{"id":30918,"date":"2014-11-20T11:22:06","date_gmt":"2014-11-20T11:22:06","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=30918"},"modified":"2014-11-20T11:22:06","modified_gmt":"2014-11-20T11:22:06","slug":"apple-beats-gegen-spotify","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=30918","title":{"rendered":"Apple-Beats gegen Spotify"},"content":{"rendered":"<p>Apple will angeblich mit dem amerikanischen Dienst von Beats auch ins Musik-Streaming einsteigen. Muss sich Spotify nun f\u00fcrchten? Und was wird dann aus iTunes? Eine Analyse.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Als Apple im Mai dieses Jahres Beats f\u00fcr drei Milliarden Dollar kaufte, fragte man sich, warum das Unternehmen so viel Geld f\u00fcr einen Kopfh\u00f6rersteller ausgibt. Es gab zwei Antworten: Entweder geht es Apple um die Kopfh\u00f6rer, da diese unter Jugendlichen sehr beliebt sind und aufgrund der Produktionsmethoden sehr gewinnbringend sind. Die Qualit\u00e4t konnte es jedenfalls nicht sein.<\/p>\n<p>Oder Apple zielte auf den Musikdienst von Beats ab, der in den Vereinigten Staaten weit verbreitet und anerkannt ist. Glaubt man den j\u00fcngsten Berichten der <a href=\"http:\/\/bits.blogs.nytimes.com\/2014\/11\/19\/apples-plans-for-beats-music-start-to-take-shape\/?_r=0\" target=\"_blank\">\u201eNew York Times\u201c<\/a> und \u201eFinancial Times\u201c, ging es Apple wohl weniger um die Kopfh\u00f6rer als vielmehr um den Streaming-Dienst.<\/p>\n<p>Die beiden Zeitungen melden, dass Apple den Dienst ins Betriebssystem iOS implementieren will. Jeder Besitzer eines iPhones oder iPads k\u00f6nnte somit direkt auf Beats zugreifen. Unter einer Voraussetzung: Er meldet sich bei dem Dienst an und bezahlt zirka f\u00fcnf Dollar monatlich f\u00fcr das Abo. Diesen Preis will die \u201eNew York Times\u201c erfahren haben. Derzeit kostet Beats noch zehn Dollar im Monat.<\/p>\n<p><span class=\"MediaLink\"><span class=\"ArtikelBild290\">                                                        <a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/apple-beats-gegen-spotify-13276304\/31894894-13276447.html\"  title=\"31894894\">                                                    <img height='163' itemprop='contentUrl' alt='31894894' width='290' class='media' src='http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/video\/bildergalerie\/2156605114\/1.3276447\/article_teaser_marginal\/31894894.jpg' \/><\/a>                <\/span><\/span><\/p>\n<p>Was ist nun der Unterschied f\u00fcr den Musikfan, ob er seine Lieder weiterhin mit Spotify streamt &#8211; immerhin hat der Dienst bald 50 Millionen Nutzer &#8211; oder mit Beats? Dazu muss man sich mehrere Parameter anschauen.<\/p>\n<h2>Wo finde ich die meisten Songs?<\/h2>\n<p>Ein Pfund eines jeden Streaming-Dienstes ist das vielf\u00e4ltige Titelangebot. Die meisten Anbieter werben mit einer Datenbank, die Millionen Lieder umfasst. Bei Spotify, Beats und Google Play Music sind es 20 Millionen, Simfy und Wimp werben mit 25 Millionen, bei Deezer kann man gar 35 Millionen Songs h\u00f6ren. Viele Songs bedeuten nicht immer, dass es die sind, die man h\u00f6ren will. Um den Marktf\u00fchrer als Beispiel zu nehmen. Bei Spotify findet man nahezu jeden Song, den man sucht, auch wenn <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/streit-um-spotify-und-andere-streaming-dienste-13271222.html\">Taylor Swift und  einige andere K\u00fcnstler<\/a> ihre Lieder dort nicht mehr im Angebot haben. Beats kann also hier keinen Vorteil gegen\u00fcber den Spotify &#038;amp- Co. sein.<\/p>\n<h2>Wie spiele ich die Musik ab?<\/h2>\n<p>Die meisten Dienste bieten eine Gratis- und Premiumversion an. Der Vorteil der kostenpflichtigen Variante ist nicht nur, dass sie werbefrei ist &#8211; denn die Werbung kann ganz sch\u00f6n nerven -, sondern dass sich die Lieder im Offline-Modus h\u00f6ren lassen. Ist man also unterwegs und hat kein W-Lan zur Verf\u00fcgung, bietet sich auch aufgrund der begrenzten Datentarife an, einige Lieblingsalben herunterzuladen, um diese unabh\u00e4ngig von einer Datenverbindung h\u00f6ren zu k\u00f6nnen. Aber aufgepasst: Im Flugzeugmodus l\u00e4sst sich Spotify nicht starten, weil man sich erst verifizieren muss. Auch hier kann Beats nicht punkten, es ist aus Nutzerperspektive vielmehr Pflicht, den Offline-Modus anzubieten.<\/p>\n<p>Die Auswahl der Ger\u00e4te ist mittlerweile umfassend. Bei allen Anbietern kann man auf dem Computer, Tablet und Smartphone die Musik streamen.<\/p>\n<h2>Wie sieht es mit der Qualit\u00e4t aus?