{"id":36700,"date":"2015-09-22T06:00:20","date_gmt":"2015-09-22T06:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=36700"},"modified":"2015-09-22T10:38:50","modified_gmt":"2015-09-22T10:38:50","slug":"mutterwerden-uber-70-jetzt-fur-alle-moglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=36700","title":{"rendered":"Mutterwerden \u00fcber 70: Jetzt f\u00fcr alle m\u00f6glich?!"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im 21. Jahrhundert geh\u00f6ren die Verfahren der neuen Reproduktionstechnologien nicht mehr zu den Randerscheinungen unserer Gesellschaft. Es sind mittlerweile vierzig Jahre vergangen, seit der Geburt des ersten k\u00fcnstlich gezeugten Kindes, Louise Brown, die in einer emp\u00f6rten und fassungslosen \u00d6ffentlichkeit eine gro\u00dfe Diskussion \u00fcber die moralische Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der \u201ek\u00fcnstlichen\u201c Kinder hervorgerufen hat. Nicht mal ein Jahr ist es nun her, seit die Frage nach der Legitimit\u00e4t der k\u00fcnstlichen Befruchtung noch einmal zur Debatte gestellt wurde. Der entscheidende Durchbruch f\u00fcr eine gesellschaftliche Tirade fiel in jene Zeit, in der Annegret Raunigk, eine siebzehnfache Mutter, die Weltgesellschaft mit einem dubiosen Weltrekord \u00fcberraschte: mit 65 gebar sie Vierlinge, nachdem sie sich f\u00fcr ein In-vitro-Fertilisation-Programm \u201emit Erfolgsgarantie\u201c in der Kiewer Klinik BioTexCom, sowie f\u00fcr ein biologisches Spendermaterial entschieden hatte. Die Berlinerin ist bei Weitem nicht die erste Patientin, die sich mit einem solchen Anliegen an die Kiewer Klinik wendet; Frauen, die in den Konflikt \u201eKinder oder Karriere\u201c gerieten, greifen hier im Ausland nach ihrer h\u00e4ufig letzten Chance. In Kliniken, wie BioTexCom, wird Patienten beliebigen Alters ein Programm \u201emit Garantie\u201c versprochen. Es sind vor allem \u201ejunge\u201c Paare zwischen 50 und 55, die solche Programme ausw\u00e4hlen. Die europ\u00e4ischen \u00c4rzte sehen diese Programme \u201emit Garantie\u201c kritisch, da die nat\u00fcrliche Altersgrenze der Frau evolutionsbedingt sei. Auch die Politik unterst\u00fctzt die Festigkeit der deutschen Gesetzgebung. So h\u00e4lt ein SPD-Politiker die Schwangerschaft von Annegret Raunigk f\u00fcr einen sehr bedenklichen Fall:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Lauterbach: &#8222;<em>Eine solche Schwangerschaft kann und darf f\u00fcr niemanden ein Vorbild sein<\/em>,&#8220; \u2013 wird im Interview mit der \u201eSpiegel\u201c berichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der teils seltsamen Laune der Natur, muss der menschlichen Fortpflanzung manchmal nachgeholfen werden: In ihrer Heimat konnte die Berliner Lehrerin die M\u00f6glichkeiten der assistierten Reproduktion nicht in Anspruch nehmen, da die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland, sprich das Embryonenschutzgesetz, und die daraus resultierenden Grundregeln der deutschen Reproduktion, die Eizellspende generell verbieten. So fiel ihre Wahl auf die Ukraine, wo weder die Reproduktionsmedizin noch die Gesetzgebung den Frauen, die auf nat\u00fcrliche Weise nicht schwanger werden k\u00f6nnen, ein alters- und methodenorientiertes Limit f\u00fcr eine k\u00fcnstliche Behandlung setzen. Es ist allgemein bekannt, dass eine sp\u00e4te Schwangerschaft mit zahlreichen Risiken sowohl f\u00fcr die Mutter, als auch f\u00fcr das Kind verbunden ist. Als Grund f\u00fcr die immer sp\u00e4tere Mutterschaft werden von den Forschern immer l\u00e4ngere Ausbildungszeiten und der Wandel der gesellschaftlichen Normen genannt. So teilte das Bundesinstitut f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung mit, dass das Durchschnittsalter von Frauen bei der Erstgeburt innerhalb der vergangenen Jahrzehnte st\u00e4ndig gestiegen sei und mittlerweile bei \u00fcber 35 Jahren liege.