{"id":45049,"date":"2016-11-29T09:33:47","date_gmt":"2016-11-29T09:33:47","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=45049"},"modified":"2016-11-29T09:33:47","modified_gmt":"2016-11-29T09:33:47","slug":"bedingt-sicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=45049","title":{"rendered":"Bedingt sicher"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Von 99,9 Prozent aller Schadsoftware ins Visier genommen: Android<\/div>\n<p>Das Betriebssystem Android von Google dominiert die Smartphone-Welt. Aber es ist nur schlecht gegen Angriffe von au\u00dfen gesch\u00fctzt. Hilfreiche Tricks gegen den Datenklau.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ein Trauerspiel: Android ist das meistverwendete Smartphone-Betriebssystem mit einem Marktanteil von rund 85 Prozent, und es ist gleichzeitig das unsicherste Smartphone-Betriebssystem, das von 99,9 Prozent aller Schadsoftware ins Visier genommen wird. Wer das in der festen Hand von Google befindliche System nutzt, marschiert also brav mit der Mehrheit, riskiert aber alles. N\u00e4mlich seine Daten. Kein Ger\u00e4t enth\u00e4lt und erfasst mehr private Informationen als das Handy, und es ist oft schlechter gesch\u00fctzt als ein PC.<\/p>\n<p>Die naheliegende sinnvollste Ma\u00dfnahme der Vorbeugung best\u00fcnde darin, kein Android zu nutzen. Die Realit\u00e4t ist jedoch eine andere. Wie kann man sich auf dem Smartphone vor Sch\u00e4dlingen sch\u00fctzen, und wie bemerkt man sie? Zun\u00e4chst sollte man wissen, welche Gefahren drohen. Webbasierte Angriffe nutzen L\u00fccken im Browser sowie dessen tiefe Verzahnung mit dem Betriebssystem aus. Ein Beispiel ist der Metaphor genannte Angriff auf Androiden mit der Stagefright-Schwachstelle, die 95 Prozent aller aktuellen Android-Ger\u00e4te aufweisen. Metaphor verwendet eine manipulierte Video-Datei, die auf einer Internetseite eingebunden ist. Das Video muss nicht einmal gestartet werden, sondern dient nur dazu, den Medienserver zum Absturz zu bringen, um nach einem erzwungenen Neustart mit einer Javascript-Datei das Ger\u00e4t zu kapern.<\/p>\n<h2>Spyware spioniert das Ger\u00e4t und damit den Nutzer aus<\/h2>\n<p>App-basierte Angriffe kommen als Software aufs Ger\u00e4t und werden vom Nutzer als scheinbar vertrauensw\u00fcrdig oder heimlich unter Ausnutzung von Sicherheitsl\u00fccken installiert. Malware ist Schadsoftware schlechthin, sie will Daten stehlen, das Smartphone fernsteuern, es in Bot-Netzen f\u00fcr Hintergrundaufgaben einsetzen oder den Nutzer erpressen. Spyware spioniert das Ger\u00e4t und damit den Nutzer aus. Adware bringt neben ihrer versprochenen Funktionalit\u00e4t weitere Komponenten im unsichtbaren Beiboot mit, etwa die Umleitung auf unseri\u00f6se Angebote, die Einblendung von Reklame oder die Installation von zweifelhaften Tools.<\/p>\n<p>Weitere App-Angriffe sind Trojaner f\u00fcrs Online-Banking oder zum Abfangen und Manipulieren von Transaktionsnummern, Tans. Neuerdings kommen die Crypto-Locker f\u00fcr Android dazu, sie verschl\u00fcsseln das Ger\u00e4t und die Nutzerdaten. Erst nach der Zahlung eines Geldbetrags erh\u00e4lt man ein Kennwort, um sein Smartphone wieder freizuschalten, jedenfalls wird das von den Erpressern versprochen. R\u00fcckl\u00e4ufig sind Sch\u00e4dlinge, die Premium-SMS versenden oder Abo-Dienste abschlie\u00dfen, welche mit der Mobilfunkrechnung bezahlt werden.<\/p>\n<h2>Schon mehr als 80 Millionen Ger\u00e4te infiziert<\/h2>\n<p>Das alles sind keine theoretischen Szenarien. Ein junger Android-Trojaner namens Hummingbad, der sich \u00fcber infizierte Apps und manipulierte Websites verbreitet, soll schon mehr als 80 Millionen Ger\u00e4te infiziert haben, Tendenz steigend. Die Schadsoftware f\u00fchrt vor allem Klicks auf Werbebanner aus. Ob ein Ger\u00e4t infiziert ist, kann man nicht ohne weiteres erkennen, schreibt Heise Security. Doch gibt es einige Ma\u00dfnahmen der Vorbeugung und Gegenwehr, wenngleich sich Hinweise auf die Infektion nicht messerscharf formulieren lassen. Erh\u00f6htes Datenvolumen und zus\u00e4tzlich im Hintergrund laufende Prozesse mit der Folge einer k\u00fcrzeren Akkulaufzeit oder Erw\u00e4rmung des Ger\u00e4ts k\u00f6nnen Indizien f\u00fcr eine Infektion sein.<\/p>\n<p>Viele Werbeeinblendungen, neue Symbole auf dem Home-Bildschirm und h\u00e4ufige Neustarts sind es ebenfalls. Solange die meisten Angriffe mit schadhaften Programmen erfolgen, ist ein Blick auf alle installierten Apps angesagt. Man findet sie in den Einstellungen und pr\u00fcfe bei dieser Gelegenheit gleich, welche Berechtigungen sie sich einr\u00e4umen. Zweifelhafte Kandidaten, die sich nicht l\u00f6schen lassen, k\u00f6nnen zu den Gratis-Beigaben des Smartphone-Herstellers geh\u00f6ren. Das macht die Sache kompliziert, zumal, wenn es sich bei den Geschenken um Crapware handelt, vorinstallierte Nerv-Software, die niemand will. N\u00f6tigenfalls google man jede einzelne fragw\u00fcrdige App. Zugegeben, der Aufwand ist hoch.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/sicherheit-von-android-laesst-zu-wuenschen-uebrig-14546853.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/sicherheit-von-android-laesst-zu-wuenschen-uebrig-14546853.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von 99,9 Prozent aller Schadsoftware ins Visier genommen: Android Das Betriebssystem Android von Google dominiert die Smartphone-Welt. Aber es ist nur schlecht gegen Angriffe von au\u00dfen gesch\u00fctzt. 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