{"id":31053,"date":"2014-11-25T17:47:42","date_gmt":"2014-11-25T17:47:42","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=31053"},"modified":"2014-11-25T17:47:42","modified_gmt":"2014-11-25T17:47:42","slug":"boom-in-china-deutsche-autokonzerne-jubeln-uber-rekorde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=31053","title":{"rendered":"Boom in China : Deutsche Autokonzerne jubeln \u00fcber Rekorde"},"content":{"rendered":"<p>Im laufenden Jahr haben die deutschen Autokonzerne bislang gl\u00e4nzende Gesch\u00e4fte gemacht. Vor allem der chinesische Markt boomt. Jedes dritte Auto verkaufen die deutschen Hersteller mittlerweile dort.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Deutschlands Autokonzerne haben im dritten Quartal 2014 neue Rekordwerte bei Umsatz, Gewinn und Absatz erzielt. In allen drei Punkten konnten die deutschen Hersteller die Konkurrenz aus Fernost, den Vereinigten Staaten und aus Europa zum Teil deutlich abh\u00e4ngen. Der wesentliche Grund daf\u00fcr ist der chinesische Markt. Dort konnten die Deutschen ihre Verk\u00e4ufe um 11 Prozent erh\u00f6hen. Auch der Marktanteil erreicht im bisherigen Jahresverlauf mit 23,1 Prozent einen neues Rekordniveau. Die Zahl klingt noch immer \u00fcberraschend: Im laufenden Jahr verkaufen die deutschen Autokonzerne jedes dritte Auto im Reich der Mitte. China ist damit der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Einzelmarkt f\u00fcr die Deutschen.<\/p>\n<p>Der umsatzst\u00e4rkste Autokonzern der Welt ist denn auch nach wie vor Volkswagen. VW liegt mit 48,9 Milliarden Euro vor Toyota und Daimler (mit 47,3 beziehungsweise 33,1 Milliarden Euro). Beim Autoabsatz hingegen liegt weiterhin Toyota mit 2,52 Millionen verkauften Fahrzeugen in F\u00fchrung \u2013 vor General Motors (2,45 Millionen) und Volkswagen (2,32 Millionen). Innerhalb des F\u00fchrungstrios verzeichnete Volkswagen mit 5 Prozent den st\u00e4rksten Zuwachs. Toyota behauptete mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von umgerechnet 4,8 Milliarden Euro beim Gewinn seine Position an der Spitze der Rangliste. Die folgenden Pl\u00e4tze im Gewinnranking belegen aber die deutschen Autokonzerne: Daimler mit 3,7 Milliarden Euro, Volkswagen mit 3,2 Milliarden Euro und BMW mit 2,3 Milliarden Euro. Insgesamt konnten die deutschen Hersteller ihren Gewinn um ein Drittel steigern. Die operative Gewinnmarge stieg von 7,2 auf 9,1 Prozent. Der Spitzenreiter im gesamten Ranking der profitabelsten Autokonzerne bleibt BMW: Der bayerische Autobauer steigerte die Marge von 10,3 auf 11,5 Prozent.<\/p>\n<p>Das sind Ergebnisse einer Analyse der Finanzkennzahlen der 16 gr\u00f6\u00dften Autokonzerne der Welt, welche die Pr\u00fcfungs- und Beratungsgesellschaft EY quartalsweise erstellt. \u201eDie Ma\u00dfnahmen zur Kostensenkung und die Produktoffensiven zeigen Wirkung\u201c, wird Peter Fu\u00df, Partner bei EY, in einer Mitteilung zu der Auswertung zitiert. \u201eDie Gewinnmargen der deutschen Autokonzerne steigen wieder \u2013 und das, obwohl die Unternehmen massiv in neue Technologien und Produkte investieren.\u201c Die Bem\u00fchungen der deutschen Hersteller, ihre Kostenstruktur zu optimieren, seien damit aber l\u00e4ngst noch nicht abgeschlossen, erwartet Fu\u00df: \u201eDer Kostendruck wird anhalten und sich sogar eher noch verst\u00e4rken, gerade angesichts der ungewissen Konjunkturaussichten. Es spricht viel daf\u00fcr, dass der H\u00f6hepunkt der weltweiten Erholung des Automobilmarktes hinter uns liegt. Jetzt kommen wieder schwierigere Zeiten.