{"id":45552,"date":"2016-12-29T15:28:12","date_gmt":"2016-12-29T15:28:12","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=45552"},"modified":"2016-12-29T15:28:12","modified_gmt":"2016-12-29T15:28:12","slug":"abgefischt-von-facebook","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=45552","title":{"rendered":"Abgefischt von Facebook"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Die zweite gro\u00dfe Datenkrake: Facebook<\/div>\n<p>Nicht nur mit Fake News macht Facebook von sich reden. Auch sein Datenhunger wird immer gr\u00f6\u00dfer. Man kann jedoch als Nutzer einiges tun.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Neben Google ist Facebook der zweite gro\u00dfe Datenkrake, der jeden einzelnen Nutzer in einer in der Weltgeschichte bislang nicht erlebten Art und Weise aussp\u00e4ht. Daten werden keineswegs nur erhoben, um Werbung zielgenau anzupassen, wie die Verharmloser immer wieder behaupten. Das Gef\u00e4hrliche besteht darin, dass die erfassten Daten zur\u00fcckwirken. Unser digitaler Zwilling erlaubt nicht allein R\u00fcckschl\u00fcsse \u00fcber unser Denken und F\u00fchlen, \u00fcber politische Entscheidungen und pers\u00f6nliche Pr\u00e4ferenzen, sondern die Daten beeinflussen, mit wem wir in Kontakt treten, wie wir gesehen werden und welche Inhalte wir selbst k\u00fcnftig sehen. Dar\u00fcber ist im Zusammenhang mit der amerikanischen Pr\u00e4sidentenwahl und Fake News ausf\u00fchrlich diskutiert worden. Sogar von den beiden Datenkraken selbst.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend man <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/google\">Google<\/a> mit seinem Quasi-Monopol der Suchmaschine sowie des mobilen Betriebssystems Android und Marktanteilen von mehr als 85 Prozent nicht mehr durch pers\u00f6nliches Verhalten ausweichen kann, gibt es bei Facebook einige Lichtblicke. Niemand muss Facebook nutzen, wenngleich Facebook auch Daten \u00fcber Menschen erhebt, die kein Facebook-Konto haben. Und man kann der Sammelleidenschaft von Facebook gewisse Grenzen setzen.<\/p>\n<p>Der erste und wichtigste Schritt besteht wie immer darin, genau das Gegenteil dessen zu tun, was Facebook und andere einem fortw\u00e4hrend nahelegen: Wo man aufgefordert wird, eigene Konten, Informationen und Dienste mit Facebook zu verkn\u00fcpfen, weil man es dann angeblich leichter hat oder das Ergebnis mehr Sicherheit bringt, sage man konsequent nein. Ein Login mit Facebook: Das h\u00f6rt sich naheliegend an, aber es bedeutet, dass nicht nur der jeweilige Dienst oder die betreffende App s\u00e4mtliche pers\u00f6nlichen Daten aus Facebook abziehen, sondern umgekehrt, dass auch Facebook alles erf\u00e4hrt, was eine Fitness-Armbanduhr oder eine \u00dcberwachungskamera f\u00fcrs Heim an Informationen generiert.<\/p>\n<h2>Daten \u00fcber Nichtmitglieder generieren<\/h2>\n<p>Innerhalb der App und im Facebook-System wertet Facebook die eigenen Aktivit\u00e4ten aus, also selbst eingegebene Informationen wie Status-Updates, geteilte Beitr\u00e4ge und Links und sodann die impliziten Daten: die Inhalte von Fotos mit Hilfe von Bilderkennungsalgorithmen, die von nichtverschl\u00fcsselten Chat-Unterhaltungen, Standort- und Bewegungsinformationen, die gelesenen Nachrichten, die Aktivit\u00e4ten im hauseigenen Newsfeed mitsamt der Frage, welche Beitr\u00e4ge wie lange gelesen wurden und nat\u00fcrlich mit welchem Ger\u00e4t. Mit der IP-Adresse werden Standortdaten jederzeit erhoben, unabh\u00e4ngig davon, ob man den Zugriff auf den Standort in den Berechtigungseinstellungen gew\u00e4hrt hat.<\/p>\n<p>Auf diese Weise wird das eigene Nutzerprofil mit bestimmten Themen verbunden, und die fortw\u00e4hrende N\u00f6tigung, seine Adressb\u00fccher hochzuladen oder die Handynummer anzugeben, soll nicht nur dazu dienen, Verbindungen zu anderen Mitgliedern herzustellen, sondern Daten \u00fcber Nichtmitglieder zu generieren. Auch mit der Markierung Dritter in Fotos werden Informationen \u00fcber Nichtmitglieder gesammelt. Unternehmen, die auf Facebook ihre Werbung zeigen wollen, k\u00f6nnen ihre Kundendatenbanken in Facebook einspeisen, damit diese mit bestehenden Facebook-Profilen abgeglichen werden.<\/p>\n<h2>Dahinter verbirgt sich stets ein Mini-Programm<\/h2>\n<p>Selbst au\u00dferhalb der blauen Welt ist Vorsicht angesagt: Dass der Like-Button auf den meisten Internetseiten keineswegs nur einer harmlosen Bezeugung des Gefallens dient, hat sich herumgesprochen. Tats\u00e4chlich verbirgt sich hinter dem freundlichen Symbol stets ein Mini-Programm, das von Facebook nachgeladen wird und die betreffende Seite, Cookies sowie die Sitzungs-ID der gegebenenfalls bei Facebook angemeldeten Person sendet. Ist der Besucher der Seite nicht bei Facebook angemeldet, wird ein zwei Jahre g\u00fcltiges Cookie gesetzt, das bei jeder weiteren Verbindung nach Amerika geschickt wird. So kann Facebook den Besucher der betreffenden Seite gegebenenfalls sp\u00e4ter einer Person zuordnen, n\u00e4mlich wenn sie sich auf dem Ger\u00e4t anmeldet.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/datenkrake-abgefischt-von-facebook-14590869.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/datenkrake-abgefischt-von-facebook-14590869.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zweite gro\u00dfe Datenkrake: Facebook Nicht nur mit Fake News macht Facebook von sich reden. Auch sein Datenhunger wird immer gr\u00f6\u00dfer. 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