{"id":43293,"date":"2016-08-22T07:21:48","date_gmt":"2016-08-22T07:21:48","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=43293"},"modified":"2016-08-22T07:21:48","modified_gmt":"2016-08-22T07:21:48","slug":"google-soll-sicher-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=43293","title":{"rendered":"Google soll sicher werden"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Das Blackberry Dtek 50 ist das zweite Smartphone der Marke, das mit dem Betriebssystem von Android l\u00e4uft.<\/div>\n<p>Das hauseigene Betriebssystem von Blackberry wird durch Android ersetzt. Mit dem Dtek 50 kommt das zweite Blackberry mit Googles Betriebssystem.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Smartphone-Hersteller Blackberry fokussiert sich auf die Software &#8211; die Hardware wird zweitrangig. Das hauseigene Betriebssystem Blackberry 10 war kein Erfolg, es wird langfristig durch Googles Android ersetzt. Das h\u00f6rt sich nach einer Geschichte des Niedergangs an. Doch Blackberry strotzt vor Selbstbewusstsein. Die Kanadier wollen die als unsicher geltende Google-Plattform auf ein Sicherheitsniveau heben, f\u00fcr das der Name Blackberry geradezu ein Synonym ist. Nun wird es interessant, zumal Details kommuniziert werden und der erste Blackberry mit Android namens Priv erg\u00e4nzt wird durch ein zweites Modell, den Dtek 50.<\/p>\n<p>\u201eBlackberry f\u00fcr Android bedeute Sicherheit auf drei S\u00e4ulen\u201c, sagt der deutsche Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus J\u00fcrgen M\u00fcller. Android wird kryptographisch in der Hardware verankert, so dass sich die Ger\u00e4te weder rooten lassen (der Benutzer erh\u00e4lt Administrator-Rechte und damit vollst\u00e4ndige Kontrolle), noch mit anderen Android-Versionen oder Bootloadern bespielt werden k\u00f6nnen. Jedes einzelne Ger\u00e4t hat einen individuellen privaten Schl\u00fcssel, mit dem w\u00e4hrend des Hochfahrens gepr\u00fcft wird, ob das System kompromittiert wurde. Es wird auch nur der von Blackberry signierte mehrstufige Bootloader geladen.<\/p>\n<p>Zweitens sollen bisher nicht bekannte Schwachstellen von Android ihren Schrecken dadurch verlieren, dass sie sich von Schadsoftware schlechter ausnutzen lassen. Blackberry Android f\u00fchrt nur vom Hersteller signierte Systemprogramme aus und nutzt eine Speicherverw\u00fcrfelung, um das Injizieren von fremdem Code zu erschweren. Bekannte Einsprungadressen funktionieren also mit Blackberry Android nicht. Drittens werden Updates und Sicherheits-Patches fr\u00fcher als bei der Konkurrenz ausgeliefert, dies kann jeder Priv-Besitzer seit dem Herbst vergangenen Jahres unmittelbar best\u00e4tigen.<\/p>\n<h2>Android-Blackberry so sicher wie hauseigenes Betriebssystem<\/h2>\n<p>Ein Blackberry mit Android soll mittlerweile fast so sicher sein wie mit dem hauseigenen Betriebssystem, und wir haben jetzt den Dtek 50 einige Zeit erprobt. Das Ger\u00e4t f\u00fcr 340 Euro ist ein unspektakul\u00e4res Modell der Mittelklasse mit einem Full-HD-Display \u00fcber einer Diagonale von 5,2 Zoll, das sind 13,2 Zentimeter. Der Dtek 50 hat einen Achtkernprozessor und drei Gigabyte RAM sowie 16 Gigabyte Speicher, erweiterbar mit Micro-SD-Karten. Die Kamera l\u00f6st mit 13 Megapixeln auf, die Frontkamera f\u00fcr Selfies bringt es auf 8 Megapixel und hat eine starke Weitwinkeloptik. Die Fotoqualit\u00e4t ist gut, auch bei wenig Umgebungslicht.