{"id":44405,"date":"2016-11-02T20:02:00","date_gmt":"2016-11-02T20:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=44405"},"modified":"2016-11-02T20:02:00","modified_gmt":"2016-11-02T20:02:00","slug":"assad-will-bis-mindestens-2021-an-der-macht-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=44405","title":{"rendered":"Assad will bis mindestens 2021 an der Macht bleiben"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Syriens Pr\u00e4sident Baschar al Assad bei einem Interview mit der russischen Presse im Oktober<\/div>\n<p>Der syrische Machthaber ist bereit zum Dialog mit dem Westen &#8211; aber nur zu seinen Bedingungen. Vor allem in einem Punkt wird Assads absurde Logik deutlich.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte Syriens ist zerst\u00f6rt, jeder zweite Syrer ist ein Fl\u00fcchtling, doch Pr\u00e4sident <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/baschar-assad\">Baschar al Assad<\/a> sieht sich als Sieger. Er werde mindestens bis zum Ende seines dritten Mandats im Jahr 2021 im Amt sein, sagte Assad in Damaskus einer Gruppe amerikanischer und britischer Journalisten, unter ihnen die Nahostkorrespondentin der \u201eNew York Times\u201c, die von dem Treffen berichtete. Er sei zu einem Dialog mit der westlichen Welt bereit, sagte er, aber nur zu seinen Bedingungen, fasste die Zeitung Assads Botschaft zusammen.<\/p>\n<p>Den Westen forderte Assad auf, endlich einzugestehen, dass er in Syrien durch die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Rebellen Fehler gemacht habe. Weiter werde jedoch ein Dialog \u201e\u00fcber verschiedene Kan\u00e4le\u201c gef\u00fchrt, selbst mit den Vereinigten Staaten. Au\u00dfenminister Walid Muallim forderte den Westen direkt auf, umzudenken und sich neu auszurichten.<\/p>\n<p><!-- SHARELINE HOVER Box END --><span style=\"display: block- clear: both-\"><\/span><!-- SHARELINE HOVER Box END --><span style=\"display: block- clear: both-\"><\/span><\/p>\n<p>Assad behauptete, f\u00fcr die Vereinigten Staaten sei der einzige Grund gewesen, sich in Syrien zu engagieren, ihn und seine Regierung zu st\u00fcrzen. Daher sei Amerika die treibende Kraft hinter den blutigen Geschehnissen. Amerika unterst\u00fctze selbst den \u201eIslamischen Staat\u201c, schweige aber zu den Kriegsverbrechen seiner Verb\u00fcndeten, kritisierte &#8211; in Verkennung der Wirklichkeit &#8211; Assad, der sich auf die Kriegsverbrechen seiner Verb\u00fcndeten nicht einlie\u00df und auch nicht darauf, dass er ohne deren Unterst\u00fctzung nicht mehr Pr\u00e4sident w\u00e4re.<\/p>\n<h2>Weite Teile der syrischen Gesellschaft unterst\u00fctzen ihn<\/h2>\n<p>Ein Punkt ist ihm indes nicht abzusprechen: Weite Teile der syrischen Gesellschaft unterst\u00fctzen ihn und sehen in ihm den Garanten des s\u00e4kularen syrischen Staats. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Minderheiten &#8211; wie die Alawiten, Drusen, Ismailiten und Christen &#8211; steht aus Angst vor einer radikalen sunnitischen Herrschaft zu ihm, ebenso Teile der b\u00fcrgerlich-sunnitischen Mittelschicht in Damaskus. \u201eSie haben den Wert des Staats sch\u00e4tzen gelernt\u201c, sagte Assad. Allerdings befindet sich dieser Staat im Kriegsmodus, und so gab die Nachrichtenagentur Sana am Mittwoch bekannt, dass die wirtschaftlich relevanten Ministerien und Beh\u00f6rden reorganisiert werden, um die \u201ewirtschaftliche Produktivit\u00e4t\u201c zu verbessern, also den Niedergang aufzufangen.<\/p>\n<p>Wie leere Worth\u00fclsen erschienen seine Ank\u00fcndigungen, in Syrien nach dem Krieg eine \u201eneue \u00e4ra der \u00d6ffnung und des Dialogs\u201c zu beginnen. Schlie\u00dflich war er es, der zu Beginn der Proteste 2011 nicht mit einem Angebot auf die Demonstranten zuging, sondern mit Waffen.<\/p>\n<h2>Keine politischen Gefangenen &#8211; nach Assads Logik<\/h2>\n<p>Nun aber will er die \u201eMentalit\u00e4t der Syrer modernisieren\u201c, k\u00fcndigt er an. Denn eine \u201eschlechte Interpretation des Islams\u201c habe den Krieg befeuert. Damit will er sich im Westen Sympathien verschaffen, er verschleiert aber, dass gerade seine schiitischen Bodentruppen aus dem Libanon und dem Irak mit konfessionellem Eifer f\u00fcr ihn k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><span  itemprop=\"image\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"><span ><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/kriegsfotografie-von-den-strassen-aleppos-14507298.html\" title=\"Von den Stra\u00dfen Aleppos\"><img title='Von den Stra\u00dfen Aleppos' height='163' alt='Von den Stra\u00dfen Aleppos' width='290' class='media' src='http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/2873194402\/1.4488331\/article_teaser_marginal\/ein-am-kopf-verletztes.jpg' \/>            <meta itemprop=\"url\" content=\"http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/2873194402\/1.4488331\/article_teaser_marginal\/ein-am-kopf-verletztes.jpg\" \/><meta itemprop=\"width\" content=\"290\" \/><meta itemprop=\"height\" content=\"163\" \/><\/a><span ><spanitemprop=\"description\">Kriegsfotografie in Syrien: Von den Stra\u00dfen Aleppos<\/span><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/kriegsfotografie-von-den-strassen-aleppos-14507298.html\" ><span >Interaktiv<span > <\/span><\/span><\/a><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Absurd wurde das Gespr\u00e4ch, als Assad die Existenz von politischen Gefangenen leugnete. Seit Kriegsbeginn sind mehr als 60.000 Menschen in den Gef\u00e4ngnissen mutma\u00dflich an den Folgen der Folter gestorben. Wer \u201eTerroristen\u201c helfe, sei kein politischer Gefangener. So Assads Logik.<\/p>\n<p>Unterdessen k\u00fcndigte der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin die Verl\u00e4ngerung der Waffenruhe f\u00fcr Aleppo und eine \u201ehumanit\u00e4re Pause\u201c bis zum 4. November an, sagte ein Pr\u00e4sidialamtssprecher am Mittwoch in Moskau. Russland hatte eine Verl\u00e4ngerung der Waffenruhe davon abh\u00e4ngig gemacht, dass die Rebellen ihre Angriffe einstellen. Die Vereinten Nationen haben jedoch einen Gro\u00dfteil der Mitarbeiter aus ihrem B\u00fcro in Westaleppo abgezogen, da sich die Sicherheitslage auch im vom Regime kontrollierten Westteil der Stadt weiter verschlechtert.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/naher-osten\/assad-will-bis-2021-in-syrien-an-der-macht-bleiben-14509560.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/naher-osten\/assad-will-bis-2021-in-syrien-an-der-macht-bleiben-14509560.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Syriens Pr\u00e4sident Baschar al Assad bei einem Interview mit der russischen Presse im Oktober Der syrische Machthaber ist bereit zum Dialog mit dem Westen &#8211; aber nur zu seinen Bedingungen. 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