{"id":41438,"date":"2015-07-30T13:43:02","date_gmt":"2015-07-30T13:43:02","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=41438"},"modified":"2016-04-13T13:53:26","modified_gmt":"2016-04-13T13:53:26","slug":"ihr-kinderlein-kommet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=41438","title":{"rendered":"Ihr Kinderlein kommet"},"content":{"rendered":"<h2>Medizinisch w\u00e4re Familiengl\u00fcck meist realisierbar. Rechtlich ist die Lage kompliziert.<\/h2>\n<p class=\"intro\">Ein stattlicher Unternehmer, Ende 40, seine Gattin, eine attraktive Blondine, vier zwischen acht Monaten und f\u00fcnf Jahren alte Kinder, alle mit riesigen blauen Kulleraugen, zwei Nannys. Diese Familie, perfekt wie aus einer TV-Serie, lebt in einer Villa im ober\u00f6sterreichischen M\u00fchlviertel. Der Weg zu diesem Gl\u00fcck war lang. &#8222;Wir wollten immer viele Kinder\u201c, sagt die Hausfrau Tina S., doch es wollte sechs Jahre lang nicht klappen, k\u00fcnstlicher Befruchtung zum Trotz.<\/p>\n<div class=\"premiumnetbox vorspann\"><\/div>\n<p>Eine Leihmutter w\u00e4re vielleicht die L\u00f6sung, aber das ist in \u00d6sterreich verboten. In Europa sind Russland und die Ukraine daf\u00fcr die gr\u00f6\u00dften &#8222;M\u00e4rkte\u201c, das kommt f\u00fcr Tina und ihren Mann Bernhard aber nicht infrage, das Thema ist dort rechtlich nicht ganz klar geregelt. Im Internet nimmt das Ehepaar Kontakt mit einer Schweizer Kinderwunsch-Bloggerin auf. Diese empfiehlt ihnen eine Leihmutter-Agentur in Kalifornien. &#8222;Wir waren sofort begeistert\u201c, sagt Tina. &#8222;Amerika ist aufgeschlossen und hat auch viel Erfahrung. Hier hat Leihmutterschaft einen hohen Stellenwert. Aus rechtlichen, medizinischen und moralischen Gesichtspunkten kam f\u00fcr uns kein anderes Land in Frage.&#8220;<\/p>\n<h3>Wunder nach dem Leihmutter-Wahl<\/h3>\n<p>Im digitalen Leihmutter-Katalog entscheiden sich die Ober\u00f6sterreicher f\u00fcr Jamie, die Kinder und einen Job hat und auch Gesundheitsatteste vorweisen kann. Sie telefonieren mit ihr, tauschen E-Mails aus. Schlie\u00dflich reist Familie S. in die USA. Dort befruchtet ein Spezialist Tinas Eizellen mit Bernhards Samen. Die sogenannten Embryonenzellen, die dadurch entstanden sind, werden sowohl der Leihmutter Jamie als auch Tina eingesetzt. Dann passiert etwas v\u00f6llig Unerwartetes: &#8222;Ich wurde sofort schwanger, Jamie nicht\u201c, sagt Tina S. Die \u00c4rzte sprechen von einem Wunder. Tina ist Mitte 30 und denkt: &#8222;Wir wollen viele Kinder und haben nicht viel Zeit.\u201c Sie starten noch vier Versuche mit Jamie, bis diese auch schwanger wird.<\/p>\n<p>Luzia wird 2010 geboren, ihre Schwester Maria zwei Jahre sp\u00e4ter. Zu Weihnachten 2014 gebiert eine andere Leihmutter, ebenfalls in Kalifornien, die Zwillinge Livia und Benedikt. &#8222;Wir waren bei der Geburt dabei, haben sogar die Nabelschnur durchschnitten\u201c, erz\u00e4hlt Tina. Die Kinder wachsen mit dem Wissen auf, dass sie von einer Leihmutter geboren wurden, zu der die Familie Kontakt pflegt. &#8222;Wir besuchen einander regelm\u00e4\u00dfig\u201c, sagt Tina. &#8222;Und unsere Kinder spielen mit den Kindern der Leihm\u00fctter.