{"id":42771,"date":"2016-07-22T13:16:29","date_gmt":"2016-07-22T13:16:29","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=42771"},"modified":"2016-07-22T13:16:29","modified_gmt":"2016-07-22T13:16:29","slug":"die-aids-epidemie-unter-jungen-frauen-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=42771","title":{"rendered":"Die Aids-Epidemie unter jungen Frauen beenden"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Behandlung f\u00fcr alle: T\u00e4glich gibt es 2500 Neuinfektionen bei M\u00e4dchen und Frauen in S\u00fcdafrika.<\/div>\n<p>Auf der Welt-Aids-Konferenz im s\u00fcdafrikanischen Durban haben mehrere Tausend Teilnehmer \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der HIV-Bek\u00e4mpfung diskutiert. Das sind einige ihrer Ergebnisse.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In S\u00fcdafrika mit seinen 53 Millionen Einwohnern infizieren sich jeden Tag 2500 M\u00e4dchen und Frauen mit <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/thema\/aids\">HIV<\/a>. Das allein sind fast so viele Neuinfektionen, wie es in Deutschland mit 81 Millionen Einwohnern in einem Jahr gibt. Das Risiko, sich als junge Frau zu infizieren, ist dabei in der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren vier Mal so hoch wie bei jungen M\u00e4nnern in dem Alter.<\/p>\n<p>Warum sich mehr als 380.000 junge Frauen im Jahr neu mit dem HI-Virus anstecken, zeigt auch eine Studie des \u201eCentre for the Aids Programme of Research in South Africa\u201c (Caprisa), die jetzt auf der Weltaidskonferenz in Durban vorgestellt wurde. An ihr nahmen 9812 Personen aus Vulindlela in KwaZulu-Natal s\u00fcdlich von Durban teil. Dabei konnte der genetische Code von 1589 HIV-positiven Frauen und M\u00e4nnern miteinander verglichen werden. Wie sich herausstellte, gibt es einen \u201e\u00dcbertragungskreislauf\u201c. M\u00e4nner im Alter von 25 bis 40 Jahren haben sowohl Sex mit gleichaltrigen Frauen, die bereits \u00fcberproportional mit HIV infiziert sind und die M\u00e4nner mit dem <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/thema\/virus\">Virus<\/a> anstecken, die wiederum Sex mit den wesentlich j\u00fcngeren Frauen haben und diese infizieren.<\/p>\n<p>Der Altersunterschied zu den j\u00fcngeren Frauen betr\u00e4gt im Schnitt acht Jahre. So sind Frauen mit Anfang 30 schon so h\u00e4ufig infiziert wie M\u00e4nner erst mit Anfang\/Mitte 40. Zudem konnte anhand einer weiteren Studie gezeigt werden, dass bei Frauen das weit verbreitete vaginale Bakterium \u201ePrevotella bivia\u201c das Risiko, sich mit HIV anzustecken, verdreizehnfacht. Wie S\u00fcdafrikas Vizepr\u00e4sident Cyril Ramaphosa auf der Konferenz sagte, wird seine Regierung versuchen, die Epidemie unter jungen Frauen zu beenden. Dazu habe er im Juni eine dreij\u00e4hrige Kampagne ausgerufen, die unter anderem auch von Deutschland finanziert wird und M\u00e4dchen besser aufkl\u00e4ren soll.<\/p>\n<h2>Die Spenden im Kampf gegen HIV gehen zur\u00fcck<\/h2>\n<p>Die 14 gr\u00f6\u00dften internationalen Spender haben 2015 wesentlich weniger Geld im Kampf gegen HIV ausgegeben als 2014. Nach Angaben des Aidsprogramms der Vereinten Nationen (UN-Aids) und der Kaiser Family Foundation sank der Betrag von 8,62 auf 7,53 Milliarden Dollar. Das sind 13 Prozent weniger, es ist der erste R\u00fcckgang seit 2011. Gr\u00fcnde seien zwar auch der starke Dollar und versp\u00e4tete Zahlungen gewesen, doch alle 14 Regierungen h\u00e4tten im vergangenen Jahr besonders bilateral weniger ausgegeben als 2014 \u2013 insgesamt 715 Millionen Dollar.<\/p>\n<p>305 Millionen Dollar weniger entfielen auf den Globalen Fonds zur Bek\u00e4mpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, die gr\u00f6\u00dfte multilaterale Finanzierungsorganisation ihrer Art. Drei Viertel der Zuwendungen im Kampf gegen Aids waren bilateral. Sieben L\u00e4nder (Australien, D\u00e4nemark, Irland, Niederlande, Norwegen, Vereinigtes K\u00f6nigreich und Vereinigte Staaten) gaben das meiste Geld direkt an ein anderes Land, sieben anderen Geber (Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Schweden und die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/europaeische-kommission\">Europ\u00e4ische Kommission<\/a>) zogen es vor, an den Globalen Fonds zu spenden. Mit Abstand gr\u00f6\u00dfter Spender waren mit etwas mehr als f\u00fcnf Milliarden Dollar die Vereinigten Staaten.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/ergebnisse-der-welt-aids-konferenz-in-suedafrika-14351308.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/ergebnisse-der-welt-aids-konferenz-in-suedafrika-14351308.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Behandlung f\u00fcr alle: T\u00e4glich gibt es 2500 Neuinfektionen bei M\u00e4dchen und Frauen in S\u00fcdafrika. Auf der Welt-Aids-Konferenz im s\u00fcdafrikanischen Durban haben mehrere Tausend Teilnehmer \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der HIV-Bek\u00e4mpfung diskutiert. 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