{"id":34215,"date":"2015-03-05T11:01:26","date_gmt":"2015-03-05T11:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=34215"},"modified":"2015-03-05T11:01:26","modified_gmt":"2015-03-05T11:01:26","slug":"mobilfunkstandard-5g-forschen-am-internet-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=34215","title":{"rendered":"Mobilfunkstandard 5G: Forschen am Internet der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Wenn es nach den Netzwerkherstellern auf dem Mobile World Congress in Barcelona geht, ist der Mobilfunkstandard 5G die goldene Zukunft. Und sie soll schon bald Wirklichkeit werden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wenn es nach der britischen Fernsehsendung \u201eI Survived a Zombie Apocalypse\u201c geht, k\u00f6nnte der 5G genannte k\u00fcnftige Mobilfunkstandard eine Bedrohung werden. In der satirisch angehauchten \u00dcberlebensshow k\u00e4mpfen britische B\u00fcrger um ihre Zukunft, nachdem der Gro\u00dfteil der Menschheit sich in Untote verwandelt hat. Die Katastrophe ausgel\u00f6st hat ein superschnelles Datennetz namens 5G. Wenn es nach den Netzwerkherstellern auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona geht, ist 5G dagegen die goldene Zukunft. Und sie soll schon bald Wirklichkeit werden, sp\u00e4testens in f\u00fcnf Jahren.<\/p>\n<p>Die Mobilfunkindustrie arbeitet schon jetzt an dem neuen Standard, weil immer mehr Menschen das Internet unterwegs verwenden. Hinzu kommt aber noch eine zweite Entwicklung: das Internet der Dinge, \u00fcber das sich immer mehr Ger\u00e4te mit dem Netz und dann auch untereinander verbinden. W\u00e4hrend die erste Generation der Mobilfunkstandards nur Sprache transportieren konnte, zeichnete sich die zweite schon dadurch aus, dass die zugeh\u00f6rigen Netze Textnachrichten \u00fcbertragen konnten, zum Beispiel in Form von SMS. Von der Mitte der neunziger Jahre eingef\u00fchrten dritten Generation an kam dann das mobile Internet hinzu. Die vierte Version machte dieses unter dem Oberbegriff \u201eLong Term Evolution\u201c wiederum noch etwas schneller.<\/p>\n<p>Doch in einer Welt, in der immer mehr Ger\u00e4te in der Industrie oder dem Haushalt mit Sensoren ausgestattet sind und Daten senden oder empfangen k\u00f6nnen, reicht die Kapazit\u00e4t des 4G-Standards nicht mehr aus. Wenn nicht nur Menschen mit Menschen, sondern auch mit Ger\u00e4ten und diese wiederum untereinander verbunden sind, braucht es leistungsf\u00e4higere Netze als heute. Der schwedische Netzwerkausr\u00fcster Ericsson geht zum Beispiel von 50 Milliarden Ger\u00e4ten rund um die Welt aus, die im Jahre 2020 am Netz sein sollen. Manche Sch\u00e4tzungen liegen noch h\u00f6her.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/mwc\/liveblog-zum-mobile-world-congres-2015-in-barcelona-13452360.html\" title=\"T\u00e4glicher Liveblog vom MWC\">T\u00e4glicher Liveblog vom MWC<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/facebook-mark-zuckerbergs-charmeoffensive-13460004.html\" title=\"Soziales Netzwerk Facebook: Mark Zuckerbergs Charmeoffensive\">Soziales Netzwerk Facebook: Mark Zuckerbergs Charmeoffensive<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/mwc\/samsung-praesentiert-auf-dem-mwc-das-galaxy-s6-und-s6-edge-13453870.html\" title=\"Samsung pr\u00e4sentiert auf dem MWC das Galaxy S6 und S6 Edge\">Samsung pr\u00e4sentiert auf dem MWC das Galaxy S6 und S6 Edge<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/mwc\/barcelona-die-smarte-zukunft-der-mobilen-welt-13456492.html\" title=\"Die smarte Zukunft der mobilen Welt \">Die smarte Zukunft der mobilen Welt <span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Au\u00dferdem arbeiten viele