\u201c<\/p>\n<h3>K\u00fcnstliche Befruchtung in \u00d6sterreich<\/h3>\n<p>Fortpflanzungsmedizin ist im katholischen \u00d6sterreich ein hochemotionales Thema, das polarisiert. Noch betrifft es nur eine kleine Gruppe, die aber schnell w\u00e4chst. Im Vorjahr gab es 7.649 Versuche von In-vitro-Fertilisation, also von k\u00fcnstlicher Befruchtung. Das war eine Steigerung von 2,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013. Medizinisch war man hierzulande immer vorne mit dabei, ethisch herrschten jedoch stets schwere Bedenken. Deshalb hinkt \u00d6sterreich mit der Rechtslage den europ\u00e4ischen Standards meist hinterher.<\/p>\n<h3>Eizellspende: Neues Gesetz<\/h3>\n<p>Seit April gilt nun ein neues Gesetz: Die Eizellspende ist verheirateten Paaren nun erlaubt, bisher durfte nur der m\u00e4nnliche Samen gespendet werden. Lesben d\u00fcrfen sich, sofern sie in einer Beziehung leben, k\u00fcnstlich befruchten lassen, was bisher verheirateten Hetero-Paaren vorbehalten war. F\u00fcr Single-Frauen gelten die neuen Rechte nicht, sie m\u00fcssen im Fall des Falles weiterhin ins Ausland ausweichen.<\/p>\n<h3>Leihmutterschaft in \u00d6sterreich verboten<\/h3>\n<p>Leihmutterschaft hingegen ist in \u00d6sterreich, etwa im Gegensatz zu Gro\u00dfbritannien oder Belgien, verboten. &#8222;Und das wird auch noch einige Zeit so bleiben\u201c, sagt Reproduktionsmediziner Ludwig Wildt, Vertreter der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe: &#8222;Die ethischen, moralischen und medizinischen Bedenken sind zu gro\u00df.\u201c Sein Kollege Leonhard Loimer von der Kinderwunschklinik Wels ist anderer Ansicht. Er propagiert offen die Legalisierung von Leihmutterschaft in \u00d6sterreich. Sein Argument: &#8222;Hat eine Frau ohne Geb\u00e4rmutter nicht das Recht darauf, Mutter zu sein?\u201c In \u00d6sterreich wird Leihmutterschaft trotzdem noch lange nicht Realit\u00e4t werden. Alle Parteien lehnen sie ab. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Gesundheitssprecherin der FP\u00d6, hofft, &#8222;dass die Leihmutterschaft nie legal wird. Irgendwo muss man eine Grenze setzen. Man darf nicht mit dem Leben spielen.\u201c<\/p>\n<p>Sogar Liberale schrecken bei diesem Thema zur\u00fcck: &#8222;Eine Bindung zwischen Mutter und Kind kann man per Gesetz nicht aufl\u00f6sen\u201c, sagt Gerald Loacker, Gesundheitssprecher der Neos, und die Gr\u00fcne Eva M\u00fcckstein meint: &#8222;Man wei\u00df \u00fcberhaupt noch nicht, wie es sich auf das Kindeswohl auswirkt, wenn es bis zu drei M\u00fctter haben kann: die leibliche Mutter, eventuell die Spenderin der Eizelle und jene Frau, die sich das Kind w\u00fcnscht.\u201c<\/p>\n<div class=\"breaker\">\u00bb&#8220;Man wei\u00df \u00fcberhaupt noch nicht, wie es sich auf das Kindeswohl auswirkt&#8220;<span class=\"end\">\u00ab<\/span><\/div>\n<p>Christoph G\u00f6ttl, Facharzt f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wien, sieht das anders. &#8222;Kinder von Leihm\u00fcttern haben laut Studien gegen\u00fcber anderen Kindern keine psychosozialen Nachteile\u201c, sagt er. Die soziale Bindung sei wichtiger als die genetische Abstammung oder die Frage, in wessen Bauch man herangewachsen ist.