{"id":35261,"date":"2015-04-26T06:25:00","date_gmt":"2015-04-26T06:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=35261"},"modified":"2015-04-26T06:25:00","modified_gmt":"2015-04-26T06:25:00","slug":"standardausstattung-bei-skoda-mirrorlink-fahrt-in-die-sackgasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=35261","title":{"rendered":"Standardausstattung bei \u0160koda: Mirrorlink f\u00e4hrt in die Sackgasse"},"content":{"rendered":"<p>Die Idee ist zun\u00e4chst bestechend: Man verwendet ein Smartphone und baut statt des Navi-Systems nur einen Monitor ein. Doch die Anbindung f\u00fcr Android ist schon veraltet und funktioniert schlecht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Idee ist zun\u00e4chst bestechend: Statt das Auto mit teuren Bordsystemen f\u00fcr Navigation und Unterhaltung auszur\u00fcsten, verwende man die ohnehin vorhandene Technik der Passagiere, n\u00e4mlich ihr modernes Smartphone. F\u00fcrs Auto reicht ein simpler Monitor. Die Intelligenz, die Sim-Karte und die Apps stecken in der Hosentasche des Fahrers und werden von einem Ger\u00e4t aufs andere gespiegelt.<\/p>\n<p>Nicht nur die Fahrzeugl\u00f6sungen von Google und Apple basieren auf dieser Idee. Viel \u00e4lter ist Mirrorlink, das vor mehr als f\u00fcnf Jahren von Nokia entwickelt wurde, damals noch unter dem Namen Terminal Mode. Nun ist Mirrorlink auf der Stra\u00dfe angekommen, und zwar in der Werksausstattung von \u015akoda. Zuvor hatte es die Technik schon in einige Autoradios mit Touch-Display von Alpine, Sony, JVC und Pioneer geschafft. Bei \u015akoda l\u00e4uft Mirrorlink im neuen Fabia, wo es mit dem Infotainmentsystem Bolero zusammenspielt, das wiederum zwischen 220 und 650 Euro kostet. Mit im Paket sind stets Radio, MP3-Musikwiedergabe und ein Bluetooth-Freisprecher. Der kleine Monitor mit 6,5 Zoll (16,5 Zentimeter) in der Diagonale ist nur das Bedienterminal f\u00fcr Mirrorlink. Das erkl\u00e4rt den g\u00fcnstigen Preis. Aber die T\u00fccke liegt im Detail.<\/p>\n<p><span class=\"MediaLink\"><span class=\"ArtikelBild610        \"><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/standardausstattung-bei-koda-mirrorlink-faehrt-in-die-sackgasse-13547501\/standardausstattung-im-skoda-13555302.html\"            title=\"34049350\"><img data-src='http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/technik-motor\/415073051\/1.3555302\/article_multimedia_overview\/standardausstattung-im-skoda.jpg' title='Standardausstattung im Skoda Fabia' data-process-retina='1' height='344' itemprop='contentUrl' onload='processRetinaDerivate(this)-' alt='34049350' width='610' class='media' src='\/img\/leer.gif' \/><\/a><span class=\"Bildunterschrift\" itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\"title=\"Standardausstattung im Skoda Fabia\">Standardausstattung im Skoda Fabia<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ben\u00f6tigt man ein passendes Android-Smartphone, eine Kompatibilit\u00e4tsliste findet sich unter https:\/\/cert.mirrorlink.com\/ProductListing. Wir nahmen ein HTC One, das mit USB-Kabel angebunden sein muss. Kabellos funktioniert Mirrorlink nicht. Aber f\u00fcr die Wiedergabe von Musik und Navi-Anweisungen muss trotzdem eine Bluetooth-Anbindung erfolgen. Selbst der an sich simple Kabelanschluss bereitet Probleme. Wie viele Kollegen stellten auch wir im zweiw\u00f6chigen Testbetrieb immer wieder fest, dass Mirrorlink eine Diva ist.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig weist sie die Verbindung zum Smartphone-Partner ab, ebenso h\u00e4ufig gibt es w\u00e4hrend der Fahrt ein abruptes Ende des beiderseitigen Austausches. Ins Auto steigen und sofort losfahren: Das war fr\u00fcher. Hier fordert das Infotainment mehr Aufmerksamkeit denn je. Festzuhalten bleibt, dass nicht nur Mirrorlink zickt, sondern sich auch gelegentlich Bluetooth-Audio verabschiedet und bei dieser Gelegenheit alle 30 Sekunden eine Fehlermeldung einblendet.<\/p>\n<p>Wenn es funktioniert, wird im stehenden Fahrzeug nur ein Teil des Smartphone-Bildschirms auf den Bordmonitor gespiegelt. Damit hat sich die Mirror-Idee schon erledigt. Denn die hohe Display-Aufl\u00f6sung neuerer Smartphones (etwa QHD mit 2560 \u00d7 1440 Pixel) passt nicht zur geringen Aufl\u00f6sung typischer Bordsysteme, die zum Beispiel mit 800 \u00d7 600 oder hochaufl\u00f6send mit 1280 \u00d7 960 Pixel laufen. Mit den Android-Symbolen und Bedienelementen kann man dann am Bordmonitor einzelne Funktionen aufrufen, Apps starten und beispielsweise seine E-Mail abrufen. Nur ist das Ganze ziemlich sinnfrei: Am Smartphone kommt man schneller zurecht und sieht mehr.