{"id":45642,"date":"2017-01-11T14:30:34","date_gmt":"2017-01-11T14:30:34","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=45642"},"modified":"2017-01-11T14:30:34","modified_gmt":"2017-01-11T14:30:34","slug":"da-strahlt-selbst-die-tapete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=45642","title":{"rendered":"Da strahlt selbst die Tapete"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Oled-Fernseher 55POS901F mit Ambilight von Philips<\/div>\n<p>Oled-Schirm, Ambilight-Schein und Android-System: Hat Philips das Rezept f\u00fcr den perfekten Fernseher gefunden? Wir haben genau hingeschaut.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es ist nicht alles Gold, was gl\u00e4nzt, schon gar nicht, wenn Fernsehbildschirme ihre Pixel im Spiel haben. Manchmal aber kommt die digitale Illusion dann doch verbl\u00fcffend nah ans wirklich wahre Leben. Wir denken da an eine unserer Referenzszenen aus dem Film \u201eExodus\u201c, in der sich vor finsterem Hintergrund eine R\u00fcstung \u00fcberreichlich mit dem Edelmetall schm\u00fcckt. Nur wirklich gute Bildschirme lassen sie allerdings angemessen eindrucksvoll glitzern. Haben wir mit dem j\u00fcngsten Modell von <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/philips\">Philips<\/a>, einem Kaliber mit 55 Zoll, was ein Diagonalma\u00df von 1,40 Meter bedeutet, ein solches Talent vor uns?<\/p>\n<p>Das Schl\u00fcsselbauteil des kryptisch genannten 55POS901F-Modells macht jedenfalls neugierig: Philips baut hier erstmals einen Ultra-HD-Bildschirm in Oled-Technik ein und folgt damit einem Trend, den auch viele andere Hersteller derzeit pr\u00e4gen: Oled gilt als Rohstoff f\u00fcr Fernsehger\u00e4te der Flaggschiff-Klasse. Entsprechend saftig sind die Preise: rund 3500 Euro kostet der Philips, gut doppelt so viel wie ein vergleichbarer Fernseher in konventioneller LCD-Technik. Oled steht f\u00fcr \u201eorganic light emitting diode\u201c.<\/p>\n<p>Solche Schirme haben bestechende Vorteile: Ihre aus organischen Halbleitern bestehenden Bildp\u00fcnktchen leuchten selbst, LCD-Pixel dagegen werden wie winzige Dias durchleuchtet. Praktisch bedeutet das unter anderem: Die Farben der Oled-Bilder sehen aus jedem Betrachtungswinkel gleich aus, LCD-Bilder dagegen wirken flau, sobald man sie schr\u00e4g von der Seite anschaut. Und Oled-Schirme pr\u00e4sentieren tiefes Schwarz, wenn der Bildinhalt es verlangt: Die Bildp\u00fcnktchen werden dann einfach komplett ausgeschaltet. LCD-Schirme zeigen dagegen oft noch ein Quentchen Restlicht. Oled gilt auch als Synonym f\u00fcr eine besonders breite Farbpalette. Allerdings: Die besten LCD-Exemplare ziehen heute in dieser Disziplin gleich. Und in einer Hinsicht sind sie sogar \u00fcberlegen: Sie erzielen eine h\u00f6here Spitzenhelligkeit.<\/p>\n<h2>Davor sitzt der eigentliche Flachbildschirm<\/h2>\n<p>So weit die Theorie. In der Praxis wirbt Philips noch mit einem weiteren Ausstattungsmerkmal und folgt damit einer lang gepflegten Tradition des Hauses: Ambilight taucht die Umgebung des Fernsehers in buntes Licht, das farblich zur Szenerie auf dem Bildschirm passt. Seitlich und an der Oberkante des Elektronikgeh\u00e4uses montierte LED-Leisten erzeugen diese Wandmalerei. Davor sitzt der eigentliche Flachbildschirm, der kaum dicker geriet als eine Schaufensterscheibe.