{"id":41049,"date":"2016-03-08T16:26:47","date_gmt":"2016-03-08T16:26:47","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=41049"},"modified":"2016-03-08T16:26:47","modified_gmt":"2016-03-08T16:26:47","slug":"und-nun-zu-den-stickoxiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=41049","title":{"rendered":"Und nun zu den Stickoxiden"},"content":{"rendered":"<div class=\"image_description\">Eine globale Aerosol-Situation, zusammengestellt vom atmosph\u00e4rischen Dienst des europ\u00e4ischen Copernicus-Programms: Gezeigt sind Seesalz (blau), W\u00fcstenstaub (rot), Sulfate (wei\u00df) sowie Rauch aus der Verbrennung von Biomasse (gr\u00fcn).<\/div>\n<p>K\u00fcrzlich startete schon wieder ein Satellit zur Erdbeobachtung. Was sollen die denn alle dort oben? Forschen? Nein, helfen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Schwerter werden mitunter tats\u00e4chlich zu Pflugscharen. So erhob sich an einem kalten Dienstagabend Mitte Februar eine Rakete vom Typ Rockot vom Kosmodrom Plessezk in Nordwestrussland in die arktische Dunkelheit. Ihre ersten zwei Stufen entstammen einer SS-19, einer Interkontinentalrakete, die zu Sowjetzeiten mit bis zu sechs nuklearen Sprengkopfen an der Spitze in einem Silo auf ihren Einsatz wartete. Die Rockot verfugte noch uber eine dritte Stufe, und auf ihr ritt vor zweieinhalb Wochen der Satellit Sentinel-3A ins All. Sentinel bedeutet so viel wie \u201eWachtposten\u201c. Und w\u00e4hrend er nun auf seiner polaren Umlaufbahn in 811 Kilometern Hohe alle 101 Minuten die Erde umrundet, schaut er mit hochgezuchteten Instrumenten unabl\u00e4ssig auf unseren Planeten herab.<\/p>\n<p><span ><span  itemprop=\"image\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/erde-klima\/erdbeobachtung-mit-den-sentinel-satelliten-14107903\/algen-und-sedimente-hellblau-14113202.html\"            title=\"38987136\"><img data-src='http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/2135008702\/1.4113202\/article_teaser_marginal\/algen-und-sedimente-hellblau.jpg' title='Algen und Sedimente (hellblau) vor der Meerenge von Gibraltar, aufgenommen am vergangenen Dienstag von Sentinel-3A.' data-process-retina='1' height='163' onload='processRetinaDerivate(this)-' alt='38987136' width='290' class='media' src='\/img\/leer.gif' \/>            <meta itemprop=\"url\" content=\"http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/2135008702\/1.4113202\/article_teaser_marginal\/algen-und-sedimente-hellblau.jpg\" \/><meta itemprop=\"width\" content=\"290\" \/><meta itemprop=\"height\" content=\"163\" \/><\/a><span  itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\"title=\"Algen und Sedimente (hellblau) vor der Meerenge von Gibraltar, aufgenommen am vergangenen Dienstag von Sentinel-3A.\">Algen und Sedimente (hellblau) vor der Meerenge von Gibraltar, aufgenommen am vergangenen Dienstag von Sentinel-3A.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Sentinel-3A ist jedoch kein Spionagesatellit. Wenn er in einigen Monaten fertig durchgetestet ist, wird das Gros seiner Daten jedem Staat und jeder interessierten Organisation uberall auf der Welt zur Verfugung stehen: die Messwerte seines Temperatur-Radiometers, die Spektren seiner Farbkamera, die Hohendaten seines Radar-Altimeters. Es sind Ger\u00e4te, wie sie so \u00e4hnlich auch an jenen Sonden h\u00e4ngen, die Planetologen auf jahre- und jahrzehntelange Reisen schicken, um damit den Mars, den Jupiter oder zuletzt den Pluto zu erkunden.