{"id":45309,"date":"2016-12-23T10:49:16","date_gmt":"2016-12-23T10:49:16","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=45309"},"modified":"2016-12-23T10:49:16","modified_gmt":"2016-12-23T10:49:16","slug":"anleger-kaufen-wieder-deutsche-bank-aktien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=45309","title":{"rendered":"Anleger kaufen wieder Deutsche-Bank-Aktien"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Hat einen guten Deal in Amerika f\u00fcr sein Bankhaus ausgehandelt: Deutsche Bank-Chef John Cryan.<\/div>\n<p>Wegen umstrittener Hypothekengesch\u00e4fte in Amerika muss die Deutsche Bank Milliarden zahlen. An der B\u00f6rse wird derweil die schmerzhafte Einigung gefeiert, obwohl die Bank weiterhin gro\u00dfe Baustellen hat.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Deutsche Bank kommt im Streit um dubiose Hypothekengesch\u00e4fte in den Vereinigten Staaten mit einem blauen Auge davon. Das gr\u00f6\u00dfte deutsche Bankinstitut muss zwar tief in die Kassen greifen, aber keineswegs so tief wie noch vor Wochen angenommen.<\/p>\n<p>Der Finanzkonzern zahlt 3,1 Milliarden Dollar (2,96 Milliarden Euro) an Zivilbu\u00dfe. Hinzu kommen, \u00fcber mehrere Jahre gestreckt, 4,1 Milliarden Dollar an finanziellen Erleichterungen f\u00fcr Kreditnehmer in den Vereinigten Staaten. Urspr\u00fcnglich hatte eine Strafe von 14 Milliarden Dollar gedroht. Mitte September hatte das amerikanische Justizministerium mit dieser hohen Forderung Deutsche-Bank-Aktion\u00e4re in h\u00f6chste Alarmstufe versetzt. Die Nachricht l\u00f6ste ein Kursbeben bei der Aktie aus und lie\u00df diese einbrechen.<\/p>\n<h2>Analysten bleiben zur\u00fcckhaltend<\/h2>\n<p>Entsprechend herrscht nach der Einigung nun an der B\u00f6rse Erleichterung. Die Anteilsscheine von Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Geldhaus kletterten zweitweise um 4,39 Prozent auf 18,53 Euro nach oben. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/morgan-stanley\">Morgan Stanley<\/a> hat die Aktien der Deutschen Bank heute in einer neuen Studie auf \u201eEqual-weight&#8220; belassen. Das Kursziel lautet weiterhin 16,50 Euro. Die nun weichende Unsicherheit \u00fcber den Ausgang der Vergleichsverhandlungen sowie die unter den Markterwartungen liegende Zivilbu\u00dfe sollten die Aktien trotz deren hoher Bewertung st\u00fctzen, schrieb Analystin Magdalena Stoklosa. Die NordLB hat derweil das Kursziel von 12,00 auf 17,50 Euro angehoben, die Einstufung aber auf \u201eHalten&#8220; belassen. Die Wahrscheinlichkeit einer zeitnahen Kapitalerh\u00f6hung sei gesunken, schrieb Analyst Michael Seufert.<\/p>\n<p>Die Citigroup hingegen hatte sich vor Tagen in einer Studie zur Aktie der Deutschen Bank skeptisch ge\u00e4u\u00dfert und das Papier nach der j\u00fcngsten Kursrally von \u201eNeutral&#8220; auf \u201eSell&#8220; abgestuft. Analyst Andrew Coombs hatte zwar das Kursziel von 15 auf 17 Euro angehoben. Angesichts eines Kursniveaus von mittlerweile mehr als 18 Euro sei aber eine m\u00f6gliche Kapitalerh\u00f6hung des Finanzkonzerns nun \u00fcberhaupt nicht mehr eingepreist, so der Analyst. Die Aktie erscheine \u00fcberbewertet.<\/p>\n<p><a  href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/kurs\/aktie\/dtbank\/DE0005140008\/xetra\/96929\/\">Zur Detailansicht<\/a><\/p>\n<p>Seit dem Tief unter 10 Euro Ende September haben die Papiere mehr als 80 Prozent zugelegt und bewegen sich \u2013 gemessen an der 200-Tage-Linie \u2013 wieder in einem intakten Aufw\u00e4rtstrend. Damals hatte die urspr\u00fcnglich im Raum stehende Forderung in Amerika in H\u00f6he von 14 Milliarden Dollar bei vielen Aktion\u00e4ren \u00e4ngste hinsichtlich der F\u00e4higkeit der gr\u00f6\u00dften deutschen Bank gesch\u00fcrt, inwieweit die finanziellen Folgen des Streits um die dubiosen Hypothekengesch\u00e4fte gestemmt werden k\u00f6nnen. Denn der Konzern hatte mitgeteilt, rund 5,9 Milliarden Euro f\u00fcr seine Rechtsrisiken zur\u00fcckgelegt zu haben. Zum damaligen Zeitpunkt eindeutig zu wenig. Entsprechend kamen Spekulationen \u00fcber m\u00f6gliche Staatshilfen hoch.<\/p>\n<h2>Die Baustelle Russland ist noch offen<\/h2>\n<p>Das im Dax gelistete Unternehmen gab nun bekannt, dass die ausgehandelte Strafzahlung das Ergebnis im vierten Quartal 2016 mit etwa 1,17 Milliarden Dollar vor Steuern belasten werde. \u201eOb die Erleichterungen f\u00fcr Verbraucher finanzielle Auswirkungen haben, h\u00e4ngt von den endg\u00fcltigen Bedingungen des Vergleichs ab\u201c, hie\u00df es seitens der Bank. Nach heutigem Stand werde daraus kein wesentlicher Einfluss auf das Ergebnis des Gesch\u00e4ftsjahres 2016 erwartet.<\/p>\n<p>Die aktuellen Kursgewinne der Deutsche Bank-Aktie tun dem Unternehmen gut, k\u00f6nnen aber \u00fcber ein Problem nicht hinwegt\u00e4uschen. F\u00fcr die Deutsche Bank sind die Unsicherheiten \u00fcber die Kosten f\u00fcr die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten weiterhin einer der gr\u00f6\u00dften Belastungsfaktoren. Sie warfen den Konzern schon in den vergangenen Jahren immer wieder auf seinem Sanierungskurs zur\u00fcck. Mehr als zw\u00f6lf Milliarden Euro hatte man wegen hoher Strafen zahlen m\u00fcssen. Unter anderem wegen der Beteiligung an den Libor-Zinsmanipulationen oder wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen diverse Handelssanktionen. Aktuell k\u00f6nnte die Bank noch eine m\u00f6gliche Strafe wegen des Verdachts auf Sanktionsverst\u00f6\u00dfe und Geldw\u00e4sche bei Gesch\u00e4ften in Russland erwarten.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/aktionaere-nach-milliarden-einigung-erleichtert-deutsche-bank-aktie-haussiert-14588965.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/aktionaere-nach-milliarden-einigung-erleichtert-deutsche-bank-aktie-haussiert-14588965.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hat einen guten Deal in Amerika f\u00fcr sein Bankhaus ausgehandelt: Deutsche Bank-Chef John Cryan. 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