungsministerin von der Leyen h\u00e4lt das f\u00fcr gerechtfertigt. Doch vom Koalitionspartner kommt Gegenwind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Forderung der Nato, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) f\u00fcr Verteidigungszwecke auszugeben, st\u00f6\u00dft in der SPD auf scharfen Widerstand. Eine derart drastische Erh\u00f6hung halte er f\u00fcr \u201eabenteuerlich\u201c, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, der \u201eNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u201c vom Donnerstag. \u201eWo sollen wir denn hin mit dem ganzen Geld?\u201c Deutschland gibt rund 1,2 Prozent seines BIP f\u00fcr Verteidigungszwecke aus.<\/p>\n<p>\u201eDie USA sollten nicht so tun, als w\u00e4re ihr Verteidigungsetat wegen der Nato-Erfordernisse so hoch\u201c, sagte Arnold. Die Zwei-Prozent-Regel sei eher f\u00fcr schw\u00e4chere Volkswirtschaften geeignet. \u201eSollte sich bei uns die Wirtschaftsentwicklung abschw\u00e4chen, k\u00e4men wir auch schnell auf zwei Prozent \u2013 geholfen w\u00e4re damit aber niemandem.\u201c Die aktuelle Debatte dar\u00fcber sei \u201emerkw\u00fcrdig\u201c. Sinnvoller w\u00e4re eine Kl\u00e4rung dar\u00fcber, \u201ewelche F\u00e4higkeiten Deutschland und andere Partner jeweils einbringen k\u00f6nnen\u201c, sagte der SPD-Politiker.<\/p>\n<h2>Kritik auch von der Opposition<\/h2>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich die Gr\u00fcnen. Ihr Fachmann f\u00fcr Verteidigungspolitik, Tobias Lindner, sagte am Donnerstag im Norddeutschen Rundfunk, die Frage d\u00fcrfe nicht allein auf das Geld reduziert werden. \u201eNat\u00fcrlich muss man innerhalb von einem B\u00fcndnis immer die Frage stellen, wer soll wie viel von der Verantwortung tragen und bringen sich die Partner angemessen ein\u201c, sagte er. Dabei sei Geld aber nur eine Messgr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p><span ><span  itemprop=\"image\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/spd-lehnt-nato-forderung-nach-hoeheren-militaerausgaben-ab-14880650\/mehr-als-das-soll-14880815.html\"            title=\"44814642\"><img data-src='http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaft-in-zahlen\/1139829048\/1.4880815\/article_teaser_marginal\/hq\/mehr-als-das-soll.jpg' data-process-retina='1' height='163' onload='processRetinaDerivate(this)-' alt='44814642' width='290' class='media' src='\/img\/leer.gif' \/>            <meta itemprop=\"url\" content=\"http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaft-in-zahlen\/1139829048\/1.4880815\/article_teaser_marginal\/hq\/mehr-als-das-soll.jpg\" \/><meta itemprop=\"width\" content=\"290\" \/><meta itemprop=\"height\" content=\"163\" \/><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p>Der Gr\u00fcnen-Politiker verwies darauf, dass beispielsweise Griechenland zwar hohe Milit\u00e4rausgaben habe, sich aber nicht wie Deutschland an mehreren Auslandseins\u00e4tzen beteilige. \u201eMan kann Deutschland wirklich nicht den Vorwurf machen, dass es sich nicht engagiert\u201c, sagte Lindner.<\/p>\n<p>Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis hatte am Mittwoch auf einem Nato-Treffen in Br\u00fcssel damit gedroht, die Allianz weniger zu unterst\u00fctzen, sollten die europ\u00e4ischen B\u00fcndnispartner nicht mehr Geld f\u00fcr ihre Sicherheit aufwenden. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/deutsches-militaerbudget-von-der-leyen-unterstuetzt-trumps-ruf-nach-aufruestung-14880329.html\">Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte die amerikanischen Forderungen als gerechtfertigt bezeichnet.<\/a> H\u00f6here Verteidigungsausgaben der Europ\u00e4er in der Nato seien \u201eeine Frage der Fairness\u201c gegen\u00fcber Amerika, sagte sie bei dem Treffen in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Die Nato-L\u00e4nder hatten schon bei ihrem Gipfel in Wales 2014 beschlossen, die Verteidigungsausgaben binnen eines Jahrzehnts \u201eRichtung zwei Prozent\u201c der Wirtschaftsleistung zu erh\u00f6hen. Neben den Vereinigten Staaten, die mit 3,6 Prozent an der Spitze liegen, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/sicherheitskonferenz\/iiss-stellt-fest-nato-staaten-verfehlen-teils-budgetziele-14877485.html\">schaffen das derzeit aber nur zwei weitere Nato-Mitglieder: Griechenland und Estland<\/a>.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/spd-lehnt-nato-forderung-nach-hoeheren-militaerausgaben-ab-14880650.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/spd-lehnt-nato-forderung-nach-hoeheren-militaerausgaben-ab-14880650.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr Geld f\u00fcr die Ausstattung der Bundeswehr, wie etwa f\u00fcr Kampfpanzer des Typs \u201eLeonard 2 A6\u201c? Nicht n\u00f6tig, hei\u00dft es von der SPD. Die Nato fordert von den B\u00fcndnispartnern h\u00f6here Verteidigungsausgaben. Bundesverteidigungsministerin von der Leyen h\u00e4lt das f\u00fcr gerechtfertigt. 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