{"id":42161,"date":"2016-06-02T11:40:34","date_gmt":"2016-06-02T11:40:34","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=42161"},"modified":"2016-06-02T11:40:34","modified_gmt":"2016-06-02T11:40:34","slug":"amerika-sucht-die-superstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=42161","title":{"rendered":"Amerika sucht die Superstadt"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">In der Cloud steckt Fortschritt: Vollkommene Vernetzung soll die amerikanischen St\u00e4dte ver\u00e4ndern. Auch San Francisco beteiligt sich am Zukunftswettbewerb des Verkehrsministeriums.<\/div>\n<p>Die Infrastruktur amerikanischer St\u00e4dte ist nicht f\u00fcr die Zukunft ger\u00fcstet. Deshalb hat die Regierung einen Wettbewerb ausgerufen, in dem St\u00e4dte mit Transportkonzepten gegeneinander antreten. Auch Technologiegiganten machen mit.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten sind eine industrielle Gro\u00dfmacht. Aber ihre marode Infrastruktur ist beruchtigt. Viele Stra\u00dfen, Brucken und Stromnetze sind in einem beklagenswerten Zustand. Noch in guter Erinnerung ist der Stromausfall, der im Jahr 2003 in New York die Lichter ausgehen lie\u00df. Das <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/weltwirtschaftsforum\">World Economic Forum<\/a> sieht in der jungsten Version seines j\u00e4hrlichen Wettbewerbsreports die Vereinigten Staaten im Gegensatz zu Deutschland nicht unter den zehn L\u00e4ndern mit der besten Infrastruktur.<\/p>\n<p>Die amerikanische Regierung ist sich dieser Schw\u00e4che bewusst. Und sie wei\u00df, dass die Anforderungen an die Infrastruktur in Zukunft noch steigen. Sie rechnet damit, dass die Bevolkerung des Landes in den n\u00e4chsten 30 Jahren um 70 Millionen Menschen und damit um mehr als ein Funftel wachsen wird. Die ohnehin schon alternde Infrastruktur der St\u00e4dte sei dafur nicht gerustet, gibt die Regierung zu.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund hat das Verkehrsministerium Ende vergangenen Jahres einen Wettbewerb gestartet, in dem amerikanische St\u00e4dte gegeneinander antreten. Die Aufgabe der Bewerber ist es, Konzepte vorzulegen, wie sie sich in Smart Cities verwandeln konnen, also intelligente St\u00e4dte. Der Schwerpunkt soll auf dem Transportwesen liegen. Die St\u00e4dte sollen sich uberlegen, wie sie Technologien in ihr Verkehrsnetz integrieren konnen, um die Verkehrsbelastung zu reduzieren, die Umwelt zu schonen und Sicherheit der Menschen zu gew\u00e4hrleisten. Der Wettbewerb richtet sich an mittelgro\u00dfe St\u00e4dte mit bis zu 850 000 Einwohnern.<\/p>\n<h2>Dabei sind technikaffine St\u00e4dte und traditionelle Industrieregionen<\/h2>\n<p>Der Siegerstadt verspricht das Ministerium 40 Millionen Dollar fur die Verwirklichung ihres Plans. Weitere 10 Millionen Dollar stiftet die Investmentgesellschaft von Paul Allen, einem der Mitgrunder des Software-Konzerns Microsoft. Das Ministerium hat au\u00dferdem eine Reihe von Technologieunternehmen um sich versammelt, die sich in den Wettbewerb einbringen, darunter die Alphabet-Holding um den Internetkonzern Google, den Online-H\u00e4ndler <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/amazon\">Amazon<\/a> und den europ\u00e4ischen Halbleiterspezialisten NXP.<\/p>\n<p>Der Wettbewerb steht kurz vor der Entscheidung. Im Juni soll der Gewinner gekurt werden. Auf der Digitalkonferenz South by Southwest in Austin im M\u00e4rz hat die Regierung von den ursprunglich 78 Bewerbern sieben St\u00e4dte in die Endauswahl genommen, die ihre Konzepte nun verfeinern sollen und dafur jeweils 100 000 Dollar bekommen haben. Unter den Finalisten sind einige St\u00e4dte, die als technikaffin bekannt sind, darunter San Francisco in Kalifornien und Austin\/Texas. Aber auch St\u00e4dte aus eher traditionellen Industrieregionen wie Pittsburgh in Pennsylvania und Columbus in Ohio haben es eine Runde weiter geschafft.<\/p>\n<p>St\u00e4dte \u201eintelligenter\u201c zu gestalten hei\u00dft, sie ins Internet der Dinge zu bringen. Immer mehr Alltagsprodukte wie Autos, Haushaltsger\u00e4te oder auch Maschinen werden mit dem Internet verbunden, und diese Vernetzung soll auch ganze St\u00e4dte mit ihrer Infrastruktur in die digitale Welt fuhren. Die Regierung erhofft sich vom Wettbewerb unter anderem Ideen, wie Sensoren sowie vernetzte und selbstfahrende Autos im Transportwesen der Zukunft eingesetzt werden konnen. Das Konzept von San Francisco sieht zum Beispiel vor, selbstfahrende Autos, offentliche Verkehrsmittel und Mobilit\u00e4tsdienste wie Carsharing miteinander zu verknupfen. Das soll Parkh\u00e4user uberflussig machen, die dann in Wohnraum umgewandelt werden konnten. Die Finalistenstadt Portland im Bundesstaat Oregon hat vorgeschlagen, eine Art Mobilit\u00e4tsborse zu entwickeln, die Auto- und Fahrradfahrer, Fu\u00dfg\u00e4nger und Passagiere in offentlichen Verkehrsmitteln verbindet, um Transportdienste zu kaufen oder zu verkaufen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/zukunftswettbewerb-amerika-sucht-die-superstadt-14259074.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/zukunftswettbewerb-amerika-sucht-die-superstadt-14259074.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Cloud steckt Fortschritt: Vollkommene Vernetzung soll die amerikanischen St\u00e4dte ver\u00e4ndern. Auch San Francisco beteiligt sich am Zukunftswettbewerb des Verkehrsministeriums. Die Infrastruktur amerikanischer St\u00e4dte ist nicht f\u00fcr die Zukunft ger\u00fcstet. 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