{"id":44746,"date":"2016-11-19T08:42:22","date_gmt":"2016-11-19T08:42:22","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=44746"},"modified":"2016-11-19T08:42:22","modified_gmt":"2016-11-19T08:42:22","slug":"donald-trump-spielt-mit-ford-und-mexiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=44746","title":{"rendered":"Donald Trump spielt mit Ford und Mexiko"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Ein Ford-Truck in Louisville, Kentucky.<\/div>\n<p>Wandert Ford nach Mexiko ab oder nicht? Wie der k\u00fcnftige amerikanische Pr\u00e4sident mit einen Tweet zur Produktion des Herstellers in Kentucky Verwirrung ausl\u00f6st.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Schon seit Wochen sind Manager des amerikanischen Autoherstellers Ford \u00fcber Aussagen von <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/donald-trump\">Donald Trump<\/a> zu m\u00f6glichen neuen Z\u00f6llen wegen Produktions- und Stellenverlagerungen nach Mexiko besorgt. Im Wahlkampf, noch als Kandidat, hatte Trump deshalb schon die Ford-Zentrale in Detroit zu einem Krisengespr\u00e4ch besucht. Doch die Missverst\u00e4ndnisse und Verstimmungen bleiben erhalten &#8211; bis heute. F\u00fcr Ford wie f\u00fcr die gesamte Autoindustrie hat das Thema gravierende Bedeutung, seitdem feststeht, dass Trump kein Kandidat mehr ist, sondern im Januar des kommenden Jahres der 45. Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten werden wird.<\/p>\n<p>Denn Mexiko ist das siebtgr\u00f6\u00dfte Produktionsland der Autobranche auf der ganzen Welt, in der Rangliste steht Mexiko damit sogar noch vor Frankreich und Spanien. Ein Drittel der Autoimporte in die Vereinigten Staaten stammt von dort, allerdings werden die Autos aus Mexiko auch in viele andere L\u00e4nder exportiert. Gr\u00f6\u00dfter Produzent ist Nissan, gefolgt von Volkswagen und General Motors (<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/general-motors\">GM<\/a>). Wie attraktiv das Land als Produktionsstandort f\u00fcr die Autoindustrie ist, zeigt ein Blick in eine Hochrechung der Berater von Roland Berger: Bis 2020 h\u00e4tten die Autokonzerne aus Europa, Asien und den Vereinigten Staaten zusammen dort schon Investitionsprojekte im Volumen von 17 Milliarden Dollar angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p><!-- SHARELINE HOVER Box END --><span style=\"display: block- clear: both-\"><\/span><\/p>\n<p>Am Donnerstag dieser Woche verk\u00fcndete Trump nun auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, Ford habe auf sein Dr\u00e4ngen hin die Verlagerung einer Fabrik aus dem amerikanischen Bundesstaat Kentucky nach Mexiko abgesagt.<\/p>\n<blockquote  data-lang=\"de\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Just got a call from my friend Bill Ford, Chairman of Ford, who advised me that he will be keeping the Lincoln plant in Kentucky &#8211; no Mexico<\/p>\n<p>\u2014 Donald J. Trump (@realDonaldTrump) <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/wahlkampf\">Wahlkampf<\/a> Pl\u00e4ne des Konzerns, einen Teil seiner Produktion nach Mexiko zu verlagern, scharf kritisiert &#8211; und im Fall seiner Wahl mit Einfuhrz\u00f6llen gedroht.<\/p>\n<p>Ford hielt aber auch nach dem Wahlsieg an seiner Produktionsplanung fest und bekr\u00e4ftigte wiederholt, dass die Pl\u00e4ne gar keine Stellen in den Vereinigten Staaten gef\u00e4hrdeten. Es sollten keine Fabriken im Heimatland von Ford geschlossen werden. Die nach Mexiko verlagerte Produktion solle vielmehr durch die Fertigung anderer Modelle ersetzt werden. Trump hatte sich diese Argumente aber nicht zu eigen gemacht &#8211; und behauptete weiterhin, Ford wolle im Zuge seines Mexiko-Engagements in den Vereinigten Staaten Arbeitspl\u00e4tze streichen. Ob der k\u00fcnftige Pr\u00e4sident an seiner Drohung mit Z\u00f6llen trotz des Verbleibs der Produktionslinie in Kentucky festh\u00e4lt, blieb unklar.<\/p>\n<h2>Auch deutsche Hersteller w\u00e4ren von Z\u00f6llen betroffen<\/h2>\n<p>Eine Zollmauer zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko w\u00e4re f\u00fcr die Autoindustrie allerdings weit \u00fcber Ford hinaus eine sehr schlechte Nachricht, und auch deutsche Hersteller w\u00e4ren von einem solchen Schritt erheblich betroffen. Denn Daimler, BMW und Audi investieren Milliarden in neue Fabriken in Mexiko, um Autos dank niedriger L\u00f6hne kosteng\u00fcnstig und ohne Zoll vor allem in die Vereinigten Staaten, aber auch in andere L\u00e4nder zu liefern. \u201eDie Hoffnung ist, dass zwischen Wahlkampf und der Pr\u00e4sidentschaft eine m\u00f6glichst breite Kluft herrscht\u201c, sagt dazu j\u00fcngst Daimler-Chef Dieter Zetsche. Die grunds\u00e4tzliche Schwierigkeit hinter allen Sorgen ist, dass Trump das Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada (Nafta) in Frage stellt &#8211; und Z\u00f6lle von 35 Prozent zum Schutz der heimischen Industrie f\u00fcr eine gute Idee h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Sollte Trump diese Ideen, wenn auch mit dem daf\u00fcr n\u00f6tigen zeitlichen Vorlauf, tats\u00e4chlich umsetzen, w\u00fcrden f\u00fcr die Amerikaner Produkte, die in den entsprechenden L\u00e4ndern hergestellt werden, erheblich teurer. Inwiefern sich das dann in der Folge auf die Nachfrage und sp\u00e4ter vielleicht auch auf Produktionsentscheidungen auswirkt, ist allerdings v\u00f6llig offen. Als sicher gilt hingegen, dass ein solcher Schritt f\u00fcr die Fabriken in Mexiko nicht zwangsl\u00e4ufig das Aus bedeuten w\u00fcrde. Denn Autos lie\u00dfen sich in andere Ziell\u00e4nder umlenken, vor allem nach Asien, ist in der Autobranche f\u00fcr diesen \u201eworst case\u201c zu h\u00f6ren. Erleben m\u00f6chte das allerdings niemand.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/donald-trump-spielt-mit-ford-und-mexiko-14534232.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/donald-trump-spielt-mit-ford-und-mexiko-14534232.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Ford-Truck in Louisville, Kentucky. Wandert Ford nach Mexiko ab oder nicht? Wie der k\u00fcnftige amerikanische Pr\u00e4sident mit einen Tweet zur Produktion des Herstellers in Kentucky Verwirrung ausl\u00f6st.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":44747,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[303,304],"tags":[5351,4860,570,696,1701,1778,274,573],"class_list":["post-44746","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft","category-wirtschaftspolitik","tag-asien","tag-donald-trump","tag-general-motors","tag-kentucky","tag-mexiko","tag-nissan","tag-usa","tag-volkswagen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44746"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44746\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/44747"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44746"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44746"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}