{"id":44209,"date":"2016-10-15T12:49:09","date_gmt":"2016-10-15T12:49:09","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=44209"},"modified":"2016-10-15T12:49:09","modified_gmt":"2016-10-15T12:49:09","slug":"hinweise-auf-ruckzug-der-deutschen-bank-aus-amerika-mehren-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=44209","title":{"rendered":"Hinweise auf R\u00fcckzug der Deutschen Bank aus Amerika mehren sich"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Deutsche Bank in Bedr\u00e4ngnis: \u00c4ndert sie ihr Gesch\u00e4ftsmodell in Amerika?<\/div>\n<p>Gibt die Deutsche Bank Teile ihres Amerika-Gesch\u00e4fts auf? Sogar im Aufsichtsrat soll schon dar\u00fcber gesprochen worden sein. Der Schritt k\u00f6nnte Bestandteil eines Deals sein, um die drohende Strafzahlung in Amerika zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Deutsche Bank  erw\u00e4gt Insidern zufolge, sich aus dem Investmentbanking in den Vereinigten Staaten st\u00e4rker zur\u00fcckzuziehen. Die gr\u00f6\u00dfte deutsche Bank rechne gerade durch, ob sich das Gesch\u00e4ft dort &#8211; wie in anderen Auslandsm\u00e4rkten &#8211; unter dem Strich noch lohne, sagten zwei mit den \u00dcberlegungen vertraute Personen am Samstag der Nachrichtenagentur <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/reuters\">Reuters<\/a>.<\/p>\n<p><!-- SHARELINE HOVER Box END --><span style=\"display: block- clear: both-\"><\/span><\/p>\n<p>Denkbar sei etwa, dass das Geldhaus deutsche Unternehmen weiter an den Kapitalm\u00e4rkten in den Vereinigten Staaten begleite, nicht aber amerikanische, erkl\u00e4rte einer von ihnen. Dar\u00fcber sei grunds\u00e4tzlich auch im Aufsichtsrat schon gesprochen worden, entschieden sei aber nichts, sagte ein anderer. <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/reuters\/2016\/10\/15\/business\/15reuters-germany-deutsche-bank-strategy.html?_r=1\">Das Gesch\u00e4ft in den Vereinigten Staaten g\u00e4nzlich aufzugeben, stehe allerdings nicht zur Debatte, hie\u00df es in einem Bericht der \u201eNew York Times\u201c. <\/a>Amerika sei noch immer der wichtigste Markt des Geldhauses. Doch die Aktivit\u00e4ten dort herunterzufahren gelte als eine m\u00f6gliche Option.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/bankenskandal-deutscher-bank-drohen-einschnitte-im-amerika-geschaeft-14482301.html\">Kurz zuvor hatte die Zeitung \u201eWelt am Sonntag\u201c vorab berichtet, dass ein R\u00fcckzug aus Teilen ihres hochspekulativen Investmentbanking-Gesch\u00e4fts in Amerika Teil eines m\u00f6glichen Deals der Deutschen Bank mit dem amerikanischen Justizministerium sei.<\/a> Mit dem Ministerium verhandelt die Bank gerade \u00fcber eine Milliarden-Strafzahlung und versucht diese in der H\u00f6he erheblich zu dr\u00fccken. Eine Kombination aus Geldstrafe und \u00e4nderungen im Gesch\u00e4ftsmodell sei in solchen F\u00e4llen in den Vereinigten Staaten durchaus \u00fcblich, so berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Insider.<\/p>\n<h2>14 Milliarden Dollar Geldstrafe gefordert<\/h2>\n<p>Derzeit verhandelt die Bank im Streit um den Verkauf fauler Hypothekenpapiere (RMBS) mit den amerikanischen Beh\u00f6rden \u00fcber eine Forderung von 14 Milliarden Dollar Geldstrafe (12,5 Milliarden Euro). Die Deutsche Bank strebt Finanzkreisen zufolge eine Einigung noch vor der Pr\u00e4sidentenwahl am 8. November an. Bisher hat sie laut Insidersch\u00e4tzungen rund 3,5 Milliarden Euro f\u00fcr diese Strafzahlung zur\u00fcckgestellt, insgesamt sind es 5,5  Milliarden Euro. Die deutlich h\u00f6here Forderung aus den Vereinigten Staaten hatte die Anleger alarmiert. Sie f\u00fcrchteten, dass die Deutsche Bank frisches Kapital br\u00e4uchte, wenn die Strafen hoch ausfallen sollten.