{"id":32598,"date":"2015-01-20T04:15:00","date_gmt":"2015-01-20T04:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=32598"},"modified":"2015-01-20T04:15:00","modified_gmt":"2015-01-20T04:15:00","slug":"iwf-prognose-konjunktur-kuhlt-sich-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=32598","title":{"rendered":"IWF-Prognose: Konjunktur k\u00fchlt sich ab"},"content":{"rendered":"<p>Trotz der niedrigen \u00d6lpreise und der Erholung in Amerika schraubt der IWF seine Wachstumsprognosen nach unten &#8211; auch f\u00fcr Deutschland. Neuesten Zahlen zufolge w\u00e4chst Chinas Wirtschaft so langsam wie seit 24 Jahren nicht mehr.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Trotz der g\u00fcnstigen \u00d6lpreise und der Erholung in den Vereinigten Staaten wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr nach Vorhersagen des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) langsamer als erwartet wachsen. Der IWF schraubte seinen Konjunkturausblick f\u00fcr das globale Wachstum um 0,3 Punkte auf 3,5 Prozent nach unten. F\u00fcr Deutschland sagt der IWF nur 1,3 Wachstum in diesem Jahr und 1,5 Prozent im n\u00e4chsten Jahr voraus. Das sind 0,2 und 0,3 Punkte weniger als bei der letzten Prognose im Oktober, wie aus dem Bericht hervorgeht, den der IWF am Dienstag in Peking vorlegte.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/fruehaufsteher\/konjunktur-china-verfehlt-wachstumsziel-fuer-2014-13380211.html\" title=\"China verfehlt Wachstumsziel f\u00fcr 2014\">China verfehlt Wachstumsziel f\u00fcr 2014<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/feuilleton\/wachstumskritik-das-bornierte-streben-nach-profit-13047404.html\" title=\"Wachstumskritik: Das bornierte Streben nach Profit\">Wachstumskritik: Das bornierte Streben nach Profit<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/bruttoinlandsprodukt-das-wesen-des-wachstums-11492005.html\" title=\"Bruttoinlandsprodukt: Das Wesen des Wachstums\">Bruttoinlandsprodukt: Das Wesen des Wachstums<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/grenzen-des-wachstums-die-logik-des-immer-mehr-11671105.html\" title=\"40 Jahre \u201eGrenzen des Wachstums\u201c: Die Logik des Immer Mehr\">40 Jahre \u201eGrenzen des Wachstums\u201c: Die Logik des Immer Mehr<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/sonntagszeitung\/alle-sind-gegen-wachstum-12289271.html\" title=\"Alle sind gegen Wachstum\">Alle sind gegen Wachstum<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/wirtschaftswachstum-die-grenzen-der-wachstumskritik-11906008.html\" title=\"Wirtschaftswachstum: Die Grenzen der Wachstumskritik\">Wirtschaftswachstum: Die Grenzen der Wachstumskritik<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Weltwirtschaft profitiere zwar von den niedrigen \u00d6lpreisen, doch werden die Vorteile durch negative Faktoren wie schw\u00e4chere Investitionen \u201emehr als ausgeglichen\u201c, sagte IWF-Forschungsdirektor Olivier Blanchard. \u201eDie Welt steht vor starken und komplizierten Gegenstr\u00f6mungen\u201c, sagte er. \u201eAuf der einen Seite wirkt sich der R\u00fcckgang der \u00d6lpreise positiv auf gr\u00f6\u00dfere Volkswirtschaften aus. Auf der anderen Seite beeintr\u00e4chtigen schlechtere, langfristige Aussichten in vielen Teilen der Welt die Nachfrage, was einen starken Sog ausl\u00f6st.\u201c<\/p>\n<h2>Sorgen wegen Stagnation<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Euro-Zone wurde der Konjunkturausblick wegen schw\u00e4cherer Investitionsaussichten um 0,2 Punkte auf 1,2 Prozent Wachstum in diesem Jahr verringert. 