{"id":44690,"date":"2016-11-10T12:42:39","date_gmt":"2016-11-10T12:42:39","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=44690"},"modified":"2016-11-10T12:42:39","modified_gmt":"2016-11-10T12:42:39","slug":"die-esa-will-mehr-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=44690","title":{"rendered":"Die Esa will mehr Geld"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Soll 2020 zu ihrem Jungfernflug starten:  Die neue Tr\u00e4gerrakete Ariane-6.4 (hier mit vier Boostern).<\/div>\n<p>Die europ\u00e4ische Raumfahrtagentur Esa will mehr Geld f\u00fcr ihre k\u00fcnftigen Projekte und Missionen.Werden die 22 Mitgliedstaaten zustimmen, wenn der Ministerrat Anfang Dezember in Luzern tagt?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Rund elf Milliarden Euro ben\u00f6tigt die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/thema\/esa\">europ\u00e4ische Raumfahrtagentur Esa<\/a> in den kommenden Jahren f\u00fcr ihre anstehenden Projekte und Missionen. Das hat Esa-Generaldirektor Jan W\u00f6rner in Paris im Vorfeld der Ministerratskonferenz Anfang Dezember in Luzern bekannt gegeben. Mit den Mitteln, die vor allem die 22 Mitgliedstaaten aufbringen m\u00fcssten, will man unter anderem die Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS \u00fcber das Jahr 2020 hinaus finanzieren, vor allem aber auch den zweiten Teil der ExoMars-Mission auf den Weg bringen.<\/p>\n<p>Weil mit der Summe Programme von unterschiedlicher Dauer finanziert w\u00fcrden, k\u00f6nnte man die elf Milliarden Euro nicht gleichm\u00e4\u00dfig auf einen einheitlichen Zeitraum umrechnen, erkl\u00e4rte W\u00f6rner. Die Pl\u00e4ne entspr\u00e4chen einem j\u00e4hrlichen Budget von etwa 3,5 Milliarden Euro &#8211; hinzu k\u00e4men Gelder von der EU-Kommission. Im vergangenen Jahr belief sich das Esa-Budget auf 4,4 Milliarden Euro.<\/p>\n<h2>Zukunft der ISS und von ExoMars sichern<\/h2>\n<p>Rund 800 Millionen Euro k\u00e4men der europ\u00e4ischen Beteiligung an der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/iss\">ISS<\/a> zugute, die noch bis zum Jahr 2024 um die Erde kreisen und dann ihren Betrieb einstellen soll. Bislang ist das europ\u00e4ische Engagement nur bis 2020 gesichert. In Luzern will die Esa \u00fcber eine Verl\u00e4ngerung um vier Jahre entscheiden. Die Esa wolle bei einem positiven Beschluss ein neues Servicemodul f\u00fcr die Station bauen. W\u00f6rner warb auch f\u00fcr die Fortf\u00fchrung des europ\u00e4isch-russischen Gemeinschaftsprojekts ExoMars, dessen zweite Phase mit dem Start eines Rovers zum Roten Planeten in vier Jahren beginnen soll.<\/p>\n<p><span ><span  itemprop=\"image\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/esa-fordert-mehr-geld-fuer-die-raumfahrt-14517634\/seit-1-juli-2015-14417337.html\"            title=\"Esa-Chef Jan W\u00f6rner\"><img data-src='http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/wissen\/1834952918\/1.4417337\/article_teaser_marginal\/seit-1-juli-2015.jpg' title='Seit 1. Juli 2015 Generaldirektor der Esa: Jan W\u00f6rner' data-process-retina='1' height='163' onload='processRetinaDerivate(this)-' alt='Esa-Chef Jan W\u00f6rner' width='290' class='media' src='\/img\/leer.gif' \/>            <meta itemprop=\"url\" content=\"http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/wissen\/1834952918\/1.4417337\/article_teaser_marginal\/seit-1-juli-2015.jpg\" \/><meta itemprop=\"width\" content=\"290\" \/><meta itemprop=\"height\" content=\"163\" \/><\/a><span  itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\"title=\"Seit 1. Juli 2015 Generaldirektor der Esa: Jan W\u00f6rner\">Seit 1. Juli 2015 Generaldirektor der Esa: Jan W\u00f6rner<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Die ExoMars-Mission hat mit dem Absturz des Landemoduls \u201eSchiaparelli\u201c auf dem Planeten vor zwei Wochen einen D\u00e4mpfer erhalten. Mit Schiaparelli wollte man wichtige Erfahrungen f\u00fcr die geplante Landung des ExoMars-Rovers sammeln. Die jetzt geforderte Summe habe aber nichts mit dem Absturz des Landemoduls zu tun, war auf Nachfrage aus Paris, dem Hauptsitz der Esa, zu erfahren.