{"id":30057,"date":"2014-10-21T14:13:01","date_gmt":"2014-10-21T14:13:01","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=30057"},"modified":"2014-10-21T14:13:01","modified_gmt":"2014-10-21T14:13:01","slug":"eizellspende-der-trend-geht-zur-perfektion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=30057","title":{"rendered":"Eizellspende: Der Trend geht zur Perfektion"},"content":{"rendered":"<p>Wo Eizellen gespendet werden d\u00fcrfen wie in New York, war den k\u00fcnftigen Eltern bislang vor allem eines wichtig: dass ihnen ihre Kindern \u00e4hnlich sehen. Eine neue Studie zeigt, dass heute die Spenderinnen von Eizellen deutlich mehr mitbringen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Seitdem ein australisches Paar im Jahr 1983 das erste Retortenbaby zur Welt brachte,  das nicht mit den eigenen Eizellen der Frau, sondern mit der Eizelle einer fremden Frau im Reagenzglas erzeugt worden war, steht dieser Wunsch ganz oben auf der Liste der unfruchtbaren Paare: Das Kind sollte, auch wenn es genetisch nur zur H\u00e4lfte von ihnen abstammt, zumindest \u00e4u\u00dferlich sehr \u00e4hnlich sein. Eizellen einer schwarzen Spenderin waren nur f\u00fcr die wenigsten wei\u00dfen Paare tragbar. F\u00fcr die f\u00fcnf- bis zehntausend Dollar, die unfruchtbare Paare etwa in den Vereinigten Staaten ausgeben m\u00fcssen, um an eine Eizellspenderin zu kommen, sollte das Ergebnis auch m\u00f6glichst sozialvertr\u00e4glich sein.<\/p>\n<p>In Umfragen der letzten drei\u00dfig Jahre kam immer wieder heraus, dass sich viele Eltern einfach w\u00fcnschen, dass ihr Wunschkind m\u00f6glichst so aussieht, dass es wenigstens \u00e4u\u00dferlich wie ihr biologischer Spr\u00f6ssling aussieht. Viele Eltern gaben auch an, dass sie den Kindern unangenehme \u00dcberraschungen ersparen wollten. Mit anderen Worten: Sie wollten ihren Kindern ihre biologische Herkunft m\u00f6glichst verheimlichen. Etwa die H\u00e4lfte der Paare h\u00e4lt nichts davon, ihren Kindern die Wahrheit \u00fcber die Zeugung mitzuteilen. Das war damals so, und ist es heute offenbar auch noch, wenn man einer neuen Studie glauben darf, die ein Team von New Yorker Reproduktionsmedizinern in der Zeitschrift<a href=\"http:\/\/online.liebertpub.com\/doi\/full\/10.1089\/jwh.2014.4792?utm_campaign=jwh&#038;amp-utm_medium=email&#038;amp-utm_source=pr\"> \u201eJournal of Women&#8217;s Health\u201c<\/a> jetzt ver\u00f6ffentlicht hat. Im Hinblick auf die Offenlegung sind die Paare allerdings eher ungern auskunftsfreudig, die Daten sind nicht v\u00f6llig eindeutig.<\/p>\n<p><span class=\"MediaLink\"><span class=\"ArtikelBild290\">                <a href=\"\/aktuell\/wissen\/medizin\/eizellspende-der-trend-geht-zur-perfektion-13221564-b2.html\"  title=\"K\u00fcnstliche Befruchtung im Zentrum f\u00fcr Reproduktionsmedizin in D\u00fcsseldorf\">                            <img title='K\u00fcnstliche Befruchtung im Labor: Unter einem Mikroskop werden Spermien des Vaters in eine Eizelle der Mutter injiziert' height='163' itemprop='contentUrl' alt='K\u00fcnstliche Befruchtung im Zentrum f\u00fcr Reproduktionsmedizin in D\u00fcsseldorf' width='290' class='media' src='http:\/\/media0.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/feuilleton\/2798170908\/1.2868734\/article_teaser_marginal\/kuenstliche-befruchtung-im-labor-unter-einem-mikroskop-werden-spermien-des-vaters-in-eine-eizelle-der-mutter-injiziert.jpg' \/><\/a>                                            <span class=\"Bildunterschrift\" itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\" title=\"K\u00fcnstliche Befruchtung im Labor: Unter einem Mikroskop werden Spermien des Vaters in eine Eizelle der Mutter injiziert\">K\u00fcnstliche Befruchtung im Labor: Unter einem Mikroskop werden Spermien des Vaters in eine Eizelle der Mutter injiziert<\/span>                    <\/span><\/span><\/p>\n<p>Was sich allerdings  aus der Befragung von 438 Eizell-Empf\u00e4ngerinnen der Jahre 2008 bis 2012 offenbar eindeutig ver\u00e4ndert hat, ist  die Wunschliste der Spendermerkmale. Der genetische Hintergrund, sprich die ethnische Zugeh\u00f6rigkeit, spielt zwar immer noch f\u00fcr etwa die H\u00e4lfte der Empf\u00e4ngerinnen eine wichtige Rolle. Aber immer st\u00e4rker werden Wunscheigenschaften genannt, die noch vor ein paar Jahren kaum eine Rolle spielten. So gaben in der Befragung 2012 55 Prozent der Empf\u00e4ngerinnen an,  die Intelligenz der Spenderin spiele f\u00fcr sie eine essentielle oder bevorzugte Rolle, vier oder f\u00fcnf Jahre davor waren es nicht einmal ein Viertel der Frauen. die Gesundheit der Spenderin ist mittlerweile der wichtigste Faktor f\u00fcr die Auswahl der Eizellspenderin. Drei Viertel akzeptieren nur gesunde Spenderinnen. Vor f\u00fcnf Jahren war es gerade einmal die H\u00e4lfte.  Und zum ersten Mal deutlich sp\u00fcrbar wird der Wunsch der unfruchtbaren Paare, nicht nur gesunde und kluge, sondern dazu auch noch sportliche Frauen auszuw\u00e4hlen: Die Eigenschaft \u201eAthletik\u201c wurde fr\u00fcher von  einem Prozent der Paare, mittlerweile von siebzehn Prozent angegeben.<\/p>\n<p>F\u00fcr Homero Flores, einen der Autoren der New Yorker Studie, spielen f\u00fcr die Paare \u201ezunehmend praktische Erw\u00e4gungen\u201c bei der Auswahl der Spenderinnen eine Rolle. Der Grund: Frauen, die selbst unfruchtbar sind, f\u00fchlen sich nach den Erfahrungen der Mediziner oft selbst verletzlich, anf\u00e4llig, schwach und \u00e4ngstlich. Aus dieser Erfahrung heraus wollten sie f\u00fcr den eigenen Nachwuchs das optimale Ergebnis erzielen und die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Widerstandskraft gegen Anfeindungen und k\u00f6rperliche M\u00e4ngel im Alltag herstellen. Die Mediziner glauben, dass sich dieser Trend in den n\u00e4chsten Jahren noch verst\u00e4rken werde, und zwar ganz einfach deshalb, weil Eizellspende dort, wo sie erlaubt ist wie in den Vereinigten Staaten, \u201esozial zunehmend akzeptiert\u201e werde. In Deutschland und \u00d6sterreich sind Eizellspenden grunds\u00e4tzlich verboten, in vielen anderen L\u00e4ndern eingeschr\u00e4nkt oder nur als altruistische Spende (wie in Frankreich) m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Zahlen sprechen tats\u00e4chlich zumindest in den Vereinigten Staaten f\u00fcr eine Fortpflanzungspraxis f\u00fcr unfruchtbare Paare, die zunehmend nachgefragt wird. Einer Studie der Emory University and des nationalen Centers for Disease Control and Prevention zufolge, die vergangenes Jahr publiziert worden war, ist die Zahl von Befruchtungsversuchen nach einer Eizellspende innerhalb einer Dekade von  10.801 auf 18.306 angestiegen. Eizellspenden werden wie in der New Yorker Studie in der gro\u00dfen Mehrzahl  von Frauen jenseits der 40 in Anspruch genommen &#8211; h\u00e4ufig nachdem sie schon mehrere erfolglose k\u00fcnstliche Befruchtungen mit eigenen Eizellen hinter sich haben. In etwas mehr als der H\u00e4lfte der k\u00fcnstlichen Befruchtungen nach Eizellspende kamen der Statistik zufolge Kinder zur Welt. Meistens jedoch handelt es sich nciht  wie von den meisten Eltern gew\u00fcnscht um Einzelkinder, sondern um Zwillinge oder Drillinge.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/medizin\/eizellspende-der-trend-geht-zur-perfektion-13221564.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/medizin\/eizellspende-der-trend-geht-zur-perfektion-13221564.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo Eizellen gespendet werden d\u00fcrfen wie in New York, war den k\u00fcnftigen Eltern bislang vor allem eines wichtig: dass ihnen ihre Kindern \u00e4hnlich sehen. 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