{"id":44505,"date":"2016-10-30T07:57:00","date_gmt":"2016-10-30T07:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=44505"},"modified":"2016-10-30T07:57:00","modified_gmt":"2016-10-30T07:57:00","slug":"doppelt-verbunden-und-einfach-schneller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=44505","title":{"rendered":"Doppelt verbunden und einfach schneller"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Der Speedport-Hybrid-Router<\/div>\n<p>Mit Magenta Zuhause Hybrid beschleunigt die Telekom DSL mit zus\u00e4tzlichem LTE. Beide werden bei Bedarf im Router zu einem Kanal geb\u00fcndelt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dass DSL in Deutschland l\u00e4ngst nicht fl\u00e4chendeckend die Leistung bringt, die zum fl\u00fcssigen Zugriff aufs Internet notwendig ist, ist kein Geheimnis. Nun bringt die Telekom mit Magenta Zuhause Hybrid die Kopplung eines lahmen DSL-Anschlusses mit LTE im Mobilfunk. DSL und LTE werden bei Bedarf im Router zu einem Kanal geb\u00fcndelt. So erfolgt bei der \u00dcbertragung gro\u00dfer Datenmengen \u00fcber das zugeschaltete LTE automatisch der Leistungsschub. Der Vorteil gegen\u00fcber reinen LTE-Funk-Vertr\u00e4gen f\u00fcr daheim liegt darin, dass es keine Volumenbegrenzung gibt, sondern eine Internetflatrate, wie bei DSL-Tarifen \u00fcblich. Beinahe selbstverst\u00e4ndlich beinhaltet der Vertrag auch eine Telefon-Flat ins deutsche Festnetz. Nur muss das LTE der Telekom am Ort verf\u00fcgbar sein, eine weitere Einschr\u00e4nkung.<\/p>\n<p>Wir pr\u00fcften den Internetzugriff im gemischten Doppel mit dem Tarif Magenta Zuhause M Hybrid, der f\u00fcr Downloads bis 50 MBit\/s gut ist und Uploads bis maximal 10 MBit\/s erlaubt und monatlich 40 Euro kostet. Hinzu kommen zehn Euro f\u00fcr die Miete des Routers Speedport Hybrid, der zwingend vorausgesetzt wird.<\/p>\n<p>Viele Faktoren beeinflussen den \u00dcbertragungserfolg: Entscheidend sind die Entfernung und die richtige Ausrichtung der Antenne zum n\u00e4chsten Sendemast. Dar\u00fcber hinaus ist die Auslastung der Funkzelle ein wichtiges Kriterium, da sich alle Teilnehmer die Kapazit\u00e4t teilen. Unbest\u00e4tigt, aber vielfach vermutet ist, dass bei der Verteilung der Leistung Magenta Hybrid erst nach LTE-Handys und reinen LTE-Routern rangiert.<\/p>\n<h2>Gute Ergebnisse zwischen 25 und \u00fcber 50 MBit\/s<\/h2>\n<p>Offensichtlich war in unserer Funkzelle im vergangenen Jahr recht wenig Betrieb, was sich sicherlich nicht verallgemeinern l\u00e4sst, durchaus aber zeigt, wozu die Hybrid-Technik in der Lage ist. So konnten wir beim Hybrid-Betrieb konstant gute Ergebnisse zwischen 25 und teilweise \u00fcber 50 MBit\/s im Download erreichen, w\u00e4hrend unser DSL-Anschluss allein auf lediglich 6 MBit\/s kam. Die besten Ergebnisse konnten wir messen, wenn wir den DSL-Anschluss trennten, wof\u00fcr im Router-Men\u00fc ein Mausklick gen\u00fcgt. Vor allem die Upload-Rate verdreifachte sich in diesem Fall von rund 3 MBit\/s auf oft \u00fcber 9 MBit\/s, was die \u00dcbertragung gro\u00dfer Dateien deutlich beschleunigte. Allerdings kann in dieser Zeit nicht telefoniert werden, da die IP-Telefonie \u00fcber die DSL-Leitung des Routers l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Positiv bemerkbar machte sich bei der Daten\u00fcbertragung die externe Doppelantenne LTE 1800 MIMO von Novero Dabendorf, die wir aufs Dach setzten und an die beiden SMA-Anschl\u00fcsse des Hybrid-Routers anschlossen. Wichtig bei der Wahl der Antenne ist, dass sie dem Frequenzbereich des LTE-Senders entspricht. Der Speedport Hybrid unterst\u00fctzt mit seinem LTE-Modem Frequenzen von 800, 1800 und 2600 MHz. Mit f\u00fcnf Leuchtbalken signalisiert der Router auf dem Geh\u00e4use und im Konfigurationsmen\u00fc die Empfangsst\u00e4rke: Vier Balken waren hier der Maximalwert, den wir erreichten. Die Au\u00dfenantenne im passenden Frequenzbereich erwies sich allerdings bei gleicher Signalst\u00e4rke als deutlich leistungsf\u00e4higer, vor allem wenn die Wahl nicht der automatischen Funktion des Routers \u00fcberlassen, sondern fixiert wurde.