{"id":46015,"date":"2017-01-20T11:37:03","date_gmt":"2017-01-20T11:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=46015"},"modified":"2017-01-20T11:37:03","modified_gmt":"2017-01-20T11:37:03","slug":"commerzbank-nutzt-die-brexit-phantasie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=46015","title":{"rendered":"Commerzbank nutzt die Brexit-Phantasie"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Begehrte Lagen: Der Blick auf Frankfurt und die Commerzbank-Zentrale.<\/div>\n<p>Das Finanzinstitut trennt sich von Immobilien in Frankfurt. F\u00fcr ihren Fonds Hausinvest kauft die Tochtergesellschaft Commerz Real lieber Hotels und B\u00fcros in Amerika und Australien. Neue geschlossene Produkte legt sie nicht auf.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Privatanleger \u00fcbersch\u00fctten derzeit viele <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/immobilienfonds\">Immobilienfonds<\/a> mit Geld. Deshalb steigt deren Anlagedruck. Allerdings sind die Immobilienpreise vielerorts schon kr\u00e4ftig gestiegen &#8211; nicht zuletzt in Frankfurt. Auf dieses Spannungsverh\u00e4ltnis reagiert Commerz Real, Anbieter des 12 Milliarden Euro schweren offenen Immobilienfonds Hausinvest, mit vielen Verk\u00e4ufen und K\u00e4ufen von Immobilien. Im Gespr\u00e4ch mit dieser Zeitung beschreibt der Vorstandsvorsitzende Andreas Muschter die Strategie so: \u201eWir nehmen gerne Gewinne mit und investieren das frei gewordene Geld in Immobilienm\u00e4rkte, in denen die Preise unserer Ansicht nach noch Aufw\u00e4rtspotential haben und in denen wir noch unterdurchschnittlich vertreten sind.\u201c Dazu geh\u00f6rten Amerika und Australien.<\/p>\n<p>\u201eWir haben 2016 einiges in den Vereinigten Staaten gekauft, und wir werden im ersten Quartal 2017 weitere Immobilien, darunter Hotels, in den Vereinigten Staaten erwerben\u201c, k\u00fcndigt Muschter an. In Australien, wo Commerz Real f\u00fcr gut 100 Millionen Euro 2016 in Sydney die erste Immobilie f\u00fcr den Hausinvest erwarb, sei man bei ein paar weiteren Objekten leider nicht zum Zuge gekommen. Zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Euro will Muschter mittelfristig in \u201edown under\u201c investieren, aber die Rendite- und Risikokriterien m\u00fcssten beim jeweiligen Objekt eben stimmen.<\/p>\n<p>In Deutschland habe Commerz Real die zwei 2004 errichten B\u00fcrot\u00fcrme Highlight Towers im M\u00fcnchener Stadtteil Schwabing erworben- 2016 die gr\u00f6\u00dfte Transaktion in M\u00fcnchen. In Frankfurt dagegen habe Commerz Real ihr zuvor hohes Gewicht \u201esignifikant\u201c reduziert: Verkauft wurden 2016 die Commerzbank-Zentrale zun\u00e4chst an die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/commerzbank\">Commerzbank<\/a> selbst und dann an Patrizia und Samsung (finanziert mit Hilfe der ING Diba), das B\u00fcrohochhaus Taunustor und das B\u00fcrogeb\u00e4ude Junghofplaza. Gefragt nach den Gr\u00fcnde antwortet Muschter: \u201eEs ist ein sch\u00f6ner Moment, in Frankfurt zu verkaufen. Die meisten Objekte hatten eine gute Wertentwicklung. In Frankfurt gibt es einiges an Nachfrage, auch ausgel\u00f6st durch die sich zunehmend bewahrheitende Brexit-Phantasie. Die haben wir genutzt.\u201c Das bedeute aber nicht, dass sich Commerz Real aus Frankfurt verabschiede. Man versuche fr\u00fchzeitig und damit noch g\u00fcnstiger an Objekte zu kommen, etwa schon als Bauherr.<\/p>\n<h2>\u201eEs ist ein sch\u00f6ner Moment, in Frankfurt zu verkaufen\u201c<\/h2>\n<p>Daf\u00fcr sei das Hotelhochhaus-Projekt auf dem ehemaligen Gel\u00e4nde der Frankfurter Universit\u00e4t unweit der Messe ein Beispiel. \u201eWir werden weiterhin ein wichtiger Akteur auf dem Frankfurter Immobilienmarkt sein, allerdings mit einem vollvermieteten, frischen, diversifizierten Portfolio\u201c, nennt Muschter als Ziel. Der Taunusturm etwa, in dem Banken wie JP Morgan und Credit Suisse Etagen gemietet haben, war zum Verkaufszeitpunkt noch nicht voll vermietet.<\/p>\n<p>Die Tochtergesellschaft der Commerzbank, die \u00fcber Immobilien hinaus auch in andere Sachwerte wie Flugzeuge und Schiffe investiert, profitiert von den in der Niedrigzinsphase gestiegenen Preisen f\u00fcr Sachwerte. 2016 bewegte Commerz Real von ihrem insgesamt verwalteten Verm\u00f6gen in H\u00f6he von 32 Milliarden Euro immerhin 4,1 Milliarden Euro. Damit lag das Transaktionsvolumen um 30 Prozent h\u00f6her als im Vorjahr. Mit 2,4 Milliarden Euro entfielen mehr als die H\u00e4lfte der Transaktionen auf den Hausinvest, bei dem sich An- und Verk\u00e4ufe etwa die Waage hielten.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/immobilien-fonds-commerzbank-nutzt-brexit-phantasie-14699052.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/immobilien-fonds-commerzbank-nutzt-brexit-phantasie-14699052.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begehrte Lagen: Der Blick auf Frankfurt und die Commerzbank-Zentrale. Das Finanzinstitut trennt sich von Immobilien in Frankfurt. F\u00fcr ihren Fonds Hausinvest kauft die Tochtergesellschaft Commerz Real lieber Hotels und B\u00fcros in Amerika und Australien. 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