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eHalbwesen\u201c oder unsere Zukunft?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00f6ffentliche Meinung zur Reproduktionsmedizin war schon immer mit rechtm\u00e4\u00dfigen Fragen zu den Gefahren f\u00fcr die Kinder und den Beziehungsaspekten zu ihren \u00e4lteren M\u00fcttern begr\u00fcndet, aber erst im Jahr 2014 wurde offiziell in einer \u00f6ffentlichen Dresdner Rede das symbolische Zeichen f\u00fcr die Herabw\u00fcrdigung \u201ek\u00fcnstlicher\u201c Kinder gesetzt. Die mit dem renommierten Georg-B\u00fcchner-Preis ausgezeichnete Autorin Sibylle Lewitscharoff grenzt die Humanit\u00e4t, das Menschsein, von einem unmissverst\u00e4ndlich verabscheuungsw\u00fcrdigen Menschenbild solcher \u201ezweifelhaften Gesch\u00f6pfe\u201c ab, indem sie sich den Vokabeln des Nationalsozialismus bediente:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Ich \u00fcbertreibe, das ist klar, \u00fcbertreibe, weil mir das gegenw\u00e4rtige Fortpflanzungsgemurkse derart widerw\u00e4rtig erscheint, dass ich sogar geneigt bin, Kinder, die auf solch abartigen Wegen entstanden sind, als Halbwesen anzusehen. Nicht ganz echt sind sie in meinen Augen, sondern zweifelhafte Gesch\u00f6pfe, halb Mensch, halb k\u00fcnstliches Wei\u00dfnichtwas. Das ist gewiss ungerecht, weil es den Kindern etwas anlastet, wof\u00fcr sie rein gar nichts k\u00f6nnen. Aber meine Abscheu ist in solchen F\u00e4llen st\u00e4rker als die Vernunft<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anscheinend verga\u00df die studierte Religionswissenschaftlerin in ihrem Streben nach der gesunden Normalit\u00e4t durch rein geschlechtliche Zeugung das durch die katholische Kirche verk\u00fcndete Dogma der unbefleckten Empf\u00e4ngnis Marias. Das christliche Urmodell der heiligen Familie, bestehend aus Maria, Joseph und dem Heiligen Geist, dem Samenspender, bietet seinerseits ein Paradebeispiel f\u00fcr die k\u00fcnstliche Befruchtung und die Einbeziehung von Zellen Dritter bei der Entstehung eines Kindes: Der christliche Glaubenssatz postuliert die Geburt Jesus durch Maria als Jungfrauengeburt, also ohne sexuelle Vereinigung, bei der Joseph nicht als leiblicher Vater Jesus, sondern als selbstloser R\u00fcckhalt fungiert, (der jedoch nicht im engeren Kreis der Familie aufzutauchen scheint). Aus heutiger Sicht hat die heilige unbefleckte Empf\u00e4ngnis jeglichen Anspruch auf Exotik verloren, da sie infolge moderner Reproduktionstechnologien, wie der In-vitro-Fertilisation und der Samenspende, eine ganz triviale Erkl\u00e4rung aufweist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man davon absieht, dass der Grundgedanke der Schriftstellerin an der Ma\u00dflosigkeit und der Absage der Vernunft grenzt, dann stellt sich zur Diskussion eine berechtigte Frage nach den Einschr\u00e4nkungskriterien einer k\u00fcnstlichen Befruchtung. Die Sorge um den medizinisch oder psychologisch pathologischen Kern, die durch strengste gesetzliche Vorschriften aufgel\u00f6st wird, l\u00e4sst sich mittlerweile durch gesellschaftliche Sorge ersetzen. Welche Methoden der Reproduktionsmedizin d\u00fcrfen eingesetzt werden und Hauptsache und \u2013 vor allem \u2013 bei wem?