{"id":36274,"date":"2015-06-06T15:58:15","date_gmt":"2015-06-06T15:58:15","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=36274"},"modified":"2015-06-06T15:58:15","modified_gmt":"2015-06-06T15:58:15","slug":"online-streaming-das-ende-des-kabelanschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=36274","title":{"rendered":"Online-Streaming: Das Ende des Kabelanschluss"},"content":{"rendered":"<p>Muss das klassische Fernsehen den Online-Streamingdiensten weichen? Unsere zwei Autoren sind da geteilter Meinung. Zun\u00e4chst die Argumente, die gegen den Fortbestand der \u00c4ra des Kabelanschluss sprechen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Endlich befreit von den Fesseln des klassischen Fernsehens, herrscht nun im Wohnzimmer die absolute Freiheit. Das erste Bier in der Hand, zwei Stunden Zeit f\u00fcr einen Film und mindestens drei Fernbedienungen zur Auswahl. Selbstbestimmt und effizient Fernsehen schauen: Nicht das Programm, was die privaten und \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender vorgeben, sondern eine Auswahl dessen, was die Online-Videodienste anbieten. Wann und wie lange man schaut, l\u00e4sst sich vorher perfekt bestimmen. So greift man besser zur n\u00e4chsten Folge der Lieblingsserie, wenn man weniger als eineinhalb Stunden Zeit hat. Das Angebot ist riesig. Ob Netflix, Maxdome, Amazon, Watchever, Google Play Movies, iTunes, Sony Unlimited oder andere Anbieter: Jeder von ihnen verleiht mehrere tausend Filme und Serien. Da ist immer etwas dabei.<\/p>\n<p>Die Wahl des Anbieters entscheidet dar\u00fcber, wie der Fernsehzuschauer der Zukunft auf die Inhalte zugreift. Wer seine Filme und Serien direkt auf seinem TV-Ger\u00e4t von Amazon, Google oder Apple streamen will, braucht eine Set-Top-Box. Das kann bei allen drei Anbietern zun\u00e4chst eine kleine schwarze Kiste f\u00fcr einen Preis von 80 bis 100 Euro sein. Die hei\u00dfen dann Fire TV, Nexus Player oder Apple TV. Amazon und Google bieten ihre Hardware auch in Form eines USB-Sticks an, der g\u00fcnstiger ist. Alle Ger\u00e4te verbindet man per HDMI-Kabel mit dem Fernseher, sie brauchen zudem eine Steckdose. Die Daten aus dem Internet holen sie sich kabellos \u00fcber den heimischen Router. Und nat\u00fcrlich verlangen Amazon, Google und Apple vom Nutzer, dass er ein Kundenkonto hat.<\/p>\n<h2>Jedem sein Bezahlmodell<\/h2>\n<p>Bei Google und Apple bezahlt man wie in einer virtuellen Videothek. Ein Film kostet im Durchschnitt vier bis f\u00fcnf Euro, die Ausleihe endet nach 48 Stunden, nachdem man ihn gestartet hat. Filme lassen sich bei den meisten Anbietern auch f\u00fcr den drei- bis vierfachen Leihpreis kaufen. Mittlerweile ist hierbei eine Strategie zu erkennen. Wohl unter dem Diktat der Verleiher sollen Kunden dazu verf\u00fchrt werden, mehr Filme zu kaufen. Brandneue Streifen werden auf der Startseite un\u00fcbersehbar beworben, stehen zun\u00e4chst aber nur zum Kauf zur Verf\u00fcgung. Ein paar Wochen sp\u00e4ter gehen sie dann kurzzeitig in den Leihstatus, um dann wieder als Kauf-Film zu enden. Es gibt sogar aktuelle Filme, die nur zu kaufen sind.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/umwelt-technik\/tag-ohne-internet-was-fehlt-am-meisten-in-der-offline-welt-13620779.html\" title=\"In der Welt namens Offline: Ein Tag ohne Internet\" class=\"arrowLink mmoLink \">In der Welt namens Offline: Ein Tag ohne Internet<\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/feuilleton\/medien\/ard-jauch-talkshow-laeuft-zum-jahresende-aus-13631411.html\" title=\"Jauch-Talkshow bei ARD l\u00e4uft zum Jahresende aus\" class=\"arrowLink mmoLink \">Jauch-Talkshow bei ARD l\u00e4uft zum Jahresende aus<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein etwas anderes Konzept ist das der gemischten Flatrate. Ein attraktives Angebot kommt von Amazon: Prime-Mitglieder bekommen nicht nur ihre Pakete garantiert am n\u00e4chsten Tag geliefert, sondern