<\/p>\n<p>Wenn die \u00dcberlegungen f\u00fcr einen Teilr\u00fcckzug aus Amerika konkreter w\u00fcrden, w\u00e4re das eine radikale Abkehr von den Ambitionen, die die Deutsche Bank einst mit dem Einstieg ins globale Kapitalmarktgesch\u00e4ft mit der \u00dcbernahme von Bankers Trust verbunden hatte. Sie wollte stets im Konzert der gro\u00dfen amerikanischen Investmentbanken wie JP Morgan und Goldman Sachs mitspielen, die mehr denn je das Gesch\u00e4ft dominieren. Doch seit den Reformen nach der Finanzkrise m\u00fcssen Banken f\u00fcr riskante Gesch\u00e4fte deutlich mehr Kapital zur\u00fccklegen, was das Gesch\u00e4ft weniger lukrativ macht.<\/p>\n<h2>Regierungsvertreter: Staatshilfe \u201eundenkbar\u201c<\/h2>\n<p>Nach einem Bericht des \u201eWall Street Journal\u201c k\u00f6nnte die Deutsche Bank bei einer Kapitalerh\u00f6hung nicht auf die Unterst\u00fctzung der Bundesregierung z\u00e4hlen. Ein Regierungsvertreter habe vergangene Woche gegen\u00fcber Abgeordneten erkl\u00e4rt, dass der Staat sich daran nicht beteiligen werde, berichtete die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf einen Teilnehmer des Treffens. \u201eDie Regeln f\u00fcr die Bankenabwicklung haben sich seit 2009 ge\u00e4ndert\u201c, und daran m\u00fcsse sich auch Deutschland halten, habe der Regierungsvertreter gesagt. Es sei \u201eundenkbar\u201c, dass der Staat sich wie 2009 bei der Commerzbank an der Deutschen Bank beteilige. Die Bank und das Bundesfinanzministerium wollten das nicht kommentieren.<\/p>\n<p>Offiziell hat die Regierung wiederholt erkl\u00e4rt, Staatshilfe f\u00fcr die Deutsche Bank sei kein Thema. Insider berichten, hinter den Kulissen mache sie sich aber Gedanken \u00fcber die Zukunft von Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Geldhaus. Es g\u00e4be eine M\u00f6glichkeit, den Staat schon vor einer drohenden Pleite ins Boot zu holen: Die Regierung kann bei einer gesunden Bank einsteigen, wenn auch private Investoren mitmachen und der Staat den Anteil zu markt\u00fcblichen Konditionen kauft. \u00dcberpr\u00fcfen w\u00fcrde das die EU-Kommission nach den Beihilferegeln. St\u00fcnde eine Bank tats\u00e4chlich vor der Pleite, k\u00e4me der \u201eeinheitliche Abwicklungsmechanismus&#8220; in Gang. Dann m\u00fcsste das Haus zun\u00e4chst die Anteilseigner und Gl\u00e4ubiger zur Kasse bitten.<\/p>\n<p>Die Bank versucht jedenfalls schon jetzt an vielen Enden zu sparen. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-verhaengt-offenbar-einstellungsstopp-14479371.html\">Am Donnerstag machten Ger\u00fcchte \u00fcber einen globalen Einstellungsstopp des Hauses die Runde. <\/a>Bis auf Weiteres d\u00fcrften ab sofort keine Besch\u00e4ftigten von au\u00dferhalb angeworben werden, hie\u00df es am Donnerstag in Finanzkreisen. Ausnahme sei die Compliance-Abteilung &#8211; hier d\u00fcrfen weiter Mitarbeiter angeheuert werden, damit die Bank lernt, Regeln zu befolgen und interne Kontrollen zu etablieren.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/gibt-die-deutsche-bank-teile-ihres-us-geschaefts-auf-14482543.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/gibt-die-deutsche-bank-teile-ihres-us-geschaefts-auf-14482543.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche Bank in Bedr\u00e4ngnis: \u00c4ndert sie ihr Gesch\u00e4ftsmodell in Amerika? Gibt die Deutsche Bank Teile ihres Amerika-Gesch\u00e4fts auf? Sogar im Aufsichtsrat soll schon dar\u00fcber gesprochen worden sein. 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