{"id":42359,"date":"2016-06-23T17:24:24","date_gmt":"2016-06-23T17:24:24","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=42359"},"modified":"2016-06-23T17:24:24","modified_gmt":"2016-06-23T17:24:24","slug":"vw-entschadigt-amerikanische-autobesitzer-mit-bis-zu-7000-dollar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=42359","title":{"rendered":"VW entsch\u00e4digt amerikanische Autobesitzer mit bis zu 7000 Dollar"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Volkswagen hat f\u00fcr die weltweite Bew\u00e4ltigung des Skandals in der Bilanz f\u00fcr 2015 eine R\u00fcckstellung in H\u00f6he von mehr als 16 Milliarden Euro gebildet.<\/div>\n<p>VW ist in Folge der Abgasaff\u00e4re angeblich bereit, zehn Milliarden Dollar Entsch\u00e4digungen zu zahlen. Damit k\u00f6nnte sich der Konzern au\u00dfergerichtlich mit den amerikanischen Beh\u00f6rden einigen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Volkswagen geht davon aus, dass die kommende Woche bei der Bew\u00e4ltigung des Abgasskandals um manipulierte Motorensoftware in Dieselfahrzeugen das Unternehmen einen gro\u00dfen Schritt nach vorne bringen wird. In den Vereinigten Staaten l\u00e4uft am Dienstag die vom Bezirksgericht in San Francisco gesetzte Frist ab, bis zu der die Wolfsburger einen mit den Beh\u00f6rden abgestimmten Plan pr\u00e4sentieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dabei geht es darum, wie die Manipulation von Abgasen an rund einer halben Million Fahrzeugen technisch behoben und die Kunden entsch\u00e4digt werden. Eine Einigung gibt es aber, nach allem, was bekannt ist, bislang noch nicht.<\/p>\n<p>Nach neusten Meldungen der Nachrichtenagentur AFP, die sich mit bereits \u00e4lteren Berichten der Agentur Bloomberg decken, bietet Volkswagen zur Bereinigung des Skandals angeblich eine Entsch\u00e4digungssumme von insgesamt etwa zehn Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro) an. Unternehmenskreise hatten am Rande der Hauptversammlung von VW ebenfalls von einer bevorstehenden Einigung berichtet, jedoch keine Zahlen genannt. \u201eEs wird teuer\u201c, hie\u00df es nur.<\/p>\n<h2>R\u00fcckstellung von mehr als 16 Milliarden Euro<\/h2>\n<p>Den Berichten zufolge will Europas gr\u00f6\u00dfter Autokonzern bis zu 7000 Dollar an einzelne Besitzer von Dieselfahrzeugen zahlen, die mit der betr\u00fcgerischen Software ausgestattet sind. Au\u00dferdem wolle das Unternehmen in einen Fonds zur Bek\u00e4mpfung der Luftverschmutzung einzahlen. Volkswagen verhandelt seit Monaten mit den amerikanischen Beh\u00f6rden und anderen Kl\u00e4gern \u00fcber eine au\u00dfergerichtliche Einigung.<\/p>\n<p>Der fertige Plan soll am kommenden Dienstag einem Bundesrichter in San Francisco vorgelegt werden. Von der Manipulation der Abgaswerte sind in den Vereinigten Staaten weniger als 500.000 Fahrzeuge betroffen. Volkswagen hat f\u00fcr die weltweite Bew\u00e4ltigung des Skandals in der Bilanz f\u00fcr 2015 eine R\u00fcckstellung von mehr als 16 Milliarden Euro gebildet.<\/p>\n<p>Ein Vergleich w\u00fcrde die Grundlage daf\u00fcr schaffen, auf einen Schlag mehr als 600 Schadensersatz-Sammelklagen von Autobesitzern beizulegen. Wegen der Vielzahl von Kl\u00e4gern und Beh\u00f6rden sei davon auszugehen, dass bis zur letzten Minute verhandelt werde.<\/p>\n<h2>Gro\u00dfe finanzielle Risiken<\/h2>\n<p>VW hatte auf Druck der amerikanischen Umweltbeh\u00f6rde EPA und deren kalifornischem Pendant Carb im September 2015 zugegeben, Diesel-Abgaswerte durch eine illegale Software manipuliert zu haben. Obwohl die Zahl der betroffenen Fahrzeuge in Amerika sehr viel kleiner ist, sind die finanziellen Risiken des Unternehmens dort gr\u00f6\u00dfer als in Europa.<\/p>\n<p>Bei einem Vergleich &#8211; und nach einer Grundsatzeinigung im April und Hinweisen von an den Verhandlungen beteiligten Personen am Rande der Hauptversammlung am Mittwoch in Hannover &#8211; d\u00fcrfte f\u00fcr VW auch klarer werden, wie viel die Abgasmanipulation in den Vereinigten Staaten Volkswagen kosten wird.<\/p>\n<p>Nach Aussagen der mit den Gespr\u00e4chen vertrauten Person d\u00fcrften mehr als zehn Milliarden Euro auf die Vereinigten Staaten entfallen, berichteten mehre Agenturen. Damit blieben weniger als f\u00fcnf Milliarden Euro f\u00fcr Europa. In Amerika seien Kosten f\u00fcr Nachbesserungen und R\u00fcckrufe, Rabatte und Anreize f\u00fcr die Autobesitzer und Geldstrafen einkalkuliert.<\/p>\n<h2>Kaum Kosten in Europa<\/h2>\n<p>In Europa d\u00fcrften die Kosten sehr viel niedriger ausfallen, weil in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern andere Abgasvorschriften gelten. VW geht davon aus, dass die betroffenen Fahrzeuge europ\u00e4ischer Kunden nach der Umr\u00fcstung dem technischen Stand entsprechen und weitere Forderungen unbegr\u00fcndet sind. Bisher haben erst wenige Gerichte Autobesitzern das Recht zugesprochen, ihren Wagen gegen Erstattung des Kaufpreises zur\u00fcckzugeben.<\/p>\n<p>Auf erste Schritte hatte sich VW bereits vor 2 Monaten mit den amerikanischen Beh\u00f6rden grunds\u00e4tzlich geeinigt. Teil der Vereinbarungen sollen auch zwei amerikanische Umweltfonds sein, in die VW einzahlt &#8211; ein Fonds zur Wiedergutmachung von Umweltsch\u00e4den durch \u00fcberh\u00f6hte Stickoxidemissionen und ein weiterer zur F\u00f6rderung umweltschonender Antriebe.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/usa-vw-angeblich-zu-entschaedigungszahlung-von-zehn-milliarden-dollar-bereit-14304834.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/usa-vw-angeblich-zu-entschaedigungszahlung-von-zehn-milliarden-dollar-bereit-14304834.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Volkswagen hat f\u00fcr die weltweite Bew\u00e4ltigung des Skandals in der Bilanz f\u00fcr 2015 eine R\u00fcckstellung in H\u00f6he von mehr als 16 Milliarden Euro gebildet. VW ist in Folge der Abgasaff\u00e4re angeblich bereit, zehn Milliarden Dollar Entsch\u00e4digungen zu zahlen. 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