{"id":33479,"date":"2015-02-15T08:44:11","date_gmt":"2015-02-15T08:44:11","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=33479"},"modified":"2015-02-15T08:44:11","modified_gmt":"2015-02-15T08:44:11","slug":"expansion-das-ausland-treibt-das-wachstum-von-haribo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=33479","title":{"rendered":"Expansion: Das Ausland treibt das Wachstum von Haribo"},"content":{"rendered":"<p>Die Goldb\u00e4ren werden \u00fcberall auf der Welt gekauft. In China, Brasilien und Amerika expandiert der Konzern kr\u00e4ftig und mausert sich langsam zum Global Player. Aber auch hierzulande l\u00e4sst Haribo keinen Stein auf dem anderen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die chinesischen Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer sind leider schon in der n\u00e4chsten Besprechung. Zu gerne h\u00e4tte Hans Guido Riegel sie den ber\u00fchmten Slogan in ihrer Muttersprache vortragen lassen. Denn Haribo macht bald auch chinesische Kinder froh. Die Waren f\u00fcr die ersten Lieferungen ins Reich der Mitte sind verpackt, Happy Cola und die Goldb\u00e4ren machen den Anfang. Sie sehen aus wie ihre Artgenossen, die es bei fast jedem deutschen Einzelh\u00e4ndler zu kaufen gibt. Keine Spur von Panda, wie man es vielleicht f\u00fcr China erwartet h\u00e4tte. Riegel lacht. \u201eWir haben das tats\u00e4chlich getestet, mit den Pandab\u00e4ren, die noch mein Onkel kreiert hat. Aber die kamen nicht besonders an, weil die Chinesen den Heidelbeergeschmack nicht so m\u00f6gen.\u201c<\/p>\n<p>Sein Onkel, das war der 2013 kinderlos verstorbene Hans Riegel. Viele Jahrzehnte war er das Gesicht von Haribo in der \u00d6ffentlichkeit, w\u00e4hrend sein Bruder Paul, ein begnadeter Techniker und T\u00fcftler, bis zu seinem Tod 2009 lieber im Hintergrund wirkte. Privat konnten die beiden nicht gut miteinander, aber gesch\u00e4ftlich waren sie ein geniales Gespann. Sie haben das Haribo-Imperium weit \u00fcber die deutschen Grenzen hinaus erweitert, Fruchtgummi und Lakritz nach Bonner Rezept \u00fcberall in Europa fest etabliert. Nun also steht Pauls Sohn Hans Guido, 49 Jahre alt, an der Unternehmensspitze. Zusammen mit dem kaufm\u00e4nnischen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Michael Phiesel erl\u00e4utert er, wie er sich die n\u00e4chste Wachstumsphase vorstellt: die Expansion in \u00dcbersee.<\/p>\n<p>Phiesel breitet einige Grafiken aus. \u201eDas sind die zehn wachstumsst\u00e4rksten M\u00e4rkte. Da wollen wir unsere Pr\u00e4senz weiter ausbauen und zum Teil auch ganz neu hinein\u201c, sagt er. Asien ist ein gro\u00dfes Ziel, die Vereinigten Staaten locken mit dem gr\u00f6\u00dften S\u00fc\u00dfwarenmarkt der Welt, und in Lateinamerika entwickelt eine wachsende Mittelschicht Appetit auf S\u00fc\u00dfes. In China hat Haribo ein Jahr lang den Markt erkundet, Verbrauchervorlieben getestet und sich um Markenschutz f\u00fcr seine Produkte bem\u00fcht. \u201eF\u00fcr uns ist es ein sehr wichtiger Markt, aber wir gehen mit der geb\u00fchrenden Vorsicht heran\u201c, sagt Riegel. Die neu gegr\u00fcndete Landesgesellschaft startet mit dem Vertrieb in Schanghai, noch in diesem Jahr sollen dann zwei weitere St\u00e4dte dazukommen.<\/p>\n<h2>Haribo muss sich erst noch mit der B\u00fcrokratie auseinandersetzen<\/h2>\n<p>Auch Indien und Indonesien stehen in der Planung weit oben. \u201eM\u00f6glichst noch in diesem Jahr, sp\u00e4testens aber 2016 m\u00f6chten wir beide L\u00e4nder beliefern\u201c, sagt Riegel. Dazu muss sich Haribo aber erst noch mit der B\u00fcrokratie auseinandersetzen. Es geht um Einfuhrgenehmigungen und lebensmittelrechtliche Bestimmungen. Einige Farbstoffe aus der Rezeptur f\u00fcr den Goldb\u00e4ren sind in Indien nicht zugelassen, die Haribo-Anw\u00e4lte haben noch einiges zu tun. Aber der Aufwand lohnt sich: Indien ist hinter China, Brasilien und den Vereinigten Staaten der am schnellsten wachsende S\u00fc\u00dfwarenmarkt der Welt.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Pl\u00e4ne haben Riegel und Phiesel in Brasilien. Eine neue Landesgesellschaft wird gegr\u00fcndet, die erste in Lateinamerika. \u201eUnd noch in diesem Jahr werden wir in der N\u00e4he von S\u00e3o Paulo eine eigene kleine Produktion in Betrieb nehmen\u201c, k\u00fcndigte Riegel an. Sehr zufrieden zeigen sich die beiden, allen Unkenrufen zum Trotz, \u00fcber das Gesch\u00e4ft in den Vereinigten Staaten. \u201eUnsere Ums\u00e4tze haben sich dort von 2011 bis 2013 verdoppelt. Auch im vorigen Jahr sind wir in den Vereinigten Staaten zweistellig gewachsen\u201c, sagt Phiesel. Der \u00fcberraschende Tod von Amerika-Chef Sal Ferrara im November sei ein gro\u00dfer Verlust. \u201eUnser Management-Team vor Ort ist aber stark und erfahren genug, die Situation zu bew\u00e4ltigen.\u201c Gerade ist in Chicago ein zweites gro\u00dfes B\u00fcro er\u00f6ffnet worden, und jetzt kommt der n\u00e4chste Schritt: der Aufbau einer Fabrik, f\u00fcr das Haribo nach einem geeigneten Grundst\u00fcck sucht. Drei Standorte sind in der engeren Wahl: Chicago, Indianapolis und Louisville. Im M\u00e4rz reisen die zwei Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer in die Staaten, dann k\u00f6nnte die Kaufentscheidung f\u00fcr das Areal fallen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/expansion-das-ausland-treibt-das-wachstum-von-haribo-13416947.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/expansion-das-ausland-treibt-das-wachstum-von-haribo-13416947.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Goldb\u00e4ren werden \u00fcberall auf der Welt gekauft. In China, Brasilien und Amerika expandiert der Konzern kr\u00e4ftig und mausert sich langsam zum Global Player. 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