{"id":43947,"date":"2016-09-14T13:07:19","date_gmt":"2016-09-14T13:07:19","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=43947"},"modified":"2016-09-14T13:07:19","modified_gmt":"2016-09-14T13:07:19","slug":"amazon-will-nur-noch-mit-uns-reden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=43947","title":{"rendered":"Amazon will nur noch mit uns reden"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Der kleine Zylinder hat auch sieben Mikrofone unter dem Deckel eingebaut.<\/div>\n<p>Amazon hat seinen Lautsprecher Echo f\u00fcr Deutschland vorgestellt. Er soll zur Kommunikationszentrale im Wohnzimmer werden. Wer mit Alexa redet, soll Musik h\u00f6ren, Produkte bestellen oder Informationen abrufen. Ist das die Ger\u00e4tegattung der Zukunft?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Alexa hat jetzt deutsch gelernt. Diese Nachricht k\u00f6nnte weitreichende Folgen f\u00fcr die Kommunikation in Deutschlands Wohnzimmer haben. Denn <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/amazon\">Amazon<\/a> hat an diesem Mittwoch den Lautsprecher Echo vorgestellt, den es nun in Deutschland f\u00fcr 180 Euro geben wird. Prime-Kunden zahlen an den ersten beiden Tagen 50 Euro weniger.<\/p>\n<p>Echo ist zun\u00e4chst ein runder, etwa 23,5 Zentimeter gro\u00dfer Lautsprecher, der einen 360-Grad-Sound erzeugt, so dass er auf dem Wohnzimmertisch platziert werden kann. Weil es von <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/thema\/samsung-electronics\">Samsung<\/a>, Sony und anderen Unternehmen \u00e4hnliche Lautsprecher gibt, w\u00e4re Echo die Nachricht nicht wert. Der eigentliche Clou ist ein anderer.<\/p>\n<h2>Sieben Mikrofone h\u00f6ren zu<\/h2>\n<p>Der kleine Zylinder hat auch sieben Mikrofone unter dem Deckel eingebaut. Er kann also auch Ger\u00e4usche erkennen. Insbesondere die Stimme, also mittlere Frequenzen, sind f\u00fcr Echo interessant. Damit der Zylinder versteht, was gesprochen wird, hat er eine Assistentin namens Alexa. Sie \u00fcbernimmt die Kommunikation mit dem Besitzer. Man k\u00f6nnte sie abwertend auch als Spracherkennungssoftware bezeichnen.<\/p>\n<p>Alexa ist wohlerzogen und spricht nur, wenn sie gefragt wird. Um zu wissen, wann sie angesprochen wird, h\u00f6rt sie &#8211; wie manche Kritiker schon vor zwei Jahren bef\u00fcrchteten &#8211; nicht die ganze Zeit zu. Sie wird erst aktiv, wenn sie mit \u201eAlexa\u201c angesprochen wird. Erst dann wird eine Verbindung zu den Servern hergestellt und werden Daten transferiert.<\/p>\n<h2>Alexa lernt gerne<\/h2>\n<p>Je schlauer Alexa ist, desto mehr Spa\u00df macht der Umgang mit Echo. Deshalb lernt sie t\u00e4glich dazu, indem sie das Gesprochene auswertet, sowohl phonologisch als auch semantisch. Nat\u00fcrlich lernt sie auch die Vorlieben des Besitzers kennen, ihm wird nach alter Amazontradition empfohlen, was er m\u00f6gen k\u00f6nnte. Entscheidend dabei ist der Kontext. Die Software ber\u00fccksichtigt den Aufenthaltsort des Sprechers, weil die Worte eine andere Bedeutung haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Je mehr Alexa mit Informationen gef\u00fcttert wird, desto ungenauer d\u00fcrfen die Fragen sein und desto spezifischer sind die Antworten. \u201eWie ist das Wetter morgen?\u201c l\u00e4sst sich treffsicher beantworten, wenn Echo den Standort und das Datum erfasst hat. \u201eWelche Termine habe ich heute?\u201c setzt voraus, dass Echo den Kalender (zum Beispiel den von <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/google\">Google<\/a>) kennt. \u201eSpiel mir die Playlist von gestern\u201c klappt nur, wenn Echo sich gemerkt hat, welche Musik gestern lief.