{"id":32038,"date":"2014-12-20T21:05:00","date_gmt":"2014-12-20T21:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=32038"},"modified":"2014-12-20T21:05:00","modified_gmt":"2014-12-20T21:05:00","slug":"ukraine-krise-deutsche-industrie-lehnt-scharfere-russland-sanktionen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=32038","title":{"rendered":"Ukraine-Krise: Deutsche Industrie lehnt sch\u00e4rfere Russland-Sanktionen ab"},"content":{"rendered":"<p>In der deutschen Industrie rumort es wegen den immer sch\u00e4rfer werdenden Sanktionen gegen Russland. Der Multi-Aufsichtsrat Werner Wenning warnt im Interview mit der Sonntagszeitung davor, den Bogen zu \u00fcberspannen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>PreviewPagemarker&#8220; id=&#8220;pageIndex_1&#8243;>Die deutsche Industrie will keine weiteren Sanktionen gegen Russland. Man d\u00fcrfe die \u201eBeziehungen nach Moskau jetzt nicht abschneiden\u201c, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/e-paper\/?GETS=pcp-faz-net-pcc-epaper.navitab#FAS\">sagte Werner Wenning, Aufsichtratsvorsitzender von Eon und Bayer, im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung<\/a>. \u201eMan sollte sich h\u00fcten, die \u00fcber Jahrzehnte entwickelten Handelsbeziehungen zu unterbrechen\u201c. Der Top-Manager, der au\u00dferdem in den Kontrollgremien von Siemens und Henkel sitzt, hob hervor, dass weltweit t\u00e4tige Unternehmen sich mit den Verh\u00e4ltnissen vor Ort zu arrangieren h\u00e4tten: \u201eWir Unternehmer k\u00f6nnen uns nicht jedes Mal das politische System aussuchen. Wir k\u00f6nnen nicht bei jedem Umsturz die Maschinen mitnehmen, das Land verlassen und sagen: Wir kommen wieder, wenn ihr unserem Verst\u00e4ndnis von Demokratie entsprecht.\u201c<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\">&#038;nbsp-<\/span><a href=\"\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/ukraine-konflikt-amerikaner-verbieten-handel-mit-der-krim-13332592.html\" title=\"Ukraine-Konflikt: Amerikaner verbieten Handel mit der Krim\">Ukraine-Konflikt: Amerikaner verbieten Handel mit der Krim<span class=\"Winkel\">&#038;nbsp-<\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\">&#038;nbsp-<\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/der-anteilsaustausch-von-basf-und-gasprom-ist-geplatzt-13331830.html\" title=\"Kommentar: Risiko Russland \">Kommentar: Risiko Russland <span class=\"Winkel\">&#038;nbsp-<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>    \t            <span class=\"WBPrint\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.faz.net\/img\/wb-fas.gif\" alt=\"F.A.S.\" height=\"43\" width=\"35\">Mehr dazu in der Sonntagszeitung vom 21.12.2014.Am Vorabend schon in der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/f-a-z-mobil\/\" title=\"Zur F.A.S.-App im iTunes-Store\">F.A.S.-App<\/a>und als <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/e-paper\/#FAS\" title=\"Zur E-Paper-Ausgabe der F.A.S.\">E-Paper<\/a>.<\/span>    \t                                                                                                    <\/p>\n<p>Auch im Mittelstand nimmt die Unzufriedenheit zu. Volker Treier, Au\u00dfenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), warnte vor negativen Auswirkungen der Russland-Krise auf die deutschen Unternehmen. Er sagt der \u201eBild am Sonntag\u201c: \u201eDie Krise der russischen Wirtschaft hinterl\u00e4sst immer tiefere Bremsspuren im Russlandgesch\u00e4ft deutscher Unternehmen.\u201c<\/p>\n<p>Laut einer Umfrage der deutschen Au\u00dfenhandelskammer in Russland unter knapp 300 deutschen Unternehmen m\u00fcsse fast jeder dritte Betrieb Mitarbeiter entlassen, sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung nicht verbessern, so Treier. \u201e36 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, Projekte stornieren zu m\u00fcssen.