{"id":32371,"date":"2015-01-09T11:41:58","date_gmt":"2015-01-09T11:41:58","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=32371"},"modified":"2015-01-09T11:41:58","modified_gmt":"2015-01-09T11:41:58","slug":"hrs-hotels-mussen-keine-best-preis-garantie-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=32371","title":{"rendered":"HRS: Hotels m\u00fcssen keine Best-Preis-Garantie geben"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Kunden klingt es verlockend, f\u00fcr Hotels ist es ein \u00c4rgernis: Immer die g\u00fcnstigsten Preise auf den eigenen Seiten \u2013 das hat ein Gericht dem Buchungsportal HRS jetzt untersagt. Der Streit geht trotzdem weiter.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Immer die g\u00fcnstigsten Preise f\u00fcr eine Hotel\u00fcbernachtung \u2013 das darf das Hotelportal HRS nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts D\u00fcsseldorf nicht von Herbergsbetrieben verlangen. HRS ist somit mit seiner Beschwerde gegen einen Beschluss des Bundeskartellamtes aus dem Dezember 2013 gescheitert. Die sogenannten Best-Preis-Klauseln bewirkten \u201eeine Einschr\u00e4nkung des Wettbewerbs unter anderem zwischen den verschiedenen Hotelportalanbietern\u201c, begr\u00fcndete der Erste Kartellsenat des Oberlandesgerichts am Freitag seine Entscheidung. Hoteliers w\u00fcrden gehindert, unterschiedliche Konditionen f\u00fcr verschiedene Portale und eigene Internetseiten festzulegen. Die Klauseln seien kartellrechtswidrig.<\/p>\n<p>Kunden hatten in der Vergangenheit das Best-Preis-Versprechen gesch\u00e4tzt. Sie besuchten ein Buchungsportal, w\u00e4hlen das Wunschdomizil und konnten hoffen, den g\u00fcnstigsten Preis f\u00fcr eine \u00dcbernachtung zu ergattern. Doch Ende 2013 untersagte das Bundeskartellamt dem K\u00f6lner Portalbetreiber HRS, Hoteliers zu verpflichten, nirgendwo anders Zimmer zu g\u00fcnstigere Konditionen anzupreisen.<\/p>\n<p>Was Kunden gefiel, stie\u00df den Wettbewerbsh\u00fctern und vielen Hoteliers sauer auf. Streng ausgelegt zwang die Preisklausel die Herbergsbetreiber, auch Kunden, die sich direkt an der Rezeption meldeten, individuelle Rabatte zu verweigern. Der Hotelverband IHA begr\u00fc\u00dfte daher die D\u00fcsseldorfer  Entscheidung. \u201eDies ist ein enorm wichtiger Baustein zur Wiedererlangung der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit f\u00fcr die Hotellerie\u201c, sagte IHA-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Markus Luthe.  Kartellamtspr\u00e4sident Andreas Mundt sagte: \u201eDie Bestpreisklauseln sind nur auf den ersten Blick vorteilhaft f\u00fcr die Verbraucher, da sie letztlich den Wettbewerb zwischen den Hotelbuchungsplattformen einschr\u00e4nken.\u201c Die Beh\u00f6rde sah die Gefahr, dass sich keine neuen Hotelvermittler mehr am Markt etablieren k\u00f6nnten, weil sie nicht mehr \u00fcber Angebote Kunden zu sich locken k\u00f6nnten.<\/p>\n<h2>HRS: Werden im Wettbewerb massiv beeintr\u00e4chtigt<\/h2>\n<p>Bei HRS reagierte dagegen verstimmt. Man sehe sich \u201enach wie vor massiv im Wettbewerb beeintr\u00e4chtigt\u201c, teilte das Unternehmen mit. Aus Sicht des Portalbetreibers ist es ein \u00c4rgernis, dass HRS selbst das Niedrigpreisverlangen untersagt ist, w\u00e4hrend das Verbot Konkurrenten wie Booking.com und Expedia bislang nicht trifft. HRS hat die Best-Preis-Klausel seit 2012 nicht mehr angewendet und mittlerweile aus seinen Gesch\u00e4ftsbedingungen gestrichen. Das Kartellamt ermittelt auch gegen die Wettbewerber, doch mehr als ein Jahr nach dem beh\u00f6rdlichen Verbot f\u00fcr HRS steht eine Entscheidung aus. Das Kartellamt k\u00fcndigte an, die laufenden Verfahren nun z\u00fcgig fortzuf\u00fchren.  HRS pr\u00fcft derweil, gegen die Gerichtsentscheidung Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einzulegen.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/geld-ausgeben\/hotelportale-13361010.html\" title=\"Hotelportale: Hier finden Sie das billigste Hotelzimmer\">Hotelportale: Hier finden Sie das billigste Hotelzimmer<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Best-Preis-Klauseln, in der Branche auch Parit\u00e4tsklauseln genannt, sind im Onlinehandel ein Dauerkonfliktthema. Auch der Versender Amazon hatte in der Vergangenheit von H\u00e4ndlern, die das Portal als Marktplatz f\u00fcr ihre Gesch\u00e4fte nutzten, verlangt, dass sie Produkte aller Art nirgendwo sonst billiger verkaufen. Auch dort schritt das Kartellamt ein. Bevor es zu einer Entscheidung kam, verzichtete Amazon von sich aus auf das Best-Preis-Verlangen. Bei HRS wollte man sich allerdings nicht stillschweigend mit dem Votum der Wettbewerbsh\u00fcter abfinden.<\/p>\n<p>Auch nach dem D\u00fcsseldorfer Gerichtsentscheid schwelt der Streit um die Best-Preis-Klauseln weiter. J\u00fcngst hatte Booking.com in dieser Sache Gegenwind von der EU-Kommission zu sp\u00fcren bekommen. Daraufhin hatte die Tochtergesellschaft des gr\u00f6\u00dften Online-Touristikers der Welt, Priceline, angek\u00fcndigt, k\u00fcnftig nicht mehr auf gleiche Niedrigpreise von Hoteliers auf allen Internetportalen zu bestehen. Festhalten will Booking jedoch daran, dass Hoteliers nicht an der Rezeption und auf eigenen Webseiten die Portalpreise unterbieten d\u00fcrfen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/hrs-hotels-muessen-keine-best-preis-garantie-geben-13361142.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/hrs-hotels-muessen-keine-best-preis-garantie-geben-13361142.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Kunden klingt es verlockend, f\u00fcr Hotels ist es ein \u00c4rgernis: Immer die g\u00fcnstigsten Preise auf den eigenen Seiten \u2013 das hat ein Gericht dem Buchungsportal HRS jetzt untersagt. 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