{"id":34173,"date":"2015-03-06T12:11:42","date_gmt":"2015-03-06T12:11:42","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=34173"},"modified":"2015-03-06T12:11:42","modified_gmt":"2015-03-06T12:11:42","slug":"vereinigte-staaten-will-milliardenstrafe-uber-commerzbank-verhangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=34173","title":{"rendered":"Vereinigte Staaten will Milliardenstrafe \u00fcber Commerzbank verh\u00e4ngen"},"content":{"rendered":"<p>Die Commerzbank steht im Streit um Verst\u00f6\u00dfe gegen amerikanische Handelssanktionen Kreisen zufolge kurz vor einer teuren Einigung. Nach monatelangen Verhandlungen laufe es auf eine Vergleichszahlung von mindestens 1,4 Milliarden Dollar hinaus.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Commerzbank muss wegen des Streits mit den amerikanischen Beh\u00f6rden um Sanktionsverst\u00f6\u00dfe und Geldw\u00e4sche-Vorw\u00fcrfe laut Insidern tief in die Tasche greifen. Im Rahmen eines Vergleichs m\u00fcsse das zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Geldhaus wohl rund 1,4 Milliarden Dollar bezahlen, sagten zwei mit dem Fall vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Eine entsprechende Vereinbarung k\u00f6nnte bereits kommende Woche verk\u00fcndet werden.<\/p>\n<p>Die Commerzbank-Aktie verlor daraufhin am Freitag zeitweise rund ein Prozent. Die Strafe sei etwas h\u00f6her als bisher erwartet, sagte ein H\u00e4ndler. \u201eAllerdings w\u00fcrde die Einigung auch bedeuten, dass das Thema endlich vom Tisch ist.\u201c Der unklare Ausgang des seit Jahren schwelenden Streits h\u00e4nge wie ein Damoklesschwert \u00fcber den Commerzbank-Aktien.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten werfen der Commerzbank und vielen anderen Instituten vor, gegen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und den Sudan versto\u00dfen zu haben. Zudem soll das Institut im Zuge des Betrugsskandals um den japanischen Olympus-Konzern gegen Geldw\u00e4sche-Regeln vorsto\u00dfen haben. Die Einigung mit den amerikanischen Beh\u00f6rden sei noch nicht endg\u00fcltig unter Dach und Fach, betonten Insider. Deshalb k\u00f6nne sich an den endg\u00fcltigen Konditionen auch noch etwas \u00e4ndern. Eine mit dem Vorgang vertraute Person rechnet mit einer Strafe von 1,45 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro). Die Commerzbank und die beteiligten amerikanischen Beh\u00f6rden wollten sich dazu nicht \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<h2>Auch andere Institute wegen Iran-Gesch\u00e4ften im Visier der Beh\u00f6rden<\/h2>\n<p>Die Commerzbank hat ihre R\u00fcckstellungen f\u00fcr Rechtsstreitigkeiten im vergangenen Jahr um knapp 500 Millionen auf rund 1,4 Milliarden Euro angehoben. Finanzchef Stephan Engels warnte jedoch bei der Bilanzpressekonferenz im Februar, dass es dar\u00fcber hinausgehende Belastungen geben k\u00f6nnte, wenn die Bank einen Vergleich mit den amerikanischen Beh\u00f6rden schlie\u00dfe. Der Gewinn des Vorjahres, der bisher bei 602 Millionen Euro liegt, k\u00f6nnte dann nachtr\u00e4glich nach unten korrigiert werden. In den Vergleich sind eine Reihe von Regulierungs- und Justizbeh\u00f6rden eingebunden &#8211; vom Justizministerium bis zur New Yorker Finanzaufsicht als zust\u00e4ndigem Regulierer des Instituts. Die Commerzbank hofft auf diese Weise, die Streitigkeiten mit den amerikanischen Beh\u00f6rden ein f\u00fcr alle mal auszur\u00e4umen.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/aktienfonds-scheinheilige-banken-13456350.html\" title=\"Scheinheilige Banken\">Scheinheilige Banken<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein mahnendes Beispiel ist hier die Deutsche B\u00f6rse: Sie hatte Anfang 2014 ihren Streit mit der amerikanischen Exportkontrollbeh\u00f6rde OFAC wegen Iran-Gesch\u00e4ften gegen die Zahlung von 152 Millionen Dollar beigelegt. Wenige Monate sp\u00e4ter leitete dann ein New Yorker Staatsanwalt neue Ermittlungen wegen desselben Falls ein. Die Commerzbank ist unter anderem wegen Gesch\u00e4ften mit der staatlichen iranischen Reederei IRISL in den Jahren 2002 bis 2007 ins Visier der amerikanischen Beh\u00f6rden geraten. Die Vereinigten Staaten werfen dem Unternehmen vor, die Verbreitung mutma\u00dflicher Massenvernichtungswaffen unterst\u00fctzt zu haben. Die Commerzbank habe gewusst, dass IRISL mit Sanktionen belegt worden sei und habe dennoch Gesch\u00e4fte mit der Firma gemacht.<\/p>\n<p>Auch andere Institute stehen wegen Iran-Gesch\u00e4ften im Visier der amerikanischen Beh\u00f6rden. Einige haben sich mit den Vereinigten Staaten bereits verglichen, bei anderen steht eine Einigung noch aus. Nach der erwarteten Vereinbarung mit der Commerzbank k\u00f6nnten aus Sicht von Experten Vergleiche mit dem franz\u00f6sischen Institute Credit Agricole und der Deutschen Bank folgen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/vereinigte-staaten-will-milliardenstrafe-ueber-commerzbank-verhaengen-13467647.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/vereinigte-staaten-will-milliardenstrafe-ueber-commerzbank-verhaengen-13467647.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Commerzbank steht im Streit um Verst\u00f6\u00dfe gegen amerikanische Handelssanktionen Kreisen zufolge kurz vor einer teuren Einigung. 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