<\/p>\n<h2>Nicht auf der H\u00f6he der Zeit ist der einzige USB-Port<\/h2>\n<p>Die Einrichtung des Routers ist unkompliziert. F\u00fcr den LTE-Zugang wird die separat gelieferte Micro-Sim-Karte in den Router-Steckplatz eingelegt und f\u00fcr DSL das beiliegende Kabel in die Netzbuchse eingesteckt. In Betrieb genommen wird der Speedport Hybrid wie bei der DSL-Router-Konfiguration gewohnt durch die Eingabe der Zugangsdaten. Bei der Erstinstallation werden dann auch gleich das integrierte W-Lan (a\/b\/g\/n\/ac mit 2,4 und 5 GHz) eingerichtet und die Telefone (zwei schnurgebundene Apparate und bis zu f\u00fcnf Dect-Mobilger\u00e4te) verbunden. Hierbei k\u00f6nnen die \u00fcblichen Einstellungen vorgenommen werden, wie die Zuordnung von Rufnummern. Einen integrierten Anrufbeantworter vermisst der Fritzbox-verw\u00f6hnte Anwender aber ebenso wie die PC-Faxfunktion. Nicht auf der H\u00f6he der Zeit ist der einzige USB-Port, der nur USB 2.0 bietet und an den eine Festplatte angeschlossen werden kann, die sich als NAS-Dateispeicher oder Medienserver nutzen l\u00e4sst, oder ein Netzwerkdrucker.<\/p>\n<p>Was den Netzzugriff auf Endger\u00e4te, die Zuweisung von Ports und die externe Verbindungsaufnahme \u00fcber dynamisches DNS betrifft, erf\u00fcllte der Router unsere Anspr\u00fcche ebenso wie mit seinen Zeitschaltregeln, die sich auf einzelne Netzger\u00e4te festlegen lassen, und den Filtern, mit denen man Ports, Funktionen und Websites sperren kann. Bedauerlich ist allerdings, dass sich Heimnetz-Ger\u00e4ten im Router keine feste IP-Adresse zuweisen l\u00e4\u00dft. Wer sicherstellen will, dass beispielsweise Netzwerkdrucker sich immer unter der gleichen Adresse ansprechen lassen, sollte ihnen im Ger\u00e4t eine IP zuordnen, die au\u00dferhalb des konfigurierbaren Adressraums des integrierten DHCP-Servers liegt. So vermeidet man \u00dcberschneidungen mit der automatischen Adressvergabe.<\/p>\n<p>Im Endeffekt erweist sich der Speedport Hybrid als durchaus brauchbarer Router, der allerdings manche W\u00fcnsche, nicht aber die Wahl offenl\u00e4sst. Seine F\u00e4higkeit ist das Bonding von DSL und LTE, so dass bei den Hybrid-Tarifen der Telekom f\u00fcr den Endanwender kein Weg an ihm vorbeif\u00fchrt. Auf dem Weg zur fl\u00e4chendeckenden Versorgung ist er h\u00f6chstens eine Nebenstra\u00dfe zum Ziel, auch wenn er uns erm\u00f6glichte, am TV-Ger\u00e4t ruckelfrei die Videos der Fernsehmediatheken zu sehen. Wem es an passabler Internetgeschwindigkeit mangelt, der findet im Tarif und dem Router zumindest eine Variante, ohne Volumenbeschr\u00e4nkung aufs Internet zuzugreifen, vorausgesetzt, LTE ist in ausreichender St\u00e4rke verf\u00fcgbar.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/magenta-zuhause-hybrid-doppelt-verbunden-und-einfach-schneller-14484007.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/magenta-zuhause-hybrid-doppelt-verbunden-und-einfach-schneller-14484007.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Speedport-Hybrid-Router Mit Magenta Zuhause Hybrid beschleunigt die Telekom DSL mit zus\u00e4tzlichem LTE. 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