<\/p>\n<h2>Der vielf\u00e4ltigste der Planeten<\/h2>\n<p>Dass man sie auch auf die Erde richtet, ist kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, dass unsere Heimat schon chemisch und geologisch die mit Abstand vielf\u00e4ltigste Welt zumindest in diesem Sternsystem ist. Nirgendwo sonst gibt es schlie\u00dflich Oberfl\u00e4chenwasser dauerhaft in allen drei Aggregatzust\u00e4nden, nirgendwo sonst eine Atmosph\u00e4re, die zum Teil aus dem uberaus reaktionsfreudigen Gas Sauerstoff besteht &#8211; und nirgendwo sonst eine Biosph\u00e4re. Diese wirkt denn auch auf die anorganische Natur der Erde zuruck: Sch\u00e4tzungsweise zwei Drittel der etwa 4300 bekannten Minerale sind unter Beteiligung von Lebewesen entstanden und kommen daher nur auf dem Blauen Planeten vor.<\/p>\n<p><span ><span  itemprop=\"image\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/erde-klima\/erdbeobachtung-mit-den-sentinel-satelliten-14107903\/die-erodierten-gesteine-der-14113222.html\"            title=\"38987147\"><img data-src='http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/521030049\/1.4113222\/article_teaser_marginal\/die-erodierten-gesteine-der.jpg' title='Die erodierten Gesteine der Flinders Ranges in S\u00fcdaustralien im Blick des japanischen Erderkundungssatelliten Alos.' data-process-retina='1' height='163' onload='processRetinaDerivate(this)-' alt='38987147' width='290' class='media' src='\/img\/leer.gif' \/>            <meta itemprop=\"url\" content=\"http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/521030049\/1.4113222\/article_teaser_marginal\/die-erodierten-gesteine-der.jpg\" \/><meta itemprop=\"width\" content=\"290\" \/><meta itemprop=\"height\" content=\"163\" \/><\/a><span  itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\"title=\"Die erodierten Gesteine der Flinders Ranges in S\u00fcdaustralien im Blick des japanischen Erderkundungssatelliten Alos.\">Die erodierten Gesteine der Flinders Ranges in S\u00fcdaustralien im Blick des japanischen Erderkundungssatelliten Alos.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Allerdings ist Sentinel-3A auch kein wissenschaftlicher Satellit, keine \u201eErdsonde\u201c. Davon hatte die Europ\u00e4ische Raumfahrtorganisation Esa tats\u00e4chlich schon mehrere ins All geschickt, bevor sie 2014 den ersten Sentinel startete. Dazu z\u00e4hlte zum Beispiel der gro\u00dfte jemals gestartete Erdbeobachtungssatellit, der acht Tonnen schwere Envisat. Diese Instrumentenplattform mit den Abmessungen eines Omnibusses war von 2002 bis 2012 im Einsatz. Zuvor hatte Europa ab den neunziger Jahren unseren Planeten mit den beiden Satelliten ERS-1 und ERS-2 (fur \u201eEuropean Remote Sensing Satellites\u201c) aus dem All be\u00e4ugen lassen.<\/p>\n<h2>Vorbild \u201eLandsat\u201c<\/h2>\n<p>Bis dahin dominierten die Vereinigten Staaten das Feld. Mit dem Start des ersten Landsat-Satelliten im Jahr 1972 eroffnete die amerikanische Raumfahrtbehorde <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/nasa\">Nasa<\/a> das Zeitalter der allgemeinen zivilen Erdbeobachtung. Spionage aus dem Orbit gab es naturlich bereits vorher und mit den kunstlichen Trabanten der Serien Tiros seit 1960 und \u201eNimbus\u201c seit 1964 auch spezielle Wettersatelliten. Mit dem bis heute fortgefuhrten Landsat-Programm aber &#8211; ihr jungster Protagonist, Landsat-8, startete 2013 &#8211; begann das systematische Ablichten der Erde zu Zwecken der Kartographie, der geologischen Forschung und der Beobachtung okologischer Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/erde-klima\/erdbeobachtung-mit-den-sentinel-satelliten-14107903.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/erde-klima\/erdbeobachtung-mit-den-sentinel-satelliten-14107903.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine globale Aerosol-Situation, zusammengestellt vom atmosph\u00e4rischen Dienst des europ\u00e4ischen Copernicus-Programms: Gezeigt sind Seesalz (blau), W\u00fcstenstaub (rot), Sulfate (wei\u00df) sowie Rauch aus der Verbrennung von Biomasse (gr\u00fcn). K\u00fcrzlich startete schon wieder ein Satellit zur Erdbeobachtung. Was sollen die denn alle dort oben? Forschen? 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