<\/p>\n<p>Der fest eingebaute Akku bringt einen locker \u00fcber den Tag, mit Quick Charge ist er flink geladen. Anmutung und Verarbeitungsqualit\u00e4t gefallen. Dank geriffelter R\u00fcckseite fasst sich das Ger\u00e4t gut an und liegt rutschfest selbst auf glatter Unterlage. Bezeichnenderweise fehlt ein Blackberry-Schriftzug auf dem Smartphone. Das Android-Betriebssystem 6.0.1 hat der Hersteller nur leicht modifiziert, wof\u00fcr man dankbar sein kann. Im Unterschied zum Priv und \u00e4lteren Blackberrys fehlt das Picture Password als Bildschirmsperre, die einem Dritten selbst dann unzug\u00e4nglich bleibt, wenn er bei der Entsperrung zusieht. Vermisst haben wir ferner einen Fingerabdruck-Scanner mit Biometrie. In dieser Preisklasse sollte er dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Der Name Dtek leitet sich ab von einer App, die hier wie auf dem Priv wichtige Hinweise zum Sicherheitsstatus und zur Integrit\u00e4t des Ger\u00e4ts gibt. Zudem erlaubt sie es, Zugriffsrechte, die sich einzelne Apps eingeholt haben, zu pr\u00fcfen &#8211; und wieder zu entziehen. Diese Funktionalit\u00e4t bietet Android 6 ohnehin, nur gelangt man hier gleich zu weiteren Details und in die entsprechenden Men\u00fcs.<\/p>\n<h2>Nachrichten und Ereignisse in einheitlicher Darstellung<\/h2>\n<p>Ferner ist nat\u00fcrlich der Blackberry-Hub an Bord, der aus der alten Betriebssystem-Welt kommt und ein starkes Kaufargument ist. Er b\u00fcndelt alle Nachrichten und Ereignisse in einer einheitlichen Darstellung, und die Inhalte sind nicht nur E-Mails oder Anrufe, sondern auch Twitter-, Facebook- oder Whatsapp-Neuheiten. Die aus unterschiedlichen Quellen zusammengef\u00fchrten Daten lassen sich durchsuchen und nach verschiedenen Kriterien filtern. Wichtiges kann man \u00fcbergreifend markieren, und mit einer einzigen Wischbewegung landet man vom Hub aus in einer Liste der bevorstehenden Termine des Kalenders. Auch dessen App ist ganz auf den gesch\u00e4ftlichen Vielnutzer zugeschnitten und hat etliche raffinierte Details, etwa die Anzeige freier und belegter Zeiten. Zwar arbeitet der Hub nur als App und nicht wie in den alten Blackberrys als Systemfunktion, aber nach kurzer Gew\u00f6hnungszeit m\u00f6chte man darauf nicht mehr verzichten. Es reicht dann \u00fcbrigens aus, E-Mail-Konten im Blackberry-Hub einzurichten, das neugierige Gmail von Google bleibt au\u00dfen vor.<\/p>\n<p>Den Blackberry-Hub gibt es zudem seit Anfang August als App f\u00fcr alle anderen Android-Smartphones, sofern mindestens die Betriebssystem-Version 6 zum Einsatz kommt. Man suche im Play Store von Google nach Blackberry Hub Plus und kann dann Hub, Blackberry-Kalender und Kennwort-Manager laden. Die Nutzung ist f\u00fcr einen Monat gratis, danach kosten die Programme einen Euro im Monat im Abonnement, und es kommen dann das Adressbuch, die Ger\u00e4tesuche und weitere Blackberry-Anwendungen dazu. Das Software-Keyboard fehlt. Wir haben das Angebot mit dem Huawei P9 Plus ausprobiert und stie\u00dfen auf etliche kleinere Probleme: Google-Accounts mit Zweifaktor-Authentifizierung lie\u00dfen sich nicht einrichten, Whatsapp spielte nicht mit, und mehrere zu einem Konto geh\u00f6rende Kalender \u00fcberforderten die Software ebenfalls. Wir h\u00e4tten ihn gern, den Blackberry-Hub f\u00fcr jeden Androiden, aber noch gibt es Verbesserungsbedarf. Das sichere Android ist ein hochgestecktes Ziel. Warten wir ab, zu welcher Plattform die Banken und Gro\u00dfunternehmen wechseln.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/blackberry-dtek-50-google-soll-sicher-werden-14387535.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/blackberry-dtek-50-google-soll-sicher-werden-14387535.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Blackberry Dtek 50 ist das zweite Smartphone der Marke, das mit dem Betriebssystem von Android l\u00e4uft. Das hauseigene Betriebssystem von Blackberry wird durch Android ersetzt. 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