<\/p>\n<p>Und noch ein weiteres Detail ist wichtig: Wie alle internetf\u00e4higen Philips-Modelle arbeitet auch dieser Apparat mit dem Betriebssystem Android, kann also eine Menge komfortabler Eigenschaften dieser Plattform nutzen, darunter eine Spracherkennungsfunktion und nat\u00fcrlich viele Apps aus Googles Playstore. In der Fernsehwelt hat Android sich allerdings nicht immer nur Freunde gemacht: Mangelnde Anpassung an die TV-Hardware, hakelige Bedienung und andere \u00e4rgerlichkeiten nagten am Image. Der neue Philips arbeitet mit der aktuellen Android-Version 6.01 Marshmallow, und obwohl wir es mit einem Vorserienmodell zu tun hatten, lief alles rund und &#8211; befeuert durch einen Vierkern-Prozessor &#8211; auch recht flott, nennenswerte Bugs sind uns nicht aufgefallen. Dass Googles Android als Staubsauger privater Daten gilt, hat auch nicht gerade zum guten Ruf in der TV-Welt beigetragen, aber man muss sagen: Es ist nicht allzu schwierig, die Kontrolle \u00fcber einschl\u00e4gige Funktionen zu behalten.<\/p>\n<p>In den \u00fcbersichtlich gestalteten Installationsdialogen fragen Klartexte ohne Juristendeutsch zum Beispiel, ob die \u00dcbertragung des Nutzerverhaltens erlaubt sein soll oder nicht, und ein leicht auffindbarer Men\u00fcpunkt listet auf, welche App welche Zugriffrechte auf das eingebaute Mikrofon und andere Schnittstellen zur Privatsph\u00e4re haben, jeweils mit Abschaltoption. Auch HbbTV wird bereits w\u00e4hrend der Installation thematisiert. Diese Technik, die Fernsehausstrahlung und Internetinhalte miteinander verlinkt, \u00fcbermittelt den Sendern anonym Informationen \u00fcber das Zuschauerverhalten- der Philips-Fernseher bietet ausdr\u00fccklich an, die Funktion auszuschalten, und verh\u00e4lt sich so in Sachen Datenschutz korrekter als so manches Konkurrenzmodell.<\/p>\n<p>Zur Unterst\u00fctzung der interaktiven Funktionen tr\u00e4gt eine der beiden mitgelieferten Fernbedienungen eine Tastatur auf der R\u00fcckseite. Vorn sitzt ein kleines Touchpad mit Swipe-Funktion, die Navigation mit Hilfe von Fingergesten unterst\u00fctzt. Das verlangt etwas \u00dcbung, und wer gar nicht damit zurechtkommt, kann Swipe auch \u00fcber eine spezielle Zifferneingabe abschalten. Noch ein paar weitere Details zur Ausstattung: Netflix und andere wichtige Videoquellen sind vorinstalliert, die Amazon Video-App soll demn\u00e4chst folgen- wir mussten sie noch herunterladen. Die Tuner-Ausstattung unterst\u00fctzt alle \u00dcbertragungswege, also auch das neue DVB-T2 HD. Vier HDMI-Eing\u00e4nge stehen zur Verf\u00fcgung, auch schnelle Anschl\u00fcsse, die Ultra-HD-Videos mit 60 Bildern je Sekunde transportieren. F\u00fcr Festplatten und Speichersticks gibt es drei USB-Buchsen.<\/p>\n<p>Und wie steht es nun um die Abbildung der Glitzerr\u00fcstung? Sie sieht auf dem Oled-Schirm wirklich phantastisch aus, gerade auch in ihrer satt leuchtenden, tiefen Kontrastwirkung zum d\u00fcsteren Hintergrund. Hinzu kommt vorbildliche Detailsch\u00e4rfe: Bei unserem Testexemplar war schon eine Funktion abgeschaltet, die im Technikjargon Overscan hei\u00dft. Das ist eine leicht vergr\u00f6\u00dfernde Skalierung, die &#8211; eigentlich \u00fcberfl\u00fcssig &#8211; bei vielen Ger\u00e4ten ohne Not f\u00fcr einen gewissen Sch\u00e4rfeverlust sorgt. Also: F\u00fcr die Bildqualit\u00e4t gibt es eine Bestnote. Der Ton kommt aus der schmalen Schallzeile unter der Mattscheibe nicht ganz so \u00fcppig, aber f\u00fcr Flachbildverh\u00e4ltnisse doch akzeptabel. So macht der neue Philips insgesamt einen souver\u00e4nen Eindruck.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/philips-oled-fernseher-im-test-da-strahlt-selbst-die-tapete-14600696.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/philips-oled-fernseher-im-test-da-strahlt-selbst-die-tapete-14600696.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oled-Fernseher 55POS901F mit Ambilight von Philips Oled-Schirm, Ambilight-Schein und Android-System: Hat Philips das Rezept f\u00fcr den perfekten Fernseher gefunden? 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