Unternehmen rund um die Welt an neuen Diensten, die auf besonders widerstandsf\u00e4hige Netze angewiesen sein werden. Wenn wirklich einmal der Computer-Chauffeur von Google in einem selbstfahrenden Auto das Steuer unfallfrei \u00fcbernehmen soll, dann funktioniert das nur, wenn die Mobilfunknetze auch schneller reagieren als bisher. Die rechtzeitige Daten\u00fcbertragung wird hier sogar \u00fcberlebenswichtig. Rund einhundertmal schneller als mit der vierten Generation soll sie mit der f\u00fcnften werden. Die sogenannte Latenzzeit, in der das Netz reagiert, soll auf eine Millisekunde sinken.<\/p>\n<p>\u201e5G ist zwar noch nicht auf dem Markt. Aber es passiert schon eine Menge rund um den neuen Standard\u201c, sagt deshalb auch der Ericsson-Vorstandsvorsitzende Hans Vestberg. Sein Unternehmen will im Juli mit ersten Tests zu der n\u00e4chsten Mobilfunkgeneration beginnen. Die k\u00f6nnten dann so aussehen wie in Barcelona im Miniaturformat demonstriert. Auf einem Tisch hat Ericsson eine Modelleisenbahnwelt aufgebaut, mit Bahnhof und Containerverladezentrum. Per ber\u00fchrungsempfindlichem Bildschirm befiehlt ein Mitarbeiter, dass der Zug losfahren soll, um zwei bestimmte Container aufzunehmen. Im Containerterminal setzt dann ebenfalls ein mit Sensoren ausgestatteter, vollautomatisch arbeitender Greifarm die Beh\u00e4lter im Kleinformat auf den Zug.<\/p>\n<p>Ein anderes Szenario ist der ferngesteuerte Bagger. Mit einer Datenbrille \u00fcber den Augen sitzt ein Mann in einer mitten in der Messehalle aufgebauten Bagger-Attrappe. Das F\u00fchrerhaus des Baggers ist beweglich und mit den herk\u00f6mmlichen Hebeln ausgestattet. Der eigentliche Bagger steht indes drau\u00dfen auf dem Hof und schaufelt auch nur dort den Kies von A nach B.<\/p>\n<h2>5G-Testumgebung in Deutschland<\/h2>\n<p>Ericsson ist l\u00e4ngst nicht das einzige Unternehmen, das sich schon heute mit 5G besch\u00e4ftigt und Teile seiner Forschungsausgaben in H\u00f6he von 5 Milliarden Euro daf\u00fcr aufwendet. Der chinesische Konkurrent Huawei arbeitet ebenfalls an dem neuen Standard. Das Unternehmen will bis 2018 umgerechnet rund 534 Millionen Euro in die Entwicklung der n\u00e4chsten Mobilfunkgeneration stecken. Wie der Konzern vor kurzem ank\u00fcndigte, flie\u00dft ein Teil davon in die bayerische Landeshauptstadt M\u00fcnchen. Dort richtet Huawei zusammen mit der Stadt, der Staatsregierung des Freistaats und der Technischen Universit\u00e4t eine 5G-Testumgebung ein, die bald schon Probel\u00e4ufe nahe an der Realit\u00e4t erm\u00f6glichen soll. Unter anderem sollen Versuche im Feld der virtuellen Medizin zusammen mit \u00c4rzten des Klinikums Rechts der Isar erfolgen.<\/p>\n<p>Doch trotz aller Arbeit an den schnellen Netzen der Zukunft gestaltet sich die Gegenwart der mobilen Kommunikation derzeit f\u00fcr viele Nutzer noch deutlich langsamer als mit der geplanten f\u00fcnften Generation des Mobilfunks. Nach neuen Daten des Branchenverbands GSMA werden bisher erst lediglich 7 Prozent aller Mobilfunkverbindungen rund um die Welt \u00fcber 4G abgewickelt. Allerdings soll diese Ziffer zum Ende des Jahres schon bei 10 Prozent liegen. Bis 2020, zum Start von 5G, soll sie dann auf 30 Prozent anwachsen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/mobilfunkstandard-5g-forschen-am-internet-der-zukunft-13459782.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/mobilfunkstandard-5g-forschen-am-internet-der-zukunft-13459782.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es nach den Netzwerkherstellern auf dem Mobile World Congress in Barcelona geht, ist der Mobilfunkstandard 5G die goldene Zukunft. 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