2016 sollen es auch nur 1,4 Prozent werden &#8211; 0,3 Punkte weniger als bisher erwartet. In der Euro-Zone wie auch in Japan blickt der W\u00e4hrungsfonds besorgt auf Stagnation und niedrige Inflation. Risiken f\u00fcr die Weltwirtschaft werden auch in einer Sprunghaftigkeit auf globalen Finanzm\u00e4rkten gesehen &#8211; besonders in Schwellenl\u00e4ndern, wo die niedrigen \u00d6lpreise vor allem \u00d6lexporteure anf\u00e4llig machten.<\/p>\n<p>Die Korrektur der bisherigen Prognose wurde mit dem langsameren Wachstum in China, in Russland, der Euro-Zone, Japan und geringeren Aktivit\u00e4ten der \u00d6lexporteure begr\u00fcndet. Allein die Wachstumsvorhersage f\u00fcr die Vereinigten Staaten wurde in diesem Jahr wegen der starken heimischen Nachfrage um 0,5 Punkte auf 3,6 Prozent nach oben korrigiert. Die gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft hat sich demnach schneller als erwartet erholt.<\/p>\n<h2>Chinas Wirtschaft lahmt<\/h2>\n<p>In der zweitgr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft in China, die 2014 laut j\u00fcngster Daten des Statistikamtes in Peking mit 7,4 Prozent so langsam wuchs wie seit 24 Jahren nicht mehr, soll das Wachstum dem IWF zufolge in diesem Jahr weiter auf 6,8 Prozent fallen. Das sind 0,3 Punkte weniger als bisher vorhergesagt. Blanchard begr\u00fc\u00dfte allerdings Chinas Entscheidung, die Abh\u00e4ngigkeit der Wirtschaft vom Immobiliensektor und den Schattenbanken zu reduzieren und den heimischen Konsum zu f\u00f6rdern. Das gebremste Wachstum in China d\u00e4mpfe aber auch Erwartungen anderswo in Asien.<\/p>\n<p>F\u00fcr 2014 verfehlte Chinas Regierung damit ihr Ziel eines j\u00e4hrlichen Wirtschaftswachstums von 7,5 Prozent erstmals seit Ende der 90er Jahre &#8211; wenn auch nur knapp. 2012 und 2013 waren bei gleicher Vorgabe aus Peking jeweils 7,7 Prozent Wachstum erreicht worden.<\/p>\n<h2>Deutliche Abk\u00fchlung in Russland erwartet<\/h2>\n<p>Wegen der gesunkenen Einnahmen aus \u00d6lexporten und der politischen Spannungen soll Russlands Wirtschaft in diesem Jahr nach den IWF-Erwartungen sogar um drei Prozent schrumpfen. Hier korrigierte der W\u00e4hrungsfonds seine Erwartungen kr\u00e4ftig um 3,5 Prozent nach unten. Das langsame Wachstum in Japan nannte Blanchard \u201eeine der gro\u00dfen Entt\u00e4uschungen 2014\u201c. Die heimische Nachfrage entspreche nicht den Erwartungen. Auch sei von den Strukturreformen noch nicht viel zu erwarten. So mussten die Wachstumserwartungen f\u00fcr Japan um 0,2 Punkte auf 0,6 Prozent nach unten geschraubt werden.<\/p>\n<p>\u201eSelbst mit dem starken R\u00fcckgang der \u00d6lpreise sind die Aussichten f\u00fcr die Weltwirtschaft weiter ged\u00e4mpft, belastet durch zugrundeliegende Schw\u00e4chen an anderer Stelle\u201c, stellt der IWF-Bericht fest. 2016 soll das globale Wachstum auch nur um 3,7 Prozent zulegen &#8211; wie in diesem Jahr 0,3 Punkte weniger als erwartet. Der W\u00e4hrungsfonds forderte mehr Anstrengungen zur Ankurbelung der Konjunktur und energische strukturelle Reformen.<\/p>\n<p>Blanchard \u00e4u\u00dferte auch die Hoffnung, dass der Nutzen durch die niedrigen \u00d6lpreise gr\u00f6\u00dfer sei, als derzeit angenommen. \u201eWenn wir uns im Fr\u00fchjahr wieder sehen, k\u00f6nnten sich unser Ausblick als ein bisschen zu pessimistisch erwiesen haben. Ich hoffe es sehr.\u201c<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/iwf-prognose-konjunktur-kuehlt-sich-ab-13380125.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/iwf-prognose-konjunktur-kuehlt-sich-ab-13380125.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz der niedrigen \u00d6lpreise und der Erholung in Amerika schraubt der IWF seine Wachstumsprognosen nach unten &#8211; auch f\u00fcr Deutschland. 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