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem Punkt sind selbst die kritischsten Experten sicher: im 21 Jahrhundert wurde die biologische Grenze l\u00e4ngst \u00fcberschritten. Dieser Nachweis, der in der Welt der Reproduktionsmedizin als Wunder aufgenommen wurde, wurde von der 65-j\u00e4hrigen siebzehnfachen Mutter ausgerechnet in Deutschland geliefert, wo das Embryonenschutzgesetz den Kinderwunsch schon seit zwanzig Jahren zu einer Strafsache macht. Der reproduktionsmedizinischen Routine in Deutschland, die in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern mit wenigen rechtlichen Einschr\u00e4nkungen verbunden ist, steht eine Reihe eindeutiger Verbote des Embryonenschutzgesetzes gegen\u00fcber. Es gilt das absolute Verbot der Eizellenspende (\u00a7 1 I Nr. 1, II ESchG) und der Leihmutterschaft (\u00a7 1 I 4 Nr. 7, II ESchG). Auch die Erzeugung \u00fcberz\u00e4hliger Embryonen, ihre Vorratshaltung, die Eingriffe in Erbinformationen sowie eine genetische Untersuchung des Embryos vor dem Embryotransfer au\u00dferhalb der besonderen Erlaubnistatbest\u00e4nde sind kategorisch verboten. Bei der Samenspende eines Dritten sieht das Prozedere viel loyaler aus, allerdings wird sie als therapeutische Behandlungsmethode nur f\u00fcr heterosexuelle Paare ausgewiesen. Die Frage, ob die im Hinblick auf neue Techniken veralteten Gesetze Deutschlands \u00fcberarbeitungsbed\u00fcrftig sind, stellt sich kaum \u2013 sie wird durch den erfolgreichen Umgang mit der Reproduktionsmedizin in allen anderen progressiven L\u00e4nder bejaht, angefangen bei den USA bis zu den Nachbarsl\u00e4ndern Deutschlands, wie \u00d6sterreich, Spanien und Belgien. Die daraus resultierende Frage ist, an welcher\/ wessen Einstellung wir uns orientieren sollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lebt Deutschland noch im 20. Jahrhundert?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die reproduktive Medizin in Deutschland immer noch die Stellung einer kritisierten medizinischen Hilfeleistung annimmt, reagieren seine Nachbarl\u00e4nder auf dringende \u00f6ffentliche Forderungen mit neuen Gesetzesentw\u00fcrfen. Seit 2013 besch\u00e4ftigt sich die Regierung \u00d6sterreichs mit der Problematik des rund zwanzig Jahre alten Fortpflanzungsmedizingesetzes, das den modernen Erkenntnissen entsprechend angepasst werden und die Diskriminierung lesbischer Paare endlich streichen sollte. Infolgedessen trat im Jahr 2015 ein neues liberales Gesetz in Kraft, das eine gravierende Reform der Fortpflanzungsmedizin aufweist und sowohl f\u00fcr heterosexuelle als auch f\u00fcr lesbische Paare all das erlaubte, was in Deutschland immer noch verboten ist: die Eizellspende, die Samenspende Dritter bei der k\u00fcnstlichen Befruchtung und eine beschr\u00e4nkte Pr\u00e4implantationsdiagnostik, also die Untersuchung der befruchteten Eizelle vor dem Einsetzen in die Geb\u00e4rmutter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So betonte die \u00f6sterreichische Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, dass mit diesem Entwurf &#8222;jahrzehntelange frauenpolitische Forderungen&#8220; endlich umgesetzt werden. Au\u00dferdem sollte verhindert werden, dass Frauen f\u00fcr diese Ma\u00dfnahmen ins Ausland fahren m\u00fcssen. Eine \u00e4hnliche Praxis der modernen Reproduktionsmedizin wurde vor Jahren sogar in den sogenannten Drittl\u00e4ndern umgesetzt, wobei in einigen, wie beispielsweise in der Ukraine die k\u00fcnstlichen Ma\u00dfnahmen zur Bildung