\u201c<\/p>\n<h2>In Russland und Amerika l\u00e4uft es nicht so gut<\/h2>\n<p>Sorgen bereitet vor allem der russische Markt: In den ersten drei Quartalen gingen die Verk\u00e4ufe in Russland, dem sechstgr\u00f6\u00dften Absatzmarkt der Welt, um 13 Prozent zur\u00fcck, allein im September sogar um 20 Prozent. \u201eEs ist nicht nur der aktuelle Einbruch auf dem russischen Absatzmarkt, der weh tut\u201c, sagt Fu\u00df. Hinzu komme, dass die aktuellen Spannungen mit Russland die mittel- und langfristige Wachstums- und Investitionsstrategie vieler Unternehmen in Frage stellten: \u201eRussland galt lange Zeit als ein sehr vielversprechender Automarkt und als beliebtes Investitionsziel internationaler Autokonzerne. Davon kann derzeit keine Rede mehr sein. Jetzt m\u00fcssen die Konzerne mit ihren Investitionsplanungen darauf reagieren und eventuell sogar \u00dcberkapazit\u00e4ten abbauen.\u201c<\/p>\n<p>Die wichtigste Baustelle f\u00fcr die deutschen Hersteller sei derzeit allerdings der Markt in den Vereinigten Staaten: \u201eDort verkaufen sich die deutschen Autobauer unter Wert.\u201c Ihr Marktanteil auf dem Pkw-Markt betrage nur 7,8 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent), und er sinke weiter. \u201eIn den Vereinigten Staaten drohen die deutschen Autokonzerne Wachstumschancen zu verpassen. Bislang hat der Erfolg in China die Schw\u00e4che \u00fcberdeckt. Sollte sich aber das Wachstum in China abschw\u00e4chen, k\u00f6nnte sich die geringe Pr\u00e4senz der deutschen Autobauer auf dem amerikanischen Markt bitter r\u00e4chen\u201c, sagt Fu\u00df.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/entwicklungen-in-der-automobilindustrie-sollen-co2-einsparen-13269310.html\" title=\"Automobilindustrie: In Zukunft z\u00e4hlt jedes Auto-Gramm\">Automobilindustrie: In Zukunft z\u00e4hlt jedes Auto-Gramm<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur\/deutsche-exporte-auf-rekordniveau-13253411.html\" title=\"Deutsche Exporte auf Rekordniveau\">Deutsche Exporte auf Rekordniveau<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Noch lebt die Branche aber gut mit und von China: Nicht zuletzt dank China konnten die 16 gr\u00f6\u00dften Autokonzerne der Welt allesamt ihre Verk\u00e4ufe im dritten Quartal um 3 Prozent steigern- die deutschen Hersteller schafften aber sogar ein Plus von 5 Prozent. Zu viel Jubel ist aber wohl auch nicht angebracht. Denn das Marktwachstum lag damit niedriger als im zweiten Quartal mit einem Plus von 4 Prozent und deutlich unter dem Zuwachs des ersten Quartals (plus 7 Prozent). Die Automobilkonjunktur schw\u00e4cht sich insgesamt also eindeutig ab. Das Nachlassen des Marktwachstums sp\u00fcren dann auch die deutschen Autobauer, die ihre Verk\u00e4ufe im ersten Quartal noch um 8 Prozent hatten steigern k\u00f6nnen und im zweiten Quartal noch ein Plus von 6 Prozent erzielten. Im dritten Quartal legten sie nur noch um 5 Prozent zu, \u00fcbertrafen damit aber die Konkurrenz aus Frankreich und S\u00fcdkorea (jeweils plus 3 Prozent) sowie diejenige aus den Vereinigten Staaten und Japan (jeweils plus 2 Prozent) deutlich.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/boom-in-china-deutsche-autokonzerne-jubeln-ueber-rekorde-13286128.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/boom-in-china-deutsche-autokonzerne-jubeln-ueber-rekorde-13286128.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im laufenden Jahr haben die deutschen Autokonzerne bislang gl\u00e4nzende Gesch\u00e4fte gemacht. Vor allem der chinesische Markt boomt. 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