{"id":29495,"date":"2014-10-07T09:29:37","date_gmt":"2014-10-07T09:29:37","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=29495"},"modified":"2014-10-07T09:29:37","modified_gmt":"2014-10-07T09:29:37","slug":"amerikas-konzerne-laufen-den-europaern-davon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=29495","title":{"rendered":"Amerikas Konzerne laufen den Europ\u00e4ern davon"},"content":{"rendered":"<p>Die Dominanz der gro\u00dfen amerikanischen Unternehmen w\u00e4chst &#8211; insbesondere in der IT-Branche. Nur in der Autobranche k\u00f6nnen die Europ\u00e4er noch Paroli bieten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im prestigetr\u00e4chtigen Golfsport konnten die Europ\u00e4er mit dem Gewinn des Teamwettbewerbs Ryder-Cup j\u00fcngst einen Erfolg gegen Amerika feiern. Ansonsten hat der alte Kontinent im transatlantischen Vergleich derzeit aber wenig Grund zum Jubeln \u2013 schon gar nicht, wenn es um die St\u00e4rke der jeweiligen Gro\u00dfindustrie geht. Denn Amerikas Konzerne bauen ihren Vorsprung in den Bilanzen kontinuierlich aus, wie eine Studie der Beratungsgesellschaft EY (vormals: Ernst &#038;amp- Young) belegt.<\/p>\n<p>St\u00e4rker im Umsatzwachstum, besser in der Profitabilit\u00e4t und zudem ganz klar vorne in der digitalen Wirtschaft \u2013 Europa muss dringend aufholen, res\u00fcmiert Studienautor und EY-Partner Markus Thomas Schweizer. Amerikas Top-Konzerne profitieren von der Erholung ihrer eigenen Konjunktur, den g\u00fcnstigen Finanzierungs- und Energiekosten und ihrer starken Position im Technologiesektor. Europas Konzerne leiden dagegen unter der Konjunkturschw\u00e4che ihres Kontinents und bald wohl auch immer mehr unter den Folgen des Ukraine-Konflikts, lautet der Befund. \u201eEinzig in der Autobranche kann Europa den Vereinigten Staaten Paroli bieten und sowohl eine h\u00f6here Marge als auch ein st\u00e4rkeres Umsatzwachstum vorweisen\u201c, sagt Schweizer.<\/p>\n<p>Die Halbjahresbilanzen der jeweils 300 gr\u00f6\u00dften b\u00f6rsennotierten Konzerne (ohne Banken und Versicherungen) haben die EY-Analysten untersucht und herausgekommen ist, dass sich die Kluft aus dem Vorjahr weiter vertieft hat. W\u00e4hrend Amerikas Branchenf\u00fchrer ihren Umsatz zusammen um 5,4 Prozent auf knapp 5000 Milliarden Dollar steigern konnten und vier von f\u00fcnf Konzerne dort einen Erl\u00f6szuwachs verbuchten, sank der kumulierte Umsatz der Europ\u00e4er leicht um 0,1 Prozent auf 3454 Milliarden Euro. Und fast die H\u00e4lfte der europ\u00e4ischen Konzerne verbuchte sinkende Erl\u00f6se.<\/p>\n<p>                                                                        <\/iframe>                                                                                        <\/p>\n<p>Schlimmer noch: Ausgerechnet die russischen \u00d6l- und Gaskonzerne sorgten daf\u00fcr, dass die europ\u00e4ische Bilanz nicht noch schlechter ausfiel. Dank des schwachen Rubels konnten Rosneft &#038;amp- Co. ihre \u2013 zumeist in Dollar erwirtschafteten \u2013 Auslandsums\u00e4tze deutlich steigern. Russlands Gro\u00dfkonzerne erh\u00f6hten ihre Ums\u00e4tze denn auch um fast 18 Prozent, die deutschen Vertreter in der Top 300 hatten leichte R\u00fcckg\u00e4nge um 1 Prozent und Spaniens Gro\u00dfunternehmen erl\u00f6sten 4 Prozent weniger.<\/p>\n<p>Besser sieht das Bild in der Gewinnerzielung aus \u2013 aber auch hier hinkt der alte Kontinent hinterher. Nicht nur weil der Technologiekonzern Apple mit einem Betriebsgewinn (Ebit) von 31 Milliarden Dollar und der \u00d6lkonzern Exxon Mobil (29,4 Milliarden Dollar) alle anderen Unternehmen weit hinter sich lie\u00dfen. Europas Rangliste wird angef\u00fchrt vom norwegischen \u00d6lproduzenten Statoil, der auf ein Ebit von 9,9 Milliarden Euro kam. Zudem haben die Amerikaner ihre Gewinne kr\u00e4ftiger gesteