{"id":45666,"date":"2017-01-20T11:55:04","date_gmt":"2017-01-20T11:55:04","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=45666"},"modified":"2017-01-20T11:55:04","modified_gmt":"2017-01-20T11:55:04","slug":"fuhrungskrafte-halten-merkel-fur-unschlagbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=45666","title":{"rendered":"F\u00fchrungskr\u00e4fte halten Merkel f\u00fcr unschlagbar"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Angela Merkel hat gut lachen. Die Eliten ziehen sie allen potentiellen Herausforderern vor.<\/div>\n<p>Nur mit wem soll sie regieren? Was die Spitzen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung hoffen und was sie bef\u00fcrchten: Das zeigt das neue F.A.Z.-Elite-Panel.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die SPD macht es spannend: Erst \u00fcbern\u00e4chsten Sonntag will sie endlich ihren Kanzlerkandidaten k\u00fcren. In den deutschen F\u00fchrungsetagen d\u00fcrfte das Ereignis jedoch wenig Aufmerksamkeit finden. Dort h\u00e4lt man den Einzug eines SPD-Manns in das Kanzleramt offensichtlich f\u00fcr eine \u201emission impossible\u201c \u2013 und zwar gleichg\u00fcltig ob die Sozialdemokraten nun wie erwartet Sigmar Gabriel oder doch <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/martin-schulz\">Martin Schulz<\/a> oder Olaf Scholz ins Rennen schicken.<\/p>\n<p>Keinen der drei potentiellen Kandidaten w\u00fcrde die Elite lieber als <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/angela-merkel\">Angela Merkel<\/a> im Kanzleramt sehen. Keinem traut sie wirklich zu, Merkel und damit die Union zu schlagen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Zeitschrift \u201eCapital\u201c im Dezember unter 517 Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung durchgef\u00fchrt hat.<\/p>\n<h2>Martin Schulz als aussichtsreichster SPD-Kandidat<\/h2>\n<p>\u201eDrei Viertel der F\u00fchrungsspitzen begr\u00fc\u00dfen die Entscheidung, dass Angela Merkel wieder antritt\u201c, sagte Allensbach-Chefin <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/renate-koecher\">Renate K\u00f6cher<\/a> bei der Pr\u00e4sentation des Panels am Donnerstag in Berlin. \u00dcberw\u00e4ltigende Zustimmung gebe es selbst von den (allerdings nicht sehr zahlreichen) Anh\u00e4ngern der Gr\u00fcnen in der Umfrage- 87 Prozent bevorzugten Merkel. Unter den F\u00fchrungskr\u00e4ften, die sich zur SPD bekennen, sprechen sich immerhin 67 Prozent f\u00fcr Merkel aus. Diese breite Zustimmung spiegele sich in der \u00fcbrigen Bev\u00f6lkerung, ganz anderer Meinung seien nur Anh\u00e4nger der AfD und der Linken, erl\u00e4uterte K\u00f6cher.<\/p>\n<p>F\u00fcr den aussichtsreichsten SPD-Gegenkandidaten h\u00e4lt knapp die H\u00e4lfte der Befragten den soeben im Vorsitz des Europaparlaments abgel\u00f6sten Martin Schulz. Ein gutes Viertel gibt Hamburgs Erstem B\u00fcrgermeister Olaf Scholz bessere Chancen, nur 19 Prozent w\u00fcrden den SPD-Vorsitzenden Gabriel ins Rennen schicken. Dieselben Leute w\u00fcrden aber Merkel gegen\u00fcber jedem dieser drei Kandidaten mit weitem Abstand vorziehen, sagte K\u00f6cher. Sie kann der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/spd\">SPD<\/a> nur den Trost spenden, dass die Wahl nicht allein an der Popularit\u00e4t der Person h\u00e4nge, sonst h\u00e4tten die Sozialdemokraten 2009 unter Frank-Walter Steinmeier besser abgeschnitten.<\/p>\n<h2>Keine \u201eWunschkoalition\u201c bei den Eliten<\/h2>\n<p>Entscheidend sei auch, welche Themen dominierten und ob diese in das \u201eeigene Blatt\u201c spielten. \u201eKeine Wahl ist ein halbes Jahr vorher schon gelaufen\u201c, warnte sie. Die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/thema\/fuehrungskraft\">F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/a> sehen das anders. Eine \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit von 65 Prozent rechnet fest mit der Fortsetzung der gro\u00dfen Koalition, auch wenn das \u00fcberwiegend nicht ihr Wunsch ist.