<\/p>\n<h3>Echte Wunschkinder<\/h3>\n<p>Babys, die mithilfe von Fortpflanzungsmedizin auf die Welt kommen, sind jedenfalls echte Wunschkinder. &#8222;Sie zeigen in Studien bessere Eltern-Kind-Beziehungen als die durchschnittliche Familie\u201c, sagt G\u00f6ttl. Das gelte auch f\u00fcr &#8222;Regenbogenfamilien\u201c, in denen beide Elternteile dasselbe Geschlecht haben &#8211; auf 5.000 bis 7.000 wird die Zahl solcher Familien in \u00d6sterreich gesch\u00e4tzt, wobei die meisten Kinder nicht dank Fortpflanzungsmedizin entstanden sind. Lesbische Frauen und schwule M\u00e4nner bringen oft Kinder aus vergangenen Hetero-Beziehungen mit. Jugendpsychiater G\u00f6ttl sagt: &#8222;F\u00fcr Kinder z\u00e4hlt nicht die Genetik, sondern die Haltung der sozialen Gemeinschaft, in der sie aufwachsen.\u201c<\/p>\n<div class=\"breaker\">\u00bb&#8220;F\u00fcr Kinder z\u00e4hlt nicht die Genetik, sondern die Haltung der sozialen Gemeinschaft, in der sie aufwachsen.\u201c<span class=\"end\">\u00ab<\/span><\/div>\n<p>Dieser Ansicht sind auch Nina Horowitz und Stefanie Groiss. Die beiden Journalistinnen sind seit zehn Jahren ein Paar, seit f\u00fcnf Jahren offiziell &#8222;verpartnert\u201c. Sie wollen ein Kind. Doch wie kommen Lesben an Sperma? Fragt man einen Bekannten, sucht man einen Fremden &#8211; oder geht man doch zur Samenbank? Letzteres ist lesbischen Frauen in \u00d6sterreich im Jahr 2013 noch verwehrt. Also besuchen sie eine Samenbank in D\u00e4nemark. Gemeinsam fahren sie nach Kopenhagen und suchen den passenden Spender aus. Sympathisch soll er sein und vif. Das Motivationsschreiben und die Stimmprobe \u00fcberzeugen das Paar. Im Vorjahr bringt Nina Horowitz Romy und Nelly zur Welt.<\/p>\n<p>Sollten sie dies wollen, k\u00f6nnen die Zwillinge ihren biologischen Vater kennen lernen, sobald sie 18 Jahre alt sind. Die M\u00fctter haben sich f\u00fcr einen &#8222;offenen Spender\u201c entschieden, der damit rechnen muss, dass seine erwachsenen Kinder eines Tages vor der T\u00fcr stehen. Der Samenspender hat aber weder Rechte noch Pflichten.<\/p>\n<h3>Adoption f\u00fcr Homosexuelle<\/h3>\n<p>Stefanie Groiss hingegen schon &#8211; seit sie Romy und Nelly adoptiert hat. Dies ist in \u00d6sterreich erst seit 2013 m\u00f6glich. Zuvor hatte der Europ\u00e4ische Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte eingemahnt, dass auch Homosexuelle ihr Stiefkind adoptieren d\u00fcrfen. &#8222;Die Politik ist in der Hinsicht ziemlich reaktion\u00e4r\u201c, kritisiert Nina Horowitz: &#8222;Die Politik reagiert immer erst, wenn ein H\u00f6chstgericht sie dazu zwingt.\u201c Der ORF, bei dem beide M\u00fctter arbeiten, ist hingegen ein fortschrittliches Unternehmen: Auch ohne formelle Adoption h\u00e4tte Groiss ein Jahr in Karenz gehen d\u00fcrfen, um f\u00fcr die Zwillinge da zu sein &#8211; ein Viertel ihres Karenzjahres ist schon vorbei.