von Familien die Form eines komplex funktionierenden Flie\u00dfbandablaufs annahmen. Mittlerweile f\u00fchrt die Ukraine IVF-Programme mithilfe der Spendereizellen f\u00fcr Frauen beliebigen Alters aus aller Welt durch. Trotz der Emp\u00f6rung \u00fcber diese Verfahren und der moralischen Fragw\u00fcrdigkeit wegen fehlender Einschr\u00e4nkungen werden in dem gr\u00f6\u00dften Kiewer Zentrum BioTexCom jedes Jahr mehr als 20 europ\u00e4ische Frauen schwanger, deren Alter \u00fcber 60 liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber wie das ber\u00fchmte Sprichwort lautet \u201e<em>Was Jupiter darf, darf der Ochse noch lange nicht<\/em>\u201c: W\u00e4hrend einzelne M\u00fctter, die sich f\u00fcr den Wunsch des Mutterwerdens im hohen Alter entschieden haben, mit den negativen sozialen Reaktionen zu rechnen haben, gewinnen die Gro\u00dfkonzerne, die ihren Angestellten die Kosten f\u00fcr das Einfrieren von Eizellen bezahlen, einen entgegengesetzten aufopfernden Eindruck. Die Arbeitgeber des Silicon Valley, wie Apple, Facebook und Google nehmen den Aspekt der K\u00fcnstlichkeit und des hohen Alters zuk\u00fcnftiger M\u00fctter anscheinend nicht so ernst wie die Amtstr\u00e4ger und ermuntern ihre Mitarbeiterinnen zum sogenannten &#8211; provokant gesagt &#8211; paradiesischen \u201eSocial Freezing\u201c, einer immer beliebteren Methode unter Frauen, die das Ticken der biologischen Uhr stoppt. Damit k\u00f6nnen sich die j\u00fcngeren Mitarbeiterinnen weniger von der Arbeit ablenken lassen und die eingefrorenen Eizellen erst in ihrem Rentenalter auftauen und diese befruchten lassen. Mit anderen Worten: Was die Gesetzgebung nicht erm\u00f6glicht, erlaubt die Globalisierung und das finanzielle Interesse der Gro\u00dfunternehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die Ukraine \u2013 der Wilde Osten der Reproduktionsmedizin.<\/strong><br \/>\n<strong> USA \u2013 der Wilde Westen. Was sind dann wir?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche politischen und kulturellen Konsequenzen es auch haben wird, dass eine neue Generation von Menschen einer k\u00fcnstlichen biologischen Ordnung angeh\u00f6rt und M\u00fctter im hohen Alter auftreten, wird sich erst nach Jahrzehnten zeigen, aber die Tatsache steht fest: Der Prozess ist nicht mehr aufzuhalten. Ob es zu Utopia wird, ist eine andere Frage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Alles in allem sieht es ganz so aus, als w\u00e4re uns Utopia viel n\u00e4her, als irgend jemand es sich vor nur f\u00fcnfzehn Jahren h\u00e4tte vorstellen k\u00f6nnen. Damals verlegte ich die Utopie sechshundert Jahre in die Zukunft. Heute scheint es durchaus m\u00f6glich, da\u00df uns dieser Schrecken binnen eines einzigen Jahrhunderts auf den Hals kommt..<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aldous Huxley, der 1932 mit seinem Roman \u201eSch\u00f6ne Neue Welt\u201c eine m\u00f6gliche reproduktionsmedizinisch orientierte Entwicklung unserer modernen Gesellschaft beschrieben hat, regt zum Nachdenken an, wie ein utopischer Gesellschaftsentwurf aussehen k\u00f6nnte, wenn alle Grenzen aufgehoben sind. Gleichzeitig betonte er auch, dass die technisierte Entmenschlichung nicht mehr aufzuhalten sei. Aber vielleicht k\u00f6nnte man dem Progress vern\u00fcnftige Grenzen setzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die fragw\u00fcrdigen Motive der L\u00e4nder, wo die Reproduktionsmedizin \u201eohne Grenzen\u201c und \u201emit Garantie\u201c funktioniert, zu ergr\u00fcnden, habe ich den Pressesprecher