<\/p>\n<p><span ><span  itemprop=\"image\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/eliten-wuenschen-sich-weiterhin-angela-merkel-14699279\/infografik-spitzenkraefte-14700280.html\"            title=\"Infografik \/ spitzenkr\u00e4fte wollen Merkel\"><img data-src='http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/2368540657\/1.4700280\/article_multimedia_overview\/hq\/infografik-spitzenkraefte.jpg' data-process-retina='1' height='344' onload='processRetinaDerivate(this)-' alt='Infografik \/ spitzenkr\u00e4fte wollen Merkel' width='610' class='media' src='\/img\/leer.gif' \/>            <meta itemprop=\"url\" content=\"http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/2368540657\/1.4700280\/article_multimedia_overview\/hq\/infografik-spitzenkraefte.jpg\" \/><meta itemprop=\"width\" content=\"610\" \/><meta itemprop=\"height\" content=\"344\" \/><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p>Nur je 12 Prozent sehen Merkel nach der Wahl als Chefin eines Regierungsb\u00fcndnisses mit den Gr\u00fcnen und der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/fdp\">FDP<\/a> (Jamaika) oder eines Zweierbunds mit den Gr\u00fcnen. \u201eRot-Rot-Gr\u00fcn halten die F\u00fchrungsspitzen mit 5 Prozent f\u00fcr v\u00f6llig unwahrscheinlich\u201c, sagte die Demoskopin. Eine eindeutige \u201eWunschkoalition\u201c haben die Eliten aber nicht. Am ehesten favorisiert wird Schwarz-Gelb, ein Viertel w\u00fcnscht sich diese Kombination. Dahinter rangieren Schwarz-Gr\u00fcn-Gelb und Schwarz-Gr\u00fcn. Eine Fortsetzung der gro\u00dfen Koalition w\u00fcrden nur 18 Prozent bevorzugen.<\/p>\n<h2>Wirtschaft w\u00fcnscht sich ein Comeback der FDP<\/h2>\n<p>Nach Ansicht der Entscheider hat sich die FDP unter <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/christian-lindner\">Christian Lindner<\/a> stabilisiert und damit gute Chancen, am 24. September wieder in den Bundestag einzuziehen, aus dem sie 2013 herausgeflogen war. Noch vor zwei Jahren sei die FDP \u201eabgeschrieben\u201c gewesen, nun zeigten Erfolge in den Landtagswahlen und die stabil \u00fcber 5 Prozent liegenden Umfragewerte Wirkung, sagte K\u00f6cher.<\/p>\n<p>Vor allem die Wirtschaft m\u00f6chte, dass die FDP im <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/bundestag\">Bundestag<\/a> endlich wieder mitredet. 85 Prozent der Befragten aus den Unternehmen halten das f\u00fcr \u201ewichtig\u201c. Gut die H\u00e4lfte w\u00fcnscht sich sogar eine Regierungsbeteiligung. Gegen Ende der ersten schwarz-gelben Merkel-Regierung 2012 hatte sich nur noch ein Drittel daf\u00fcr ausgesprochen.<\/p>\n<h2>Euro-Krise als vorherrschendes Thema<\/h2>\n<p>K\u00f6cher wies darauf hin, dass sich die Einsch\u00e4tzung auch in Bezug auf eine schwarz-gr\u00fcne Koalition bemerkenswert ge\u00e4ndert habe. Aus Sicht einer gro\u00dfen Mehrheit der Entscheider w\u00e4re diese auf Bundesebene funktionst\u00fcchtig. 74 Prozent sagen, die Unterschiede zwischen den christlichen Parteien und den Gr\u00fcnen spr\u00e4chen nicht mehr dagegen. 2012 hielt die Mehrheit der Entscheider die Unterschiede zwischen den Parteien f\u00fcr zu gro\u00df, um gemeinsam im Bund zu regieren. Den Schwenk f\u00fchrt K\u00f6cher darauf zur\u00fcck, dass mit Hessen und Baden-W\u00fcrttemberg zwei wichtige L\u00e4nder von Union und Gr\u00fcnen relativ reibungslos regiert werden.<\/p>\n<p>Unter den gro\u00dfen Themen, die auf die n\u00e4chste Regierung zukommen, sehen die F\u00fchrungskr\u00e4fte weiterhin die Euro-Krise. Mehr als drei Viertel haben Zweifel an der Stabilit\u00e4t der Eurozone und erwarten, dass die Krise wieder aufflammen wird. Das gr\u00f6\u00dfte Risiko gehe nun mit weitem Abstand von Italien aus, vor einem Jahr f\u00fchrte Frankreich die Spitze an. Das schon verheerende Urteil \u00fcber den Zustand der EU ist seit der letzten Umfrage im Juli noch schlechter geworden. Neun von zehn Befragten sehen die EU immer weiter auseinanderdriften, zwei Drittel zweifeln an der Reformf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/institut-fuer-demoskopie-allensbach\">Institut f\u00fcr Demoskopie Allensbach<\/a> 350 Vorst\u00e4nde oder Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Wirtschaft, 116 politische F\u00fchrungskr\u00e4fte (Parlamentspr\u00e4sidenten, Fraktionschefs, Minister, Staatssekret\u00e4re aus Bund und L\u00e4ndern) und 51 Spitzen von Beh\u00f6rden.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/eliten-wuenschen-sich-weiterhin-angela-merkel-14699279.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/eliten-wuenschen-sich-weiterhin-angela-merkel-14699279.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angela Merkel hat gut lachen. Die Eliten ziehen sie allen potentiellen Herausforderern vor. Nur mit wem soll sie regieren? 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