<\/p>\n<h3>&#8222;Reproduktionstourismus&#8220;<\/h3>\n<p>Seit heuer haben es lesbische Paare mit Kinderwunsch einfacher als Horowitz und Groiss, sie d\u00fcrfen sich in \u00d6sterreich behandeln lassen. &#8222;Die Samenspende f\u00fcr Lesben hat in \u00d6sterreich zu einem Ansturm in Kinderwunschkliniken gef\u00fchrt\u201c, sagt der Gyn\u00e4kologe Leonhard Loimer. Vor allem aus Deutschland beobachtet er einen &#8222;Reproduktionstourismus\u201c, weil es diese M\u00f6glichkeit dort noch nicht gibt. Ein Drittel seiner Patientinnen kommt derzeit aus Deutschland.<\/p>\n<p>In einer anderen Frage d\u00fcrfen lesbische Paare noch nicht entscheiden, wie sie wollen. Eine Eizellspende zwischen lesbischen Partnerinnen, also dass die eine das Kind der anderen austr\u00e4gt, ist verboten. Nur mit einem Mann verheiratete Frauen d\u00fcrfen sich von einer anderen eine Eizelle schenken lassen. Die Betonung liegt auf schenken &#8211; anders als etwa in den USA bekommen Spenderinnen in \u00d6sterreich nur eine Aufwandsentsch\u00e4digung, zum Beispiel f\u00fcr Hotel-und Fahrtkosten. Die Eizellspenderin darf kein Geld daf\u00fcr annehmen, damit daraus kein Gesch\u00e4ftszweig wird. Der Reproduktionsmediziner Ludwig Wildt meint hingegen: &#8222;Es ist absurd, dass Spenderinnen nicht bezahlt werden d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<h3>Mehr Nachfrage als Angebot<\/h3>\n<p>Daher gibt es in \u00d6sterreich mehr Nachfrage als Angebot. &#8222;Das ist verst\u00e4ndlich\u201c, meint Wildt: &#8222;Welche Frau tut sich diese medizinische Prozedur, die auch Risiken birgt, aus reiner N\u00e4chstenliebe an?\u201c Die Eizellspende wird noch kaum angewandt, da die Bedingungen so eng gefasst wurden. Andreas Obruca vom Kinderwunschzentrum &#8222;Goldenes Kreuz\u201c sagt: &#8222;Allgemein gilt das Gesetz zwar als Fortschritt, unsere Patientinnen aber sind ver\u00e4rgert: Die Betroffenen wurden mit der Novelle gefoppt! Der Gesetzgeber hat die Eizellspende zwar offiziell erlaubt, de facto aber hat sich nichts ge\u00e4ndert. Es w\u00e4re konsequenter gewesen, zum Verbot zu stehen.\u201c<\/p>\n<h3>Hilfe im Ausland<\/h3>\n<p>Bis vor Kurzem suchten j\u00e4hrlich rund 500 kinderlose Paare im Ausland Hilfe. Durch das neue Fortpflanzungsmedizingesetz m\u00fcssten eigentlich nur mehr Frauen \u00fcber 45 Jahre ausweichen. Die Altersgrenze bei der Eizellspende liegt in \u00d6sterreich bei 45, bei Spenderin wie Empf\u00e4ngerin. Beliebte Ziele: Tschechien, Slowakei, Spanien.<\/p>\n<p>Der &#8222;Reproduktionstourismus\u201c ins Ausland wird weiter florieren. Ein Grund daf\u00fcr ist auch die sp\u00e4te Mutterschaft &#8211; eine gesellschaftliche Entwicklung, die vor \u00d6sterreich nicht haltmacht. Im Februar gebar im Klinikum Wels-Grieskirchen erstmals eine 60-J\u00e4hrige Zwillinge &#8211; nach einer Eizellspende im Ausland. Dass Frauen \u00fcber 60 M\u00fctter werden, ist zwar ein Ausnahmefall. Das Alter, in dem die \u00d6sterreicherinnen ihr erstes Kind bekommen, steigt jedoch kontinuierlich. Vor 20 Jahren waren die Erstgeb\u00e4renden durchschnittlich 24 Jahre alt, heute sind sie 29.<\/p>\n<h3>Angebote im Internet<\/h3>\n<p>Im Internet gibt es unz\u00e4hlige Angebote. Etwa die Website von &#8222;Biotexcom\u201c, einer Reproduktionsklinik in Kiew. Mit gro\u00dfen Kinderaugen, Sonderangeboten und &#8222;Rundum-sorglos-Paket\u201c preist Biotexcom seine Dienstleistungen in sechs Sprachen an. F\u00fcr das &#8222;Success-Paket\u201c &#8211; inklusive Flughafen-Transfer, Verpflegung, Aufenthalt im Hotel und Geld-zur\u00fcck-Garantie bei Misserfolg &#8211; zahlt man 9.900 Euro.