{"id":45748,"date":"2017-01-18T10:00:15","date_gmt":"2017-01-18T10:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=45748"},"modified":"2017-01-18T10:00:15","modified_gmt":"2017-01-18T10:00:15","slug":"das-konnen-apples-neue-ohrcomputer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=45748","title":{"rendered":"Das k\u00f6nnen Apples neue Ohrcomputer"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Apples Airpods ausprobiert<\/div>\n<p>Das wei\u00dfe P\u00e4rchen f\u00fcrs Ohr hat es uns angetan. Denn die Airpods-St\u00f6psel von Apple eignen sich nicht nur zum Musikh\u00f6ren. Sie sind intelligente Wearables.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Man kann es sich einfach machen und diese Bluetooth-Ohrenst\u00f6psel als ein wie gehabt viel zu teures Apple-Produkt abtun. Andere Mitbewerber sind g\u00fcnstiger. 180 Euro verlangt Apple, und sie klingen nicht einmal herausragend. Doch das wei\u00dfe P\u00e4rchen f\u00fcrs Ohr hat es uns angetan. Die Funktionalit\u00e4t geht weit \u00fcber die Musikwiedergabe und Telefonie hinaus. Eigentlich sind es Ohrcomputer. Sie warten brav in ihrem H\u00e4uschen auf den Einsatz, und wenn sie dann gefordert sind, verhalten sie sich so clever, als h\u00e4tten sie eine eigene Intelligenz. Die Rede ist von den Airpods, die Apple Anfang September vorstellte und erst jetzt in kleinen St\u00fcckzahlen in den Handel kommen.<\/p>\n<p>Die Airpods sind ein typisches Apple-Produkt, sie verzichten fast vollst\u00e4ndig auf Bedienelemente, was den Umgang mit ihnen einfach macht. Muss man bei einem herk\u00f6mmlichen Headset wissen, welche Taste f\u00fcrs Bluetooth-Koppeln zu bet\u00e4tigen ist und welche die Wiedergabe startet, ist hier alles simpel: Man \u00f6ffnet die mitgelieferte Ladebox (mit Lightning-Anschluss an der Unterseite) in der N\u00e4he eines iPhones: Schon sind die Airpods f\u00fcr alle zum iCloud-Konto des Nutzers geh\u00f6renden Ger\u00e4te angemeldet &#8211; und einsatzbereit.<\/p>\n<p>Denn es gibt nicht einmal einen Ein- und Ausschalter. Man nimmt die beiden St\u00f6psel aus der Box, setzt sie ins Ohr, und sie werden automatisch aktiviert. Auch w\u00e4hrend laufender Musikwiedergabe oder eines Telefonats. Mit optischen Sensoren und Beschleunigungssensoren erkennen die Airpods, ob sie sich im Ohr befinden. Man kann sie im Monobetrieb einohrig betreiben, auch das wird selbstt\u00e4tig detektiert, und wenn man den St\u00f6psel dann aus dem Ohr nimmt, pausiert die Musikwiedergabe.<\/p>\n<h2>Gut f\u00fcr Siri und Spracherkennung<\/h2>\n<p>Nach dem Koppeln werden die Airpods allein mit dem Finger bedient: Ein doppelter Fingertipp auf das Ger\u00e4tchen aktiviert Siri, um beispielsweise mit Spracherkennung die Musik auszuw\u00e4hlen oder die Lautst\u00e4rke zu regeln &#8211; oder jede andere Siri-Aufgabe zu starten. Die Lautst\u00e4rke kann man nat\u00fcrlich auch mit den Seitentasten des iPhones steuern. Die Airpods eignen sich jedoch aus einem Grund besonders gut f\u00fcr Siri und Spracherkennung: Eine Nebenger\u00e4uscherkennung filtert St\u00f6rendes heraus, und zwei Mikrofone sind bei solchen Rechentricks immer besser als eins. Wir konnten im fahrenden Auto (auf dem Beifahrersitz) nahezu fehlerfrei Whatsapp-Nachrichten diktieren.<\/p>\n<p>Jedoch funktioniert die Ger\u00e4uschunterdr\u00fcckung nur f\u00fcrs Mikro, nicht f\u00fcr die Klangwiedergabe. Im Flugzeug muss man die Lautst\u00e4rke sehr hoch aufdrehen, die Au\u00dfenger\u00e4usche werden nicht unterdr\u00fcckt. Auch ist der Klang der Kleinen bestenfalls gut, aber gewiss nicht sehr gut. Das sind die Kompromisse, die man angesichts der sehr kompakten Bauform machen muss.<\/p>\n<p>Au\u00dfergew\u00f6hnlich indes ist die Reichweite und Stabilit\u00e4t der Audio-Verbindung. Im aktiven Ohreneinsatz laufen die Airpods etwa vier bis f\u00fcnf Stunden f\u00fcr Musikwiedergabe und Telefonie. Ins Ladecase eingesetzt, lassen sie sich schnell wieder mit frischer Energie best\u00fccken: Nach 15 Minuten sind drei Stunden Laufzeit erreichbar. Der im Ladecase fest eingebaute Akku erlaubt mehrfaches Betanken der St\u00f6psel, so dass Apple auf eine rechnerische Gesamtlaufzeit von 24 Stunden kommt.<\/p>\n<p>Den Sitz der Airpods im Ohr h\u00e4lt der Autor f\u00fcr perfekt, auch beim Sport. Sie fallen nicht aus dem Ohr heraus. Dass ihr Design an eine Oral-B-Aufsteckzahnb\u00fcrste erinnert, muss man als Spott hinnehmen. Apple gibt an, dass die Airpods nur mit iOS-10-Ger\u00e4ten oder einem Mac mit dem j\u00fcngsten Betriebssystem Sierra zusammenarbeiten. Sie lassen sich jedoch auch mit anderen Bluetooth-Ger\u00e4ten koppeln, indes verzichtet man auf einige Komfortmerkmale, etwa die Anzeige ihres Akkustands auf dem iPhone. Alles in allem ein teures Vergn\u00fcgen, aber wegweisend. Die Airpods sind intelligente Wearables mit diskretem Charme, viel Zusatznutzen und zum H\u00f6ren allein viel zu schade.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/airpods-von-apple-im-test-das-koennen-apples-neue-ohrcomputer-14610497.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/airpods-von-apple-im-test-das-koennen-apples-neue-ohrcomputer-14610497.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Apples Airpods ausprobiert Das wei\u00dfe P\u00e4rchen f\u00fcrs Ohr hat es uns angetan. Denn die Airpods-St\u00f6psel von Apple eignen sich nicht nur zum Musikh\u00f6ren. 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