k\u00f6nnen f\u00fcr die j\u00e4hrliche Geb\u00fchr von 49 Euro jederzeit auf Tausende Filme und Serien von Prime Instant Video zugreifen. Dieses Konzept ist vor allen Dingen deshalb attraktiv, weil Amazon vor kurzem den Fire-TV-Stick auf den Markt gebracht hat, der nur 39 Euro kostet. Doch Vorsicht, wie bei anderen gemischten Flatrates auch m\u00fcssen Fans von aktuellen Blockbustern fast immer pro Ausleihe bezahlen, weil genau diese selten im Preis inbegriffen sind. F\u00fcr sie d\u00fcrften Googles, Apples oder Sonys Dienste interessanter sein, weil keine Grundgeb\u00fchr anf\u00e4llt und der Nutzer pro Film bezahlt.<\/p>\n<h2>Mit ein, zwei Handgriffen zum Online-Angebot<\/h2>\n<p>Eine zus\u00e4tzliche Hardware ist nicht immer notwendig, um Video-on-Demand-Dienste nutzen zu k\u00f6nnen. Aktuelle Fernseher haben mittlerweile Apps in ihrem Smart-TV-Bereich, mit denen man Netflix, Maxdome, Watchever und andere Angebote streamen kann. Einzige Voraussetzung ist der Internetzugang des Fernsehger\u00e4tes. Sollte dieser nicht vorhanden sein, sind wiederum die genannten Set-Top-Boxen eine M\u00f6glichkeit, den Fernseher internetf\u00e4hig zu machen. Und da sie viele der Apps enthalten, die ein smarter Fernseher ebenso bereith\u00e4lt, hat man das Ger\u00e4t auch in dieser Hinsicht aktualisiert.<\/p>\n<p>Der Weg zum Online-Video-Angebot erfordert in beiden F\u00e4llen wenige Handgriffe. Setzt man eine Set-Top-Box ein, egal ob als Kiste oder Stick, muss man am Fernsehger\u00e4t auf den belegten HDMI-Eingang umschalten. Mit der entsprechenden Fernbedienung geht es dann weiter. Diese kann alternativ auch ein Smartphone sein. F\u00fcr Amazons Fire TV, Googles Nexus Player und Apple TV lassen sich entsprechende Apps herunterladen. Ebenso anwenderfreundlich ist mittlerweile der Smart-TV-Bereich aktueller TV-Ger\u00e4te. Das \u00d6ffnen der Anbieter-App ist meist nur noch ein oder zwei Tastenklicks auf der Fernbedienung entfernt.<\/p>\n<h2>Filme und Serien zu jeder Zeit und an jedem Ort<\/h2>\n<p>Das Streaming-Angebot des klassischen Fernsehens wird dieses auch nicht mehr retten k\u00f6nnen. HbbTV ist zwar praktisch, weil der Weg zur Mediathek auf der Fernbedienung dank der farbigen Tasten k\u00fcrzer nicht sein k\u00f6nnte. Doch selbst dann muss man erst zum Sender zappen, dessen Archiv erst noch durchsucht werden will. Da l\u00e4sst sich auch schnell zu Fire TV oder dem Nexus Player wechseln. Fernbedienung in die Hand nehmen, Film per Sprachsteuerung suchen und die Vorf\u00fchrung beginnt. Cineasten k\u00f6nnen von Amazon bis Watchever Filme auch in der Originalversion und h\u00e4ufig in HD-Qualit\u00e4t anschauen. Nur Google streamt konsequent synchronisierte Fassungen.<\/p>\n<p>Und wenn das Bier getrunken und das Sofa zu unbequem ist, nimmt man das Tablet mit ins Bett und guckt den Film mit der App an der Stelle weiter, an der man im Wohnzimmer aufgeh\u00f6rt hat. Oder man l\u00e4dt ihn herunter und schaut ihn unterwegs. Manche Anbieter m\u00fcssen noch ein bisschen nachbessern, um es noch einfacher zu machen. Netflix mag nicht jeden Browser, Maxdome verlangt die Installation des Silverlight-Plugins und bis auf iTunes hakte bei den anderen immer mal wieder das Streaming. Ansonsten zeigen die Video-on-Demand-Anbieter, wie die Zukunft des Fernsehens aussehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><em>Die Argumenten gegen das Ende der \u00c4ra des Kabelanschlusses lesen Sie am Sonntag, den 07.06.2015, auf FAZ.NET.<\/em><\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/online-streaming-das-ende-des-kabelanschluss-13624463.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/online-streaming-das-ende-des-kabelanschluss-13624463.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Muss das klassische Fernsehen den Online-Streamingdiensten weichen? Unsere zwei Autoren sind da geteilter Meinung. 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