{"id":46492,"date":"2017-02-13T21:05:28","date_gmt":"2017-02-13T21:05:28","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=46492"},"modified":"2017-02-13T21:05:28","modified_gmt":"2017-02-13T21:05:28","slug":"zwei-manner-uben-harmonie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=46492","title":{"rendered":"Zwei M\u00e4nner \u00fcben Harmonie"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Gemeinsame Pressekonferenz des kanadischen Premiers Justin Trudeau und Pr\u00e4sident Donald Trump (rechts)<\/div>\n<p>Schulterschluss statt Konfrontation: Als Kanadas Premier Trudeau den amerikanischen Pr\u00e4sidenten Trump besucht, passt zumindest nach au\u00dfen kein Blatt zwischen die beiden. Unterschiede bleiben, vor allem beim Thema Einwanderung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der amerikanische Pr\u00e4sident <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/donald-trump\">Donald Trump<\/a> und Kanadas Premier Justin Trudeau haben ein \u00fcberraschend harmonisches Bekenntnis zu gemeinsamen Werten und Zielen abgelegt. Trotz unterschiedlicher Auffassungen etwa in der Einwanderungspolitik demonstrierten beide am Montag im Wei\u00dfen Haus aufs Engste ihre Verbundenheit. \u201eIn gef\u00e4hrlichen Zeiten wie diesen ist es wichtiger als jemals zuvor, unsere Allianz zu st\u00e4rken\u201c, sagte Trump. Trudeau sprach von einer wechselseitigen Abh\u00e4ngigkeit der beiden L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die vielen Konflikte weltweit sagte Trump: \u201eWir haben zusammen Blut vergossen\u201c. Zum Thema \u201eIslamischer Staat\u201c f\u00fcgte er hinzu: \u201eDie Vereinigten Staaten sind Kanada f\u00fcr seinen Beitrag zur Anti-IS-Koaliton zutiefst dankbar.\u201c In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung Trumps und <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/justin-trudeau\">Trudeaus<\/a> hie\u00df es, die beiden L\u00e4nder seien miteinander unter anderem durch ihre Geschichte, ihre Werte, ihre Wirtschaft und ihre Umwelt tief verbunden. \u201eKanada und die Vereinigten Staaten werden einander immer die wichtigsten Partner bleiben\u201c, sagte Trudeau.<\/p>\n<p>\u201eMillionen amerikanischer und kanadischer Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen an unserer Partnerschaft\u201c, betonten Trump und Trudeau. Man bekr\u00e4ftige, auf der Grundlage des vorhandenen starken Fundaments f\u00fcr Handel und Investitionen aufbauen zu wollen. Die Beziehungen sollten vertieft werden, die St\u00e4rkung der Mittelklasse und die Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen sei ein gemeinsames Ziel.<\/p>\n<h2>Trump relativiert Kritik an Nafta-Abkommen<\/h2>\n<p>Mit den \u00e4u\u00dferungen relativierte Trump seine bisherige harsche Kritik am Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta). Durch das Abkommen sind die Vereinigten Staaten und Kanada zusammen mit Mexiko seit 1994 in einer Freihandelszone zusammengeschlossen. Trump will das Abkommen neu verhandeln, womit die Regierungen in Kanada und Mexiko grunds\u00e4tzlich einverstanden sind.<\/p>\n<p>Der amerikanische Pr\u00e4sident sagte nun bei seinem Treffen mit Trudeau, mit Kanada h\u00e4tten die Vereinigten Staaten viel geringere Probleme innerhalb von Nafta als mit Mexiko. Der Handel mit dem s\u00fcdlichen Nachbar habe \u00fcber viele Jahre hinweg zu f\u00fcr Amerika \u201eextrem unfairen\u201c Bedingungen stattgefunden. Dies solle nun bereinigt werden. Die Handelsbeziehungen zu Kanada bezeichnete Trump hingegen als \u201esehr \u00fcberragend\u201c. Sie sollten durch einige Nachbesserungen optimiert werden.<\/p>\n<p>Trudeau hob hervor, dass von den engen Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada Millionen von Jobs auf beiden Seiten der Grenze abhingen. Der freie Fluss von Waren und Dienstleistungen m\u00fcsse weiter zugelassen werden, da er \u201eextrem positive\u201c Effekt f\u00fcr beide L\u00e4nder habe. Dies werde auch der Fokus der Verhandlungen beider L\u00e4nder in den kommenden Wochen und Monaten \u00fcber die Handelsbeziehungen sein.<\/p>\n<h2>Trudeau: Ich will Trump nicht belehren<\/h2>\n<p>Unterschiedliche, wenn auch nicht konfrontativ ausgetragene Meinungen gab es auch beim Thema Einwanderung: \u201eWir setzen unsere Politik der Offenheit fort, ohne Sicherheit aufs Spiel zu setzen. Wir werden weiterhin Fl\u00fcchtlinge aus Syrien bei uns willkommen hei\u00dfen\u201c, so Trudeau. Es sei nicht seine Aufgabe, Amerika zu belehren, wie man regiere. Trumps geplante Abschottungspolitik wird beim n\u00f6rdlichen Nachbarn mit Argwohn und Kritik begleitet, wenn auch die Grenzsicherheit von beiden als eines der obersten Ziele genannt wurde. Trump und Trudeau betonten, sie wollten ihre Ma\u00dfnahmen an ihrer \u00fcber eintausend Kilometer langen Grenze ausbauen.<\/p>\n<p>Trump verteidigte indessen seine harte Linie in der Einreisepolitik. Diese entspringe dem \u201egesunden Menschenverstand\u201c. Die Nordgrenze zu Kanada sei zwar sicher, aber man k\u00f6nne niemals ganz sicher sein. Einer Frage, ob er syrische Fl\u00fcchtlinge als Sicherheitsrisiko empfinde, etwa wenn sie aus Kanada einreisten, wich Trump aus. Unter Trudeau hat das Land bisher 40.000 syrische Fl\u00fcchtlinge aufgenommen. Der kanadische Premierminister sagte, Sicherheit und Einwanderung m\u00fcssten sehr gut zusammenpassen und auch mit den eigenen Werten vereinbar sein: \u201eFreie offene Gesellschaften, die gleichzeitig sicher sind.\u201c Der amerikanische Pr\u00e4sident versprach, auch in Zukunft die \u201ewirklich b\u00f6sen Typen\u201c aus dem Land zu schaffen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/die-scheinbare-harmonie-zwischen-trudeau-und-trump-14876862.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/die-scheinbare-harmonie-zwischen-trudeau-und-trump-14876862.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsame Pressekonferenz des kanadischen Premiers Justin Trudeau und Pr\u00e4sident Donald Trump (rechts) Schulterschluss statt Konfrontation: Als Kanadas Premier Trudeau den amerikanischen Pr\u00e4sidenten Trump besucht, passt zumindest nach au\u00dfen kein Blatt zwischen die beiden. 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