{"id":31485,"date":"2014-12-03T06:53:48","date_gmt":"2014-12-03T06:53:48","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=31485"},"modified":"2014-12-03T06:53:48","modified_gmt":"2014-12-03T06:53:48","slug":"europaische-banken-hinken-amerikas-pendants-hinterher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=31485","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Banken hinken Amerikas Pendants hinterher"},"content":{"rendered":"<p>Europas Institute hinken in der Profitabilit\u00e4t amerikanischen Wettbewerbern hinterher. Experten empfehlen daher, sie f\u00fcr das kommende Jahr weniger zu gewichten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Banken haben in diesem Jahr in Rechtsverfahren 60 Milliarden Dollar oder umgerechnet 48,3 Milliarden Euro zahlen m\u00fcssen. Das ist fast ein Drittel mehr als je in den beiden Vorjahren. Wie die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG) in einer am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Studie weiter mitteilte, belaufen sich die Kosten aus Strafen und Vergleichen seit der Finanzkrise auf inzwischen 178 Milliarden Dollar. Dabei werden die f\u00fchrenden sechs Banken aus den Vereinigten Staaten und die zw\u00f6lf gr\u00f6\u00dften Institute aus Europa, darunter die Deutsche Bank, ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Nach Z\u00e4hlung dieser Zeitung, die auch kleinere Banken erfasst, betr\u00e4gt die Summe an Strafen und Vergleichen seit der Finanzkrise mehr als 190 Milliarden Dollar. Am meisten musste die Bank of America mit gut 74 Milliarden Dollar zahlen. Dahinter folgen JP Morgan Chase mit 29 Milliarden Dollar und Citigroup mit 12 Milliarden Dollar. Die Deutsche Bank liegt mit 7,3 Milliarden Dollar auf dem sechsten Rang.<\/p>\n<p>In Europa musste bislang nur die franz\u00f6sische Bank BNP Paribas mit 9 Milliarden Dollar mehr Strafen zahlen. Grund waren daf\u00fcr vor allem die Verst\u00f6\u00dfte gegen amerikanische Sanktionen. Hinter den Strafen stehen vor allem die amerikanischen Aufsichtsbeh\u00f6rden: Die Zahlungen von 115 Milliarden Dollar, zu denen amerikanische Banken zwischen 2009 und September 2014 verdonnert wurden, gehen zu 98 Prozent auf Forderungen amerikanischer Beh\u00f6rden zur\u00fcck. Von den 63 Milliarden Dollar, die europ\u00e4ische Banken an Strafen zahlen mussten, waren es 45 Prozent. In den Vereinigten Staaten wurden vor allem die verlustreichen Hypothekenanleihen geahndet.<\/p>\n<h2>Amerikas Banken verdienen besser<\/h2>\n<p>In Europa wurde es in den beiden vergangenen Jahren teuer. Wesentlicher Grund sind die Zinsmanipulationen der Referenzs\u00e4tze Libor und Euribor. Auch die Hilfe zu Steuerhinterziehungen und Verst\u00f6\u00dfen gegen amerikanische Sanktionen schlugen sich im Strafenregister nieder.<\/p>\n<p>Trotz der h\u00f6heren Strafen verdienen amerikanische Banken wieder gut, w\u00e4hrend Europas Institute zur\u00fcckfallen. Zu diesen Befund kommen die BCG-Studie sowie die Analysten der Schweizer Gro\u00dfbank UBS. Sie empfehlen in ihrem Bankenausblick f\u00fcr 2015, amerikanische Institute h\u00f6her zu gewichten. Daf\u00fcr spreche die h\u00f6here Wachstumsdynamik in den Vereinigten Staaten. Dort erwarten die UBS-Analysten im kommenden Jahr ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,9 Prozent und f\u00fcr 2016 von 2,8 Prozent. Im Euroraum rechnen sie dagegen 2015 mit 1,2 Prozent und im \u00fcbern\u00e4chsten Jahr mit 1,6 Prozent.