<\/p>\n<p><span class=\"MediaLink\"><span class=\"ArtikelBild610        \"><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/standardausstattung-bei-koda-mirrorlink-faehrt-in-die-sackgasse-13547501\/sygic-navi-das-sieht-vertraut-13555300.html\"            title=\"34049345\"><img data-src='http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/technik-motor\/3193648401\/1.3555300\/article_multimedia_overview\/sygic-navi-das-sieht-vertraut.jpg' title='Sygic-Navi: Das sieht vertraut aus' data-process-retina='1' height='344' itemprop='contentUrl' onload='processRetinaDerivate(this)-' alt='34049345' width='610' class='media' src='\/img\/leer.gif' \/><\/a><span class=\"Bildunterschrift\" itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\"title=\"Sygic-Navi: Das sieht vertraut aus\">Sygic-Navi: Das sieht vertraut aus<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr den Betrieb im fahrenden Auto ben\u00f6tigt man mit Mirrorlink kompatible Apps. Auch das ist eine Entt\u00e4uschung, weil der Charme der urspr\u00fcnglichen Idee darin bestand, dass jede App zur Fahrzeug-App werden k\u00f6nne. Das Infotainment im Auto sollte auf Augenh\u00f6he mit den schnelllebigen Smartphone-Entwicklungen fahren. Davon ist jetzt nicht mehr die Rede. Es gibt ein Dutzend Mirrorlink-Apps, einige waren von \u015akoda in unserem Fahrzeug bereits aufgespielt, etwa zur Auswertung des Fahrverhaltens.<\/p>\n<p>Aber sie funktionierten leider nicht. Parkopedia zur Parkplatzsuche probierten wir aus &#8211; und erhielten gleich die Fehlermeldung, in diesem Fahrzeug m\u00fcsse man ein Premium-Nutzer sein und m\u00f6ge bitte zun\u00e4chst die App updaten. Auch die Routenf\u00fchrung mit Sygic Car stand zun\u00e4chst unter einem etwas ungl\u00fccklichen Stern: Als wir den Kopiloten wirklich dringend ben\u00f6tigten und gerade die Zieleingabe abgeschlossen hatten, kam die Meldung, man solle sich anmelden und ein Konto erstellen. In Hessisch-Sibirien ohne Mobilfunkabdeckung.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/autofabrik-fuer-die-zukunft-wir-stellen-ein-1000-roboter-13548554.html\" title=\"Wir stellen ein: 1000 Roboter\">Wir stellen ein: 1000 Roboter<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/vw-bus-t6-nummer-fuenf-lebt-13547509.html\" title=\"Volkswagen pr\u00e4sentiert den VW T6\">Volkswagen pr\u00e4sentiert den VW T6<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/bmw-7er-erste-testrunden-der-redaktion-13545934.html\" title=\"Neuer BMW 7er: Das Flaggschiff wird zum Kreuzer\">Neuer BMW 7er: Das Flaggschiff wird zum Kreuzer<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Zum Gl\u00fcck leitete Sygic Car trotzdem zum Ziel. Die Navi-App erlaubt es, das Kartenmaterial im Smartphone vorzuhalten, so dass man w\u00e4hrend der Routenf\u00fchrung nicht auf eine Internetverbindung angewiesen ist. Sygic Car l\u00e4sst sich gratis ausprobieren, kostet aber anschlie\u00dfend um die 80 Euro, und f\u00fcr Verkehrsinformationen bezahlt man noch einmal extra. Soll jedes Familienmitglied f\u00fcr Fahrten im Fabia die App kaufen? Oder kauft man f\u00fcr den Fabia ein eigenes Smartphone?<\/p>\n<p>Die Software arbeitet ordentlich, indes wird bei allen Ansagen der erste Halbsatz verschluckt. Die Liste der Sonderziele im Kartenmaterial ist verbl\u00fcffend gro\u00df, und es gibt eine ganze Reihe von pfiffigen Funktionen. Etwa nicht nur Hinweise auf ein Tempolimit, sondern auch auf dessen n\u00e4chste \u00c4nderung. Man sieht, dass sich der Spurt nicht lohnt, weil schon 800 Meter weiter die n\u00e4chste Beschr\u00e4nkung kommt.<\/p>\n<p>Weitere Android-Apps sind derzeit von \u015akoda nicht f\u00fcr die Mirrorlink-Navigation freigegeben. Mit Google Maps und anderen wird nach dem Anfahren der Bildschirm schwarz geschaltet. Aber mit Sygic Car l\u00e4sst es sich durchaus leben. Nur lohnt sich Mirrorlink insgesamt nicht. Vom Spiegeln des Bildschirms kann keine Rede sein. Die unzuverl\u00e4ssige Ankopplung, die Beschr\u00e4nkung auf ausgesuchte Android-Ger\u00e4te und eine Handvoll Apps konterkarieren das urspr\u00fcngliche Konzept. Der neue Fabia wird gewiss l\u00e4nger fahren, als die alten Androiden navigieren.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/standardausstattung-bei-koda-mirrorlink-faehrt-in-die-sackgasse-13547501.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/standardausstattung-bei-koda-mirrorlink-faehrt-in-die-sackgasse-13547501.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee ist zun\u00e4chst bestechend: Man verwendet ein Smartphone und baut statt des Navi-Systems nur einen Monitor ein. 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