{"id":43047,"date":"2016-08-03T12:31:03","date_gmt":"2016-08-03T12:31:03","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=43047"},"modified":"2016-08-03T12:31:03","modified_gmt":"2016-08-03T12:31:03","slug":"von-der-schlabberscheibe-in-die-wolke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=43047","title":{"rendered":"Von der Schlabberscheibe in die Wolke"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Vor 45 Jahren ging es los&#8230;<\/div>\n<p>Vor 45 Jahren speicherte man Daten noch auf klobigen 8-Zoll-Disketten. Inzwischen verschwinden sie in der Cloud. Diese Spr\u00fcnge gab es in der Entwicklung von Speicherplatz.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>R\u00fcckblick auf die achtziger Jahre: Erste digitale Sch\u00e4tze bewahrte man in einem Pappkarton auf. Er sch\u00fctzte die Disketten, auf denen sich zumeist Texte befanden. Dass man dereinst auch Fotos oder gar Musik auf pers\u00f6nlichen Speichermedien mit sich f\u00fchren w\u00fcrde, wurde nicht einmal gedacht. Die 13 Zentimeter in der Diagonale messende Kunststoffscheibe war mit magnetisierbarem Eisenoxid beschichtet. 13 Zentimeter waren 5 &#038;frac14- Zoll, das gab dem Medium seinen Namen.<\/p>\n<p>Man nannte die Datentr\u00e4ger auch Floppy, schlaff, lappig, weil ihr Kunststoff so d\u00fcnn war und sich leicht verbiegen lie\u00df. Die ersten Disketten, noch deutlich gr\u00f6\u00dfer, n\u00e4mlich im 8-Zoll-Format, wurden 1969 von IBM f\u00fcr die Computerserie System \/370 auf den Markt gebracht. Das Laufwerk diente allein dazu, die IBM-Systemsoftware zu aktualisieren. Es konnte nur lesen, aber nicht schreiben. Damals passten 80 Kilobyte auf eine Diskette, das entspricht einer Word-Datei mit wenigen Seiten Text. 1972 kam das erste Diskettenlaufwerk mit Schreibfunktionalit\u00e4t auf den Markt.<\/p>\n<h2>Einkerben f\u00fcr mehr Speicher<\/h2>\n<p>Die kleinere, kompaktere 5-&#038;frac14&#8211;Zoll-Diskette deb\u00fctierte 1976 mit einer Kapazit\u00e4t von anfangs 110 Kilobyte. Das Datenvolumen wuchs. Bald gab es Diskettenlaufwerke, die beidseitig die Vorder- und R\u00fcckseite der Schlabberscheibe beschrieben. Geschickte Zeitgenossen machten aus der g\u00fcnstigen, weil nur einseitig nutzbaren Diskette eine beidseitig verwendbare, indem sie an der richtigen Stelle der H\u00fclle eine Kerbe stanzten, um die Lichtschranke des Diskettenlaufwerks auszutricksen.<\/p>\n<p>Die noch einmal kleineren 3,5-Zoll-Disketten kamen von 1980 an in einem starren Plastikgeh\u00e4use und nahmen einen rasanten Aufschwung, als sie in den neuen Rechnern Atari ST und Commodore Amiga eingesetzt wurden. Jahrelang diskutierten Fachleute dar\u00fcber, was der Nachfolger der 3,5-Zoll-Diskette sein w\u00fcrde. F\u00fcr alles brauchte man immer mehr Speicherplatz, zumal die beiden Heimcomputer erstmals einen Hauch von Multimedia vermittelten. Wer neue Software installierte, wurde unfreiwillig zum Discjockey, \u00fcppigere Programme kamen auf 30 Disketten und mehr, die man nacheinander ins Laufwerk einschieben musste. Die Zip-Diskette von Iomega war ein erfolgversprechender Nachfolgekandidat, auch gab es ED-Medien mit h\u00f6herer Kapazit\u00e4t.<\/p>\n<h2>Immer kleiner, schneller, robuster<\/h2>\n<p>Aber der Fortschritt setzte nicht auf die Weiterentwicklung der bew\u00e4hrten Magnetspeichertechnik, sondern auf Disruption: In den fr\u00fchen achtziger Jahren schlug die Geburtsstunde der optischen Datentr\u00e4ger, die ihre digitalen Informationen in allerkleinsten Vertiefungen auf einer spiralf\u00f6rmig verlaufenden Datenspur ablegten, welche ein Laserstrahl auslas oder schrieb. 650 Megabyte bot die CD, und als die DVD Mitte der neunziger Jahre zum Speichermedium f\u00fcr Digitales wurde, waren es schon 4,7 Gigabyte in der Single-Layer-Version und sp\u00e4ter dann 8,5 Gigabyte als Dual-Layer. Das Ende der optischen Medien ist absehbar. Apple zum Beispiel hat das optische Laufwerk f\u00fcr seine gesamte Produktfamilie abgeschafft.<\/p>\n<p>Flash ist der neue Standard f\u00fcr die transportablen Speichermedien, Daten werden in Halbleiterbauelementen als elektrische Ladung permanent gespeichert. Es gibt keine beweglichen Teile, die Komponenten sind robust und schnell im Zugriff. Ob sich der Flash-Speicher im USB-Stick, auf einer Speicherkarte oder dem SSD-Laufwerk befindet, ist unerheblich.<\/p>\n<p>Die Cloud l\u00e4sst dann scheinbar das eigenst\u00e4ndige Speichermedium verschwinden. Zumindest f\u00fcr den Nutzer. Wie und wo der Cloud-Anbieter die Daten abgelegt, interessiert nur noch die Datensch\u00fctzer. Das physische Produkt wird vollst\u00e4ndig durch eine Digitall\u00f6sung ersetzt. Am Ende steht also die Dematerialisierung.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/die-wichtigsten-speichermedien-von-floppy-bis-cloud-14364826.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/die-wichtigsten-speichermedien-von-floppy-bis-cloud-14364826.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 45 Jahren ging es los&#8230; Vor 45 Jahren speicherte man Daten noch auf klobigen 8-Zoll-Disketten. Inzwischen verschwinden sie in der Cloud. 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