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/middelhoff-urteil-meisten-manager-kamen-glimpflicher-davon-13266210.html\" title=\"Haftstrafen f\u00fcr Manager: Die meisten kamen mit Bew\u00e4hrung davon\">Haftstrafen f\u00fcr Manager: Die meisten kamen mit Bew\u00e4hrung davon<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/millardenstrafe-fuer-grossbanken-jp-morgan-ubs-und-andere-12852517.html\" title=\"Bankenstrafen: Die gr\u00f6\u00dften Zahlungen im \u00dcberblick\">Bankenstrafen: Die gr\u00f6\u00dften Zahlungen im \u00dcberblick<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/bank-of-america-muss-rekordstrafe-wegen-hypothekendeals-zahlen-13109805.html\" title=\"Bank of America muss Rekordstrafe wegen Hypothekendeals zahlen\">Bank of America muss Rekordstrafe wegen Hypothekendeals zahlen<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/commerzbank-droht-500-millionen-dollar-strafe-13033645.html\" title=\"Commerzbank droht 500-Millionen-Dollar-Strafe\">Commerzbank droht 500-Millionen-Dollar-Strafe<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/finanzen\/devisen-rohstoffe\/studie-devisenskandal-koennte-banken-35-milliarden-dollar-kosten-12986578.html\" title=\"Devisenskandal k\u00f6nnte Banken 35 Milliarden Dollar kosten\">Devisenskandal k\u00f6nnte Banken 35 Milliarden Dollar kosten<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Jedoch senken sie nicht den Daumen f\u00fcr europ\u00e4ische Banken, sondern sch\u00e4tzen diese neutral ein. Als Nachteil werten sie das schwache Wachstum und die weiterhin bestehende Gefahr einer Deflation, also einer die Wirtschaft belastenden Preisabw\u00e4rtsspirale. Dann k\u00f6nne sich der Druck auf die Gewinnspannen weiter erh\u00f6hen. Allerdings sehen die UBS-Analysten auch Fortschritte der europ\u00e4ischen Banken, vor allem in der h\u00f6heren Kapitalausstattung nach den Bilanzpr\u00fcfungen der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB).<\/p>\n<h2>Commerzbank-Aktie? Verkaufen!<\/h2>\n<p>Deren j\u00fcngste Ma\u00dfnahmen wie das langfristige Refinanzierungsgesch\u00e4ft oder der Ankauf von Kreditverbriefungen verbesserten zwar die Finanzierungslage der Banken, f\u00fchrten aber nicht zu einer h\u00f6heren Kreditvergabe. Wesentlicher Impulsgeber im kommenden Jahr d\u00fcrfte nach Ansicht der UBS-Analysten abermals die EZB sein, wenn sie sich zu einem Ankaufprogramm f\u00fcr Staatsanleihen entschlie\u00dfen sollte. Sie empfehlen unter den europ\u00e4ischen Banken HSBC, ING und Swedbank. Die Commerzbank-Aktie raten die UBS-Analysten zu verkaufen. Sie halten den Titel mit 12 Euro f\u00fcr zu teuer und haben ein Kursziel von 8,80 Euro.<\/p>\n<p>BCG kommt zu dem Ergebnis, dass die Bankenbranche erstmals nach der Finanzkrise wieder auf den profitablen Wachstumspfad zur\u00fcckgekehrt sei. Jedoch gebe es regionale Unterschiede. W\u00e4hrend die Banken in Nordamerika, Afrika und Asien Fortschritte gemacht h\u00e4tten, sei in Europa noch keine Erholung zu beobachten. Das schl\u00e4gt sich auch an der B\u00f6rse nieder: Der KBW-Bankenindex, der sich aus 24 amerikanischen Banken zusammensetzt, hat in diesem Jahr mehr als 3 Prozent zugelegt. Dagegen ist der Euro-Stoxx-Bankenindex, dem 32 Banken aus der Eurozone angeh\u00f6ren, nur um 0,75 Prozent gestiegen.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/europaeische-banken-hinken-amerikas-pendants-hinterher-13298821.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/europaeische-banken-hinken-amerikas-pendants-hinterher-13298821.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europas Institute hinken in der Profitabilit\u00e4t amerikanischen Wettbewerbern hinterher. 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