{"id":33854,"date":"2015-02-20T06:44:01","date_gmt":"2015-02-20T06:44:01","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=33854"},"modified":"2015-02-20T06:44:01","modified_gmt":"2015-02-20T06:44:01","slug":"snowden-dokumente-nsa-knackt-verschlusselung-von-sim-karten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=33854","title":{"rendered":"Snowden-Dokumente: NSA knackt Verschl\u00fcsselung von Sim-Karten"},"content":{"rendered":"<p>Von Edward Snowden gesammelte Dokumente zeigen, dass NSA und GCHQ die Verschl\u00fcsselung eines f\u00fchrenden Sim-Karten-Herstellers geknackt haben. Die Geheimdienste k\u00f6nnen so Handygespr\u00e4che und Datenstr\u00f6me \u00fcberwachen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Geheimdienste der Vereinigten Staaten und Gro\u00dfbritanniens k\u00f6nnen einem Medienbericht zufolge die Verschl\u00fcsselung von vielen Sim-Karten in Mobiltelefonen knacken. Die NSA und sein britisches Pendant GCHQ h\u00e4tten die Verschl\u00fcsselungscodes des f\u00fchrenden Sim-Karten-Herstellers Gemalto gestohlen, <a href=\"https:\/\/firstlook.org\/theintercept\/2015\/02\/19\/great-sim-heist\/\">berichtete das Investigativ-Portal \u201eThe Intercept\u201c am Donnerstag<\/a>. Dadurch k\u00f6nnten die Geheimdienste sowohl Handygespr\u00e4che abh\u00f6ren als auch Datenstr\u00f6me von Smartphones anzapfen.<\/p>\n<p>\u201eThe Intercept\u201c berief sich auf ein NSA-Dokument aus dem Jahr 2010, das der fr\u00fchere Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden weitergegeben hatte. Der GCHQ und die NSA verschafften sich demnach die Verschl\u00fcsselungscodes, indem sie die private Kommunikation von Gemalto-Informatikern durchforsteten. Die NSA \u00e4u\u00dferte sich auf Nachfrage zun\u00e4chst nicht zu den Vorw\u00fcrfen. Gemalto hat seinen Sitz in den Niederlanden.<\/p>\n<p>Eine Unternehmenssprecherin teilte mit, der Bericht von \u201eThe Intercept\u201c werde \u201esehr ernst\u201c genommen. Gemalto werde \u201ealle notwendigen Ressourcen\u201c aufwenden, um den Vorw\u00fcrfen nachzugehen. Das Unternehmen sei in den vergangenen Jahren immer wieder von Hackern angegriffen worden und verhalte sich \u201ebesonders wachsam\u201c. Derzeit sei noch keine Verbindung zwischen fr\u00fcheren Hackerattacken und mutma\u00dflichen Aktivit\u00e4ten von NSA und GCHQ festgestellt worden. Gemalto produziert j\u00e4hrlich rund zwei Milliarden Sim-Karten.<\/p>\n<p>Die genaue Dimension des Datendiebstahls ist bisher unklar. In einem Papier geht es nur um einen Zeitraum von drei Monaten im Jahr 2010, in dem Millionen Schl\u00fcssel erbeutet worden seien. Wie es hei\u00dft, habe man einen Weg gefunden, die Codes auf dem Weg zwischen SIM-Hersteller und Netzbetreibern abzufangen. Dabei spielte offenbar auch eine breit angelegte \u00dcberwachung der  Kommunikation von Mitarbeitern der SIM-Karten-Hersteller eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/feuilleton\/aus-dem-maschinenraum\/verschluesselungssoftware-finger-weg-von-meinen-daten-13416853.html\" title=\"Verschl\u00fcsselungssoftware: Finger weg von meinen Daten!\">Verschl\u00fcsselungssoftware: Finger weg von meinen Daten!<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/politik\/ausland\/zusammenarbeit-der-britischen-gchq-mit-nsa-rechtswidrig-13413680.html\" title=\"Britisches Gericht urteilt: GCHQ-Zusammenarbeit mit NSA war rechtswidrig\">Britisches Gericht urteilt: GCHQ-Zusammenarbeit mit NSA war rechtswidrig<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/netzwirtschaft\/google-facebook-microsoft-chefs-nicht-bei-barack-obama-13427498.html\" title=\"Google und Facebook verzichten auf Gipfel mit Obama\">Google und Facebook verzichten auf Gipfel mit Obama<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit den Schl\u00fcsseln, die auf der SIM-Karte gespeichert sind, d\u00fcrfte es jedenfalls recht einfach sein, Handy-Gespr\u00e4che ohne richterlichen Beschluss abzuh\u00f6ren. Zum Beispiel kann sich ein \u00dcberwacher daf\u00fcr als Teil der Netzinfrastruktur ausgeben. Dass NSA und GCHQ Telefongespr\u00e4che und andere Kommunikation auf breiter Front abgreifen k\u00f6nnen, war bereits bekannt. Ein Diebstahl von SIM-Karten-Codes w\u00e4re eine weitere Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p>Die Codes sind urspr\u00fcnglich daf\u00fcr entwickelt worden, um ein Telefon zum Beispiel f\u00fcr Abrechnungszwecke eindeutig im Netz identifizieren zu k\u00f6nnen. Die Hersteller betonen wiederholt, dass die SIM-Karte ein gesch\u00fctzter Ort sei und bauen auf ihr auch Zusatzdienste auf.<\/p>\n<p>Die Website \u201eThe Intercept\u201c wertet die Unterlagen aus, die der Informant Edward Snowden bei der NSA herunterlud. Er hatte die Dateien im Juni 2013 den Journalisten um den Enth\u00fcllungsreporter Glenn Greenwald \u00fcbergeben- seitdem werden sie h\u00e4ppchenweise ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/snowden-dokumente-nsa-knackt-verschluesselung-von-sim-karten-13439240.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/snowden-dokumente-nsa-knackt-verschluesselung-von-sim-karten-13439240.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Edward Snowden gesammelte Dokumente zeigen, dass NSA und GCHQ die Verschl\u00fcsselung eines f\u00fchrenden Sim-Karten-Herstellers geknackt haben. 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