{"id":29553,"date":"2014-10-07T08:58:47","date_gmt":"2014-10-07T08:58:47","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=29553"},"modified":"2014-10-07T08:58:47","modified_gmt":"2014-10-07T08:58:47","slug":"hybridautos-als-trend-in-der-autoindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=29553","title":{"rendered":"Hybridautos als Trend in der Autoindustrie"},"content":{"rendered":"<p>So viel Stromautos gab es noch nie. Die deutschen Premiumhersteller VW, Porsche, Audi, BMW und Daimler bauen Hybridmodelle in Serie &#8211; sie haben keine andere Wahl.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zehn Prozent. Ungef\u00e4hr 10 Prozent, antworten die Automobilhersteller auf die Frage, welchen Anteil Plug-In-Hybride am Gesamtabsatz einer Modellreihe haben werden. Doch hinter den Kulissen wird l\u00e4ngst mehr Strom gegeben. Es scheint, als geh\u00f6re der Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektromaschine eine gr\u00f6\u00dfere Zukunft als bislang angenommen. Den Unterschied macht die Steckdose. Die meisten der bisherigen Hybridfahrzeuge haben eine Elektromaschine an Bord, deren Akku \u00fcber den Verbrennungsmotor aufgeladen wird. Die damit m\u00f6glichen Vorteile sind gering, rein elektrische Fahrten enden meist schon nach 2 oder 3 Kilometern. Daf\u00fcr werden Nachteile erkauft &#8211; geringeres Platzangebot, h\u00f6heres Gewicht, zus\u00e4tzliche Kosten.<\/p>\n<p>Mit den Plug-In-Hybrid genannten Steckdosen-Modellen sieht die Welt anders aus. Sie f\u00fchren gro\u00dfe Batterien mit sich, die \u00fcber Schnellladeeinrichtungen (Wall-Box) oder auch an den meisten gew\u00f6hnlichen Haushaltssteckdosen recht rasch aufgeladen werden k\u00f6nnen. Die Kosten sind auch hier hoch, aber der Kundennutzen ist bemerkenswert. Etwa 20 bis 30 Kilometer rein elektrisches Fahren sind schon heute m\u00f6glich. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/fahrberichte\/fahrbericht-bmw-i8-captain-future-und-das-wilde-wagnis-13178631.html\" target=\"_blank\">Der spektakul\u00e4re Sportwagen BMW i8 kam gerade im Test auf 19 Kilometer im Alltag<\/a>. Porsche erreicht mit seinem schon erh\u00e4ltlichen Sportwagen Panamera je nach Leistungsabforderung 18 bis 36 Kilometer, und auch der jetzt auf der Messe in Paris neu vorgestellte Gel\u00e4ndewagen Cayenne erreicht als Plug-In-Hybrid diese elektrische Reichweite. Freilich sind die H\u00f6chstgeschwindigkeiten unter Strom begrenzt. In der Regel sind maximal 120 km\/h drin, wenn es schneller wird, meldet sich der Benziner zum Dienst.<\/p>\n<p>Freiwillig begibt sich die Autoindustrie nicht auf den Elektropfad. Strenge europ\u00e4ische Klimaschutznormen zwingen sie zum Handeln. In den Jahren von 2015 bis 2020 soll der Grenzwert f\u00fcr Neuwagen im Durchschnitt von 130 Gramm auf 95 Gramm je Kilometer gesenkt werden. Genau so viel Gramm klimasch\u00e4dliches Kohlendioxid pro gefahrenen Kilometer d\u00fcrfen die Autoflotten der europ\u00e4ischen Hersteller dann noch aussto\u00dfen. Dazu hatte sich die Industrie nach langen Verhandlungen verpflichtet. Ganz geheuer scheint es so manchem Automanager nicht zu sein. Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, sieht eine zu schnelle Versch\u00e4rfung der CO2-Grenzen kritisch. Ihm w\u00e4re lieber, die Werte f\u00fcr das n\u00e4chste Jahrzehnt erst in zwei bis drei Jahren festzulegen, wenn klarer ist, wie es mit der Elektromobilit\u00e4t weitergeht.<\/p>\n<h2>An der Elektrifizierung f\u00fchrt kein Weg vorbei<\/h2>\n<p>Welche Dynamik in den Markt kommen wird, zeigt ein Blick in die Entwicklungsabteilungen. Das Lastenheft ist mit Blick auf die strengen EU-Vorgaben f\u00fcr all jene Hersteller eine besondere Herausforderung, die PS-starke Limousinen und Gel\u00e4ndewagen bauen. BMW-Entwicklungschef Herbert Diess formuliert es so: \u201eUnsere Aufgabe ist es, die Fahrzeuge immer umwelt- und sozialvertr\u00e4glicher zu machen.\u201c An der Elektrifizierung der BMW-Flotte f\u00fchrt kein Weg vorbei. Deshalb investiert der Konzern jetzt einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, um in seiner Fabrik in Dingolfing zwei neue Fertigungslinien f\u00fcr Hochvoltspeicher und Elektromotoren in Betrieb zu nehmen. Noch in diesem Jahr wird der Konzern 30 Mitarbeiter dort einstellen, bis zu 200 k\u00f6nnen es werden, wenn die neue Produktion voll ausgelastet ist. Dingolfing soll zum Kompetenzzentrum f\u00fcr die Elektroantriebsfertigung werden. Und der Elektroantrieb soll die BMW-Flotte nach vorn bringen. \u201eDas Ziel ist, langfristig m\u00f6glichst mit jeder Baureihe ein Hybridmodell anzubieten\u201c, sagt ein Unternehmenssprecher. In Paris zeigt BMW den neuen Gel\u00e4ndesportwagen X6, der es mit seinem 4,4 Liter gro\u00dfen V8-Benzin-Motor auf 450 PS bringt, 43 PS mehr als der Vorg\u00e4nger. Immerhin soll der Durchschnittsverbrauch um 22 Prozent niedriger sein &#8211; noch ohne Stecker, nur dank diverser Aerodynamik-Verbesserungen und Gewichtsreduzierung.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/hybridautos-als-trend-in-der-autoindustrie-13184879.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/auto-verkehr\/hybridautos-als-trend-in-der-autoindustrie-13184879.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So viel Stromautos gab es noch nie. 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