<\/h2>\n<p>Es kommt darauf an, welche Einstellungen man w\u00e4hlt. Bei Spotify kann man zum Beispiel die Extrem-Einstellung w\u00e4hlen, sodass die Musik mit 320 Kilobit pro Sekunde abgespielt wird. Das ist schon ziemlich gut und d\u00fcrfte in vielen Ohren keinen Unterschied zu CD-Qualit\u00e4t ausmachen. Dennoch entscheiden sich momentan viele Audiophile f\u00fcr Anbieter wie Wimp, der in CD-Qualit\u00e4t streamt. So ein Abo kostet mit 20 Euro das doppelte von Spotify und die Auswahl an Songs ist geringer, was einige Stichproben ergeben haben. Es ist somit eher ein Nischenprodukt.<\/p>\n<h2>Wie viel kostet Musikstreaming?<\/h2>\n<p>Sollte es stimmen, dass Apple seinen Beats-Dienst f\u00fcr f\u00fcnf Dollar im Monat anbieten will, w\u00e4re dies ein echter Kampfpreis. Es w\u00e4re in etwa die H\u00e4lfte von Spotify. (Studenten bezahlen im \u00dcbrigen ab sofort nur die H\u00e4lfte f\u00fcr den Premium-Account.) Bei gleicher Songauswahl und Qualit\u00e4t spr\u00e4che somit viel f\u00fcr Beats. Allerdings gibt es einen Anbieter, der den Preis noch unterbieten kann. Amazon Music gibt es f\u00fcr Prime-Mitglieder gratis, es fallen somit pro Jahr 49 Euro an. Der Nachteil hier: Mit etwas \u00fcber einer Million Songs ist das Angebot mit den anderen Streaming-Diensten nicht vergleichbar. So sollen unter anderem K\u00fcnstler, die bei Universal unter Vertrag sind, nicht bei Prime Music zu finden sein.<\/p>\n<h2>Wie integriere ich Streaming-Dienste in meine HiFi-Anlage?<\/h2>\n<p>Dass Apple Beats sicherlich in die Musik-App integrieren wird, macht die Benutzung nicht wesentlich komfortabler als der Umgang mit einer App von Spotify, Wimp und anderen Anbietern. In beiden F\u00e4llen ist die Musik nur ein Fingertipp entfernt. Was ein wirklicher Vorteil sein k\u00f6nnte, ist das Zusammenwirken mit Airplay. Viele Hersteller von Audioger\u00e4ten haben bereits Airplay integriert, sodass man von seinem iPhone oder iPad direkt auf die Lautsprecherbox, den Verst\u00e4rker oder Receiver streamen kann. Das ginge nun auch genauso reibungslos mit Beats.<\/p>\n<p>Das direkte Streaming l\u00e4sst etwa Spotify nur zu, wenn die Ger\u00e4te \u201eSpotify Connect\u201c tauglich sind. Dann wird das Smartphone mit der App zum \u201eController\u201c. Die Musik wird dann auf dem Ger\u00e4t abgespielt. Eine Verbindung zu den Ger\u00e4ten \u00fcber Airport-Express geht auch. Ist aber dann indirekt.<\/p>\n<h2>Was wird aus iTunes?<\/h2>\n<p>Apple leidet unter der Popularit\u00e4t der Streaming-Dienste. Es werden weniger Alben bei iTunes gekauft. Insofern war es nur konsequent, selbst einen Streaming-Dienst anzubieten. Die Frage ist nun: Was wird aus iTunes? Wer auf dem iPhone oder iPad f\u00fcr f\u00fcnf Dollar monatlich Musik streamen kann, wird sich vermutlich kein Album mehr auf iTunes kaufen. Apple k\u00f6nnte den Kauf aber wieder attraktiv machen, indem sie ihre Alben in CD-Qualit\u00e4t oder gar in HiRes-Qualit\u00e4t anbieten. Dann g\u00e4be es &#8211; zumindest f\u00fcr Audiophile &#8211; einen Grund, ein Album zu kaufen. Der eigentliche Clou w\u00e4re allerdings ein umfassendes Angebot von Titeln, die in hochaufl\u00f6sender Qualit\u00e4t heruntergeladen werden. Denn in diesem Markt gibt es bisher nur wenige Anbietern. Der bekannteste ist HDtracks, der erst k\u00fcrzlich in Deutschland gestartet ist.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege breit\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/apple-will-musikdienst-beats-vorinstallieren-13276041.html\" title=\"Apple will Musikdienst Beats vorinstallieren\">Apple will Musikdienst Beats vorinstallieren<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/kopfhoerer-von-jbl-phiaton-focal-sennheiser-hifiman-und-audeze-im-test-13164324.html\" title=\"Kopfh\u00f6rer im Test: Bessere Beats und magische Magnetostaten\">Kopfh\u00f6rer im Test: Bessere Beats und magische Magnetostaten<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/audio-video\/neue-kopfhoerer-vorgaben-fuer-das-iphone-hat-apple-deshalb-beats-gekauft-12976473.html\" title=\"Neue Kopfh\u00f6rer-Vorgaben f\u00fcr das iPhone: Hat Apple deshalb Beats gekauft?\">Neue Kopfh\u00f6rer-Vorgaben f\u00fcr das iPhone: Hat Apple deshalb Beats gekauft?<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/apple-will-beats-kaufen-hoert-ihr-schlecht-12931122.html\" title=\"Kauf von Beats: Apple, h\u00f6rst du schlecht?\">Kauf von Beats: Apple, h\u00f6rst du schlecht?<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/apple-beats-gegen-spotify-13276304.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/apple-beats-gegen-spotify-13276304.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Apple will angeblich mit dem amerikanischen Dienst von Beats auch ins Musik-Streaming einsteigen. 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