{"id":43794,"date":"2016-09-16T12:24:55","date_gmt":"2016-09-16T12:24:55","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=43794"},"modified":"2016-09-16T12:24:55","modified_gmt":"2016-09-16T12:24:55","slug":"so-viel-mussten-banken-schon-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=43794","title":{"rendered":"So viel mussten Banken schon zahlen"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Der Deutschen Bank droht eine Milliardenstrafe.<\/div>\n<p>Der Deutschen Bank droht in Amerika eine Milliardenstrafe. Es w\u00e4re nicht die erste schmerzhafte Geldbu\u00dfe f\u00fcr das Geldhaus in der j\u00fcngsten Vergangenheit. Und sie ist in guter Gesellschaft.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die j\u00fcngste Milliardenstrafe, die der Deutschen Bank in Amerika droht, macht einmal wieder deutlich, wie schmerzhaft die so genannten Rechtsrisiken die Geldh\u00e4user bisweilen treffen k\u00f6nnen. Die Summe liest sich gewaltig: Seit der Finanzkrise haben die Banken in Amerika und Westeuropa rund 260 Milliarden Dollar an Strafen und Rechtskosten gezahlt, ergab eine Auswertung der Ratingagentur <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/morgan-stanley\">Morgan Stanley<\/a> im August 2015. Das entspricht etwa dem Export\u00fcberschuss, den das Ifo-Insitut China f\u00fcr 2016 prognostiziert. Die Summe d\u00fcrfte noch weiter ansteigen &#8211; und auch die Deutsche Bank d\u00fcrfte einen ordentlichen Teil dazu beitragen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/john-cryan\">John Cryan<\/a> mehrfach ausgeschlossen. Die Strafe ist freilich nicht spruchreif, sondern nur ein erster \u201eVergleichsvorschlag\u201c, wie die Deutsche Bank mitteilte. Sie geht man davon aus, die Strafe noch deutlich dr\u00fccken zu k\u00f6nnen: \u201eDie Deutsche Bank erwartet ein Verhandlungsergebnis, das im Bereich ihrer Wettbewerber liegt, die sich mit dem amerikanischen Justizministerium schon auf deutlich niedrigere Betr\u00e4ge geeinigt haben.\u201c<\/p>\n<h2>Auch die Royal Bank of Scotland im Visier<\/h2>\n<p>Viele Gro\u00dfbanken hatten in Amerika bis 2007 unz\u00e4hlige Immobilienkredite vergeben, selbst wenn die Kreditnehmer offensichtlich \u00fcberhaupt nicht kreditw\u00fcrdig waren. Beide Seiten vertrauten auf stetig steigende Immobilienpreise. Die Banken reichten obendrein die Risiken an Investoren weiter, indem sie die Darlehen b\u00fcndelten und in Form von Wertpapieren weiterverkauften. Als die Immobilienpreise dann allerdings einbrachen, gerieten viele Investoren unter enormen Druck.<\/p>\n<p>F\u00fcr dieses Gebaren, das die globale Finanzkrise mitverursachte, sind schon viele Geldh\u00e4user zu empfindlichen Strafzahlungen verpflichtet worden. J\u00fcngstes Beispiel ist Goldman Sachs. Erst zu Beginn dieses Jahres einigte sich die sich die amerikanische Gro\u00dfbank mit dem Justizministerium auf ein Bu\u00dfgeld in H\u00f6he von 5,1 Milliarden Dollar.<\/p>\n<p>Auch die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/rbs\">Royal Bank of Scotland<\/a> ist wegen dubioser Hypotheken-Deals vor der Finanzkrise im Visier der amerikanischen Justiz. Etwa vier Milliarden Dollar sind vorsorglich schon zur\u00fcckgelegt. Die bislang h\u00f6chste Strafe als Folge der Immobiliengesch\u00e4fte vor der Finanzkrise wurde 2014 der Bank of America aufgebrummt. 16,65 Milliarden Dollar musste das Geldhaus zahlen. JP Morgan rangiert mit 13 Milliarden Dollar auf dem unr\u00fchmlichen zweiten Platz.<\/p>\n<h2>2,5 Milliarden Dollar f\u00fcr Libor-Manipulation<\/h2>\n<p>Geh\u00f6rig zur Kasse gebeten wurden die Banken in den vergangenen Jahren aber auch unabh\u00e4ngig von den Immobiliengesch\u00e4ften vor der Finanzkrise. Die Deutsche Bank etwa hat ihre bislang h\u00f6chste Strafe im Fr\u00fchjahr 2015 berappen m\u00fcssen. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/anleihen-zinsen\/libor-skandal-so-manipulieren-die-banken-den-libor-zins-12650985.html\">Anlass war die Manipulation des Libor (der Zinssatz zu dem sich Gro\u00dfbanken untereinander Geld leihen k\u00f6nnen)<\/a>. 2,5 Milliarden Dollar kostete das Fehlverhalten einiger H\u00e4ndler die Bank damals nach der Einigung mit den Beh\u00f6rden in Amerika und Gro\u00dfbritannien.<\/p>\n<p>Ende 2013 hatte schon die EU-Kommission Strafzahlungen im Zuge der Manipulaitonen verh\u00e4ngt. Rund 725 Millionen Euro waren damals f\u00fcr die Deutsche Bank f\u00e4llig. Die franz\u00f6sische <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/thema\/societe_generale\/\" title=\"Soci\u00e9t\u00e9 G\u00e9n\u00e9rale\">Soci\u00e9t\u00e9 G\u00e9n\u00e9rale<\/a> bekam knapp 446 Millionen Euro aufgebrummt, die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/thema\/royal_bank_of_scotland\/\" title=\"Royal Bank of Scotland\">Royal Bank of Scotland<\/a> 391 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Ebenfalls eine empfindliche Strafe musste in der j\u00fcngsten Vergangenheit auch die Commerzbank zahlen: 1,45 Milliarden Dollar kosteten die Bank Geldw\u00e4sche und Verst\u00f6\u00dfe gegen die Iran-Sanktionen Anfang 2015, nachdem die Bank lange mit der Finanzaufsicht in New York verhandelt hatte. Die Credit Suisse wurde 2012 wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung von den amerikanischen Beh\u00f6rden gar zur Zahlung von 2,6 Milliarden Dollar verdonnert.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/der-deutschen-bank-droht-in-amerika-eine-milliardenstrafe-14438296.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/der-deutschen-bank-droht-in-amerika-eine-milliardenstrafe-14438296.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Deutschen Bank droht eine Milliardenstrafe. Der Deutschen Bank droht in Amerika eine Milliardenstrafe. Es w\u00e4re nicht die erste schmerzhafte Geldbu\u00dfe f\u00fcr das Geldhaus in der j\u00fcngsten Vergangenheit. 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