\u201c Jedes achte Unternehmen erw\u00e4ge einen R\u00fcckzug aus Russland.<\/p>\n<p>Beim letzten EU-Gipfel hatten mehrere Staaten Zweifel an der gemeinsamen Sanktionspolitik ge\u00e4u\u00dfert. Au\u00dfenminister Steinmeier (SPD) \u00e4u\u00dferte sich in Sorge, dass Russland destabilisiert werde.<\/p>\n<p>Der Fraktionsvorsitzende der EVP im Europ\u00e4ischen Parlament, Manfred Weber von der CSU, h\u00e4lt dagegen: \u201eDie gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke der EU in der Ukraine-Krise ist ihre gemeinsame und geschlossene Position.\u201c Der deutsche Au\u00dfenminister mache mit seiner Absetzbewegung einen schwerwiegenden Fehler.&#038;nbsp- Der russische Pr\u00e4sident werde nur durch St\u00e4rke, Entschlossenheit und immer neue Gespr\u00e4che von seinem f\u00fcr Europa und andere Nachbarregionen gef\u00e4hrlichen Weg abzubringen sein, so Weber.<\/p>\n<h2>Putin: Niemand kann Russland einsch\u00fcchtern<\/h2>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin demonstriert derweil St\u00e4rke. Niemand werde schaffen, Russland einzusch\u00fcchtern, sagte er am Samstag in einer Rede vor Mitarbeitern der Sicherheitsbeh\u00f6rden. Solche Versuche seien bereits in der Vergangenheit gescheitert. Russland m\u00fcsse bereit sein, \u201egewisse Schwierigkeiten zu \u00fcberstehen und immer eine angemessene Antwort zu geben\u201c.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><span class=\"MediaLink\"><span class=\"ArtikelBild290        \">                                                <a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/ukraine-krise-deutsche-industrie-lehnt-schaerfere-russland-sanktionen-ab-13333757\/wladimir-putin-13333283.html\"            title=\"Vladimir Putin\">                                                    <img title='Wladimir Putin' height='163' itemprop='contentUrl' alt='Vladimir Putin' width='290' class='media' src='http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/wirtschaft\/803900333\/1.3333283\/article_teaser_marginal\/wladimir-putin.jpg' \/>            <\/a>                                            <span class=\"Bildunterschrift\" itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\"title=\"Wladimir Putin\">Wladimir Putin<\/span>                    <\/span><\/span><\/p>\n<p>Das russische Au\u00dfenministerium&#038;nbsp- erkl\u00e4rte zudem, die Vereinigten Staaten und die EU h\u00e4tten mit den Strafma\u00dfnahmen \u201egegen die Republik Krim und die Stadt Sewastopol\u201c einen direkten Beweis daf\u00fcr geliefert, dass der Westen anerkenne, dass sich die Krim-Bewohner \u201eeinstimmung und freiwillig\u201c f\u00fcr die R\u00fcckkehr nach Russland entschieden h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die EU und Amerika hatten am Donnerstag und am Freitag neue Strafma\u00dfnahmen gegen die von Russland in sein Staatsgebiet eingegliederte Schwarzmeerhalbinsel Krim verh\u00e4ngt. Putin sagte, Russland bezahle einen \u201ehohen Preis f\u00fcr seine unabh\u00e4ngige Haltung und f\u00fcr die Unterst\u00fctzung seiner Landsleute auf der Krim und in Sewastopol\u201c, dem Hafen der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div class=\"FAZArtikelText\">\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/ukraine-krise-deutsche-industrie-lehnt-schaerfere-russland-sanktionen-ab-13333757.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/ukraine-krise-deutsche-industrie-lehnt-schaerfere-russland-sanktionen-ab-13333757.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der deutschen Industrie rumort es wegen den immer sch\u00e4rfer werdenden Sanktionen gegen Russland. 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