<\/p>\n<h2>Je mehr Daten desto besser<\/h2>\n<p>Was einigen datensensiblen Menschen Angstschwei\u00df verursachen d\u00fcrfte, wird Intensivnutzer freuen: Mit der aufgenommenen und ausgewerteten Datenmenge steigt das Potenzial von Echo. Google macht es schon seit Jahren vor mit seiner Anwendung \u201eNow\u201c: Das Smartphone gibt eigenst\u00e4ndig Hinweise \u00fcber Ereignisse in der Zukunft und schl\u00e4gt dem Nutzer vor, entsprechend zu handeln. Das wird Alex auch tun wollen.<\/p>\n<p><span  itemprop=\"image\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"><span ><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/lautsprecher-amazon-echo-ausprobiert-14433369\/echo-kann-geraeusche-erkennen-14435199.html\" title=\"42358737\"><img title='42358737' height='163' alt='42358737' width='290' class='media' src='http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/855284360\/1.4435199\/article_teaser_marginal\/echo-kann-geraeusche-erkennen.jpg' \/>            <meta itemprop=\"url\" content=\"http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/855284360\/1.4435199\/article_teaser_marginal\/echo-kann-geraeusche-erkennen.jpg\" \/><meta itemprop=\"width\" content=\"290\" \/><meta itemprop=\"height\" content=\"163\" \/><\/a><span ><span  itemprop=\"description\"title=\"Echo kann Ger\u00e4usche erkennen, man kann ihm Stimmbefehle geben.\">Echo kann Ger\u00e4usche erkennen, man kann ihm Stimmbefehle geben.<\/span><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/lautsprecher-amazon-echo-ausprobiert-14433369\/echo-kann-geraeusche-erkennen-14435199.html\"onclick=\"openArticleTab('images', 1, 'article')-return false-\"><span >Bilderstrecke<span > <\/span><\/span><\/a><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Technisch gesehen ist Echo als Lautsprecher zun\u00e4chst keine Sensation. 360-Grad-Lautsprecher gibt es bereits einige, die Anbindung per W-Lan ist trivial, ebenso die adhoc-Verbindung mit den Amazon-Servern, wenn Alexa wach wird. Das kann Google mit seinen Smartphones schon lange.<\/p>\n<h2>Nur die Stimme z\u00e4hlt<\/h2>\n<p>Anspruchsvoll ist das Filtern der Stimme in einem gro\u00dfen Raum mit m\u00f6glichen Hintergrundger\u00e4uschen. Dass Amazon Spracherkennung ausgezeichnet kann, zeigt das Unternehmen bei seiner Streaming-Box Fire TV, bei der man mit der Fernbedienung per Sprache Titel suchen kann, was sehr gut funktioniert.<\/p>\n<p>Echo hat die Schwierigkeit, dass der Nutzer nicht direkt in eines der sieben Mikrofone hinein spricht, sondern von irgendwo im Raum seine Anfrage stellt. Zudem l\u00e4uft m\u00f6glicherweise im Hintergrund Musik, oder die Kinder schreien. Echo muss die Stimme aus allen anderen Frequenzen herausfiltern, erst dann kann Alexa \u00fcberhaupt etwas verstehen. Der Server kann nur gereinigte Spracheingaben gebrauchen. Was f\u00fcr den Mensch kein Problem ist, ist f\u00fcr ein Algorithmus eine anspruchsvolle Aufgabe. Bei der Vorstellung von Echo in London konnte Amazon \u00fcberzeugend zeigen, dass es zu keinem Zeitpunkt ein sprachliches Missverst\u00e4ndnis gab.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/lautsprecher-amazon-echo-ausprobiert-14433369.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/lautsprecher-amazon-echo-ausprobiert-14433369.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der kleine Zylinder hat auch sieben Mikrofone unter dem Deckel eingebaut. Amazon hat seinen Lautsprecher Echo f\u00fcr Deutschland vorgestellt. Er soll zur Kommunikationszentrale im Wohnzimmer werden. Wer mit Alexa redet, soll Musik h\u00f6ren, Produkte bestellen oder Informationen abrufen. 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