<\/p>\n<h2>Wie teuer wird ExoMars Teil 2?<\/h2>\n<p>\u201eIch hoffe, wir k\u00f6nnen die Mitgliedstaaten \u00fcberzeugen, dass wir weitermachen\u201c, sagte W\u00f6rner in Paris. Urspr\u00fcnglich sollte der Forschungsroboter bereits in zwei Jahren landen. Durch die Verz\u00f6gerung sind bereits Mehrkosten von sch\u00e4tzungsweise 300 Millionen Euro entstanden, die noch nicht bewilligt worden sind. In Paris wollte W\u00f6rner keinen endg\u00fcltigen Betrag nennen und verwies auf eine laufende \u00dcberpr\u00fcfung. Die Summe soll Ende des Monats feststehen.<\/p>\n<p><span ><span  itemprop=\"image\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/esa-fordert-mehr-geld-fuer-die-raumfahrt-14517634\/der-rover-der-14521764.html\"            title=\"ExoMars-Rover\"><img data-src='http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/wissen\/890999987\/1.4521764\/article_teaser_marginal\/der-rover-der-europaeisch.jpg' title='Der Rover der europ\u00e4isch-russischen ExoMars-Mission soll 2020 auf demRoten Planeten landen.' data-process-retina='1' height='163' onload='processRetinaDerivate(this)-' alt='ExoMars-Rover' width='290' class='media' src='\/img\/leer.gif' \/>            <meta itemprop=\"url\" content=\"http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/wissen\/890999987\/1.4521764\/article_teaser_marginal\/der-rover-der-europaeisch.jpg\" \/><meta itemprop=\"width\" content=\"290\" \/><meta itemprop=\"height\" content=\"163\" \/><\/a><span  itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\"title=\"Der Rover der europ\u00e4isch-russischen ExoMars-Mission soll 2020 auf demRoten Planeten landen.\">Der Rover der europ\u00e4isch-russischen ExoMars-Mission soll 2020 auf demRoten Planeten landen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Besorgt \u00e4u\u00dferte der Esa-Chef sich \u00fcber die Pl\u00e4ne Norwegens, seinen Beitrag zu europ\u00e4ischen Raumfahrtprogrammen zu k\u00fcrzen. Nach Angaben des norwegischen Zentrums f\u00fcr Raumfahrt plant das Land, die Mittel f\u00fcr die freiwilligen Programme der Esa um 75 Prozent zu k\u00fcrzen. \u201eDas macht uns nat\u00fcrlich sehr nerv\u00f6s\u201c, sagte W\u00f6rner.<\/p>\n<h2>Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr Ariane 6<\/h2>\n<p>Die Finanzierung eines Gro\u00dfprojekts der Esa ist seit gestern gesichert. Die europ\u00e4ische Raumfahrtagentur hat das Geld f\u00fcr die Entwicklung der neuen europ\u00e4ischen Tr\u00e4gerrakete Ariane 6 komplett freigegeben. Am Mittwoch (9.11.2016) unterzeichneten Esa und Hersteller Airbus Safran Launchers (ASL) in Paris einen Vertrag, der das Programm best\u00e4tigt und die zweite Finanztranche von 1,7 Milliarden Euro freigibt. Damit stehen bis 2023 insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro \u00f6ffentlicher Mittel f\u00fcr die Entwicklung der Ariane 6 zur Verf\u00fcgung, 680 Millionen Euro waren bereits im vergangenen Jahr von der Mitgliedstaaten der Esa gebilligt worden. 400 Millionen Euro steuern die Industriepartner bei.<\/p>\n<p>Der Nachfolger der Ariane 5 soll pro Kilogramm Fracht bis zu 50 Prozent g\u00fcnstiger sein. Ziel ist es, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Weltraumindustrie gegen\u00fcber neuen Konkurrenten wie dem amerikanischen Unternehmen SpaceX zu sichern. Au\u00dferdem will Europa seinen eigenen Zugang zum All sichern. Der erste Flug der Ariane 6 ist f\u00fcr 2020 angesetzt.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/esa-fordert-mehr-geld-fuer-die-raumfahrt-14517634.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/weltraum\/esa-fordert-mehr-geld-fuer-die-raumfahrt-14517634.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soll 2020 zu ihrem Jungfernflug starten: Die neue Tr\u00e4gerrakete Ariane-6.4 (hier mit vier Boostern). 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