<\/p>\n<h3>Unfruchtbarkeit nimmt zu<\/h3>\n<p>Mediziner sagen, Unfruchtbarkeit nehme wegen stressiger Jobs und Umwelteinfl\u00fcssen stetig zu. Zwei Jahre lang versuchten Verena und Phillip Fischbach aus der S\u00fcdsteiermark, damals beide erst Mitte 20, auf nat\u00fcrlichem Wege ein Kind zu bekommen. Erst nach einigen Tests wurde klar, warum es nicht klappte. Verena litt an einer hormonellen St\u00f6rung. Durch einen operativen Eingriff wurden kleine L\u00f6cher in die Eierst\u00f6cke gebrannt, was die hormonelle Aktivit\u00e4t ver\u00e4nderte. Es kam zum Eisprung und einem regelm\u00e4\u00dfigen Zyklus. Neun Monate sp\u00e4ter erblickte Sohn Raphael das Licht der Welt.<\/p>\n<h3>Liegt es an der Frau oder am Mann?<\/h3>\n<p>&#8222;Unerf\u00fcllter Kinderwunsch ist ein Problem, das beide Partner in gleichem Ausma\u00df betrifft\u201c, sagt Andreas Obruca vom Kinderwunschzentrum &#8222;Goldenes Kreuz\u201c in Wien. Zu 32 Prozent liegt es an der Frau, zu 68 Prozent am Mann.<\/p>\n<p>Wie bei dem nieder\u00f6sterreichischen Bankangestellten Konstantin Veprek. &#8222;Mein Samen ist von unterdurchschnittlicher Qualit\u00e4t\u201c, erz\u00e4hlt er. Auf nat\u00fcrlichem Weg ging der Kinderwunsch mit Frau Elke deshalb nicht in Erf\u00fcllung. Insgesamt drei Behandlungen mit der Icsi-Methode, einer der h\u00e4ufigsten Behandlungen bei k\u00fcnstlicher Befruchtung, waren notwendig. Dabei wird die Samenzelle direkt in die Eizelle injiziert.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck ins M\u00fchlviertler Wohnzimmer der Familie S., wo Vater Bernhard sich in Rage redet, wenn er an die Kritiker der modernen Medizin denkt. &#8222;Hat jemand das Recht, das Leben unserer Kinder zu verbieten?\u201c, fragt er. Dank moderner Fortpflanzungsmedizin ist der Traum vom Familiengl\u00fcck heute f\u00fcr fast alle Menschen zum Greifen nah. Man muss ihn sich aber auch leisten k\u00f6nnen. Tina S. rechnet vor, was die Familiengr\u00fcndung sie, neben Nerven, gekostet hat: Agentur, \u00c4rzte, Medikamente, Anw\u00e4lte und Reisekosten beliefen sich insgesamt auf locker 150.000 Euro.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: http:\/\/www.news.at\/a\/kinderlosigkeit-oesterreich-rechtliche-lage<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medizinisch w\u00e4re Familiengl\u00fcck meist realisierbar. Rechtlich ist die Lage kompliziert. Ein stattlicher Unternehmer, Ende 40, seine Gattin, eine attraktive Blondine, vier zwischen acht Monaten und f\u00fcnf Jahren alte Kinder, alle mit riesigen blauen Kulleraugen, zwei Nannys. Diese Familie, perfekt wie aus einer TV-Serie, lebt in einer Villa im ober\u00f6sterreichischen M\u00fchlviertel. Der Weg zu diesem Gl\u00fcck war lang. &#8222;Wir wollten immer viele Kinder\u201c, sagt die Hausfrau Tina S., doch es wollte sechs Jahre lang nicht klappen, k\u00fcnstlicher Befruchtung zum Trotz. 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