einer der gr\u00f6\u00dften osteurop\u00e4ischen Kliniken, BioTexCom, interviewt, der seine moralische Einstellung zur k\u00fcnstlichen Befruchtung rasend schnell pr\u00e4sentiert hat:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em>Wenn Sie von der Moral sprechen, dann sollten Sie sich erst die Schicksale von Frauen anschauen, die sich in Deutschland in langwierigen klinischen Prozeduren erfolglos behandeln lie\u00dfen und sich nachher gezwungen f\u00fchlten eine Alternative im Ausland zu suchen. Wir haben eine Erfolgsquote von 92%, geben eine Garantie und machen so viele Programme, wie es n\u00f6tig ist, und zwar, weil wir uns nicht hinter solchen Begriffen wie Ausbeutung und Moral verstecken. Frau Raunigk war in unserer Klinik mit ihren 65 Jahren kein Einzellfall, aber das wollen wir auch nicht verschweigen. Und was wird in Deutschland gemacht? Statt den neuesten medizinischen Trends zu folgen und Zuhilfenahmen von Dritten einzusetzen, ersetzen Sie diese durch psychologische Methoden \u2013 \u201agute Tante und guter Onkel sein\u2019.<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die Gr\u00fcnde, warum die neuen Reproduktionstechnologien in die herk\u00f6mmliche Gestalt der Familie so stark eingreifen und wie stark sie die Moral unserer Gesellschaft besch\u00e4digen, kann eine lange Diskussion gef\u00fchrt werden. Viel wichtiger ist es, eine goldene Mitte zwischen Moral und Technologie zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einer der Kerngedanken nach dem Interview mit dem Pressesprecher der BioTexCom war die \u00dcberlegung, dass in der Reproduktionsmedizin klare, wenn auch liberale Grenzen notwendig sind. Ein weiterer Punkt besteht in dem Gedanken, dass wenn der Kinderwunsch sehr stark ist, wird man auf jeden Fall nach Alternativen suchen, auch im Ausland. Warum k\u00f6nnen wir dann nicht diejenigen sein, die das Beste aus \u00d6sterreich, den USA und der Ukraine nehmen diese beiden Str\u00e4nge zu einem hoch innovativen und moralisch rationalem Konzept verbinden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Statt den Grad der Moral in L\u00e4ngen- und Breitengraden zu messen, sollte unsere Politik vielleicht anfangen, diese legislativ durchzusetzen: Erst wenn wir Gesetze schaffen, die kinderlosen Paaren zu Hause Hoffnung schenken und sie nicht mehr in ihrem nat\u00fcrlichen Kinderwunsch eingrenzen, und damit zwingen, sich im Ausland behandeln zu lassen, k\u00f6nnen wir von Moral und gesellschaftlichen Werten predigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"width: 640px;\" class=\"wp-video\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('video');<\/script><![endif]-->\n<video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-36700-1\" width=\"640\" height=\"358\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"http:\/\/de.newseurope.info\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/1_fin.mp4?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/de.newseurope.info\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/1_fin.mp4\">http:\/\/de.newseurope.info\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/1_fin.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[jwplayer mediaid=&#8220;37963&#8243;]<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article138500409\/Mutter-mit-55-dank-Eizellspende-und-Leihmutter.html\">Dank Eizellspende und Leihmutter wurde sie Mutter mit 55<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Im 21. 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