{"id":45488,"date":"2016-11-18T11:28:14","date_gmt":"2016-11-18T11:28:14","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=45488"},"modified":"2016-11-18T11:28:14","modified_gmt":"2016-11-18T11:28:14","slug":"was-donald-mit-ronald-zu-tun-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=45488","title":{"rendered":"Was Donald mit Ronald zu tun hat"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Daumen hoch: Donald Trump hat viel vor f\u00fcr die amerikanische Wirtschaft.<\/div>\n<p>Steuern senken, Schulden machen, Stra\u00dfen bauen: Unter dem Pr\u00e4sidenten Donald Trump wird Finanzpolitik wieder wichtiger. Woher die Idee dahinter kommt. Und wieso sie gerade die ganze Welt betrifft.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die G20 diskutieren nicht l\u00e4nger Wachstum versus Austerit\u00e4t, sondern eher, wie Fiskalpolitik am Besten angewendet werden kann, um unsere Volkswirtschaften zu unterst\u00fctzen, und immer mehr auch, um sicherzustellen, dass Wohlstands-Zuw\u00e4chse des Wachstums breiter geteilt werden.\u201c So sagte das der noch amtierende amerikanische Finanzminister <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/jack-lew\">Jack Lew<\/a> wenige Tage bevor sich die Spitzen der zwanzig gr\u00f6\u00dften Industrie- und Schwellenl\u00e4nder im September in China trafen. Lew scheidet nun bald aus dem Amt.<\/p>\n<p>Dass die Fiskalpolitik k\u00fcnftig dennoch eine viel gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen d\u00fcrfte, ergibt sich zumindest aus den Ank\u00fcndigungen des designierten neuen Pr\u00e4sidenten <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/donald-trump\">Donald Trump<\/a>: Er stellte im Wahlkampf umfangreiche Steuersenkungen, ein enormes Infrastrukturprogramm (inklusive vieler neuer Arbeitspl\u00e4tze) sowie mehr Geld f\u00fcr Milit\u00e4r und Veteranen in Aussicht \u2013 Fachleute kommen in der Summe auf einige Billionen Dollar \u00fcber die kommenden zehn Jahre.<\/p>\n<h2>Die Rolle der Finanzpolitik<\/h2>\n<p>Das Geld muss irgendwoher kommen. Wahrscheinlich ist, falls der Kongress zustimmt, dass eine wesentliche Finanzierung h\u00f6here Haushaltsdefizite sein werden, also mehr Schulden. So interpretieren das derzeit ziemlich offensichtlich die Anleger an den Finanzm\u00e4rkten: Die Aktienkurse steigen, die Anleihekurse fallen, ihre Renditen gehen nach oben.<\/p>\n<p>Die Diskussion dar\u00fcber, welche Rolle die Finanzpolitik spielen und im Gegenzug, was die Notenbanken tun sollten, beschr\u00e4nkt sich dabei keineswegs auf die Vereinigten Staaten. Sie tobt in Europa, Japan und China ganz \u00e4hnlich. Sie dreht sich gegenw\u00e4rtig nach wie vor darum, wie mit der Finanzkrise und ihren Folgen umzugehen sei. Tats\u00e4chlich ist sie allerdings schon viel \u00e4lter.<\/p>\n<h2>F\u00fcr jedes Ziel ein eigenes Mittel<\/h2>\n<p>Um die Denkmuster dahinter zu verstehen, lohnt es, einen herausragenden, der Allgemeinheit wenig bekannten und vor 22 Jahren verstorbenen \u00d6konomen in den Blick zu nehmen. Sein Name lautet: Jan Tinbergen. Er wurde im Jahr 1903 im niederl\u00e4ndischen Den Haag geboren, studierte Physik, wendete sich allerdings schnell der Wirtschaftslehre zu \u2013 weil das in den zwanziger Jahren bessere Aussichten bot, Gutes zu tun, wie einem Nachruf auf ihn zu entnehmen ist.<\/p>\n<p>Tinbergen besch\u00e4ftige sich viel mit \u00d6konometrie, also statistischen Methoden, um das Wirtschaftsgeschehen zu messen, Zusammenh\u00e4nge zu ergr\u00fcnden und Ursache-Wirkungs-Ketten zu errechnen. F\u00fcr seine Leistungen wurde er als erster \u00d6konom \u00fcberhaupt mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet. Das war im Jahre 1969.<\/p>\n<p><span ><span  itemprop=\"image\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/die-rueckkehr-der-finanzpolitik-nach-trumps-wahlsieg-14531012\/jan-tinbergen-nimmt-1969-den-14531296.html\"            title=\"Jan Tinbergen\"><img data-src='http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/2083086502\/1.4531296\/article_multimedia_overview\/jan-tinbergen-nimmt-1969-den.jpg' title='Jan Tinbergen nimmt 1969 den ersten Wirtschaftsnobelpreis entgegen.' data-process-retina='1' height='344' onload='processRetinaDerivate(this)-' alt='Jan Tinbergen' width='610' class='media' src='\/img\/leer.gif' \/>            <meta itemprop=\"url\" content=\"http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/2083086502\/1.4531296\/article_multimedia_overview\/jan-tinbergen-nimmt-1969-den.jpg\" \/><meta itemprop=\"width\" content=\"610\" \/><meta itemprop=\"height\" content=\"344\" \/><\/a><span  itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\"title=\"Jan Tinbergen nimmt 1969 den ersten Wirtschaftsnobelpreis entgegen.\">Jan Tinbergen nimmt 1969 den ersten Wirtschaftsnobelpreis entgegen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Sein f\u00fcr Generationen von Wirtschaftspolitikern und die sie beratenden Fachleute bedeutendster Beitrag war gleichwohl eine Analyse \u00fcber die richtige Wirtschaftspolitik. Die zentrale Aussage lautet ungef\u00e4hr: Um eine bestimmte Zahl wirtschaftspolitischer Ziele zu erreichen, braucht es (mindestens) ebenso viele verschiedene und voneinander unabh\u00e4ngige Instrumente. Wenn also ein Staat das Ziel verfolgt, dass m\u00f6glichst wenige Menschen arbeitslos sind, und zugleich das Ziel, dass das Preisniveau stabil bleibt, braucht er zwei verschiedene Mittel \u2013 f\u00fcr jedes Ziel eines.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/die-rueckkehr-der-finanzpolitik-nach-trumps-wahlsieg-14531012.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/die-rueckkehr-der-finanzpolitik-nach-trumps-wahlsieg-14531012.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daumen hoch: Donald Trump hat viel vor f\u00fcr die amerikanische Wirtschaft. Steuern senken, Schulden machen, Stra\u00dfen bauen: Unter dem Pr\u00e4sidenten Donald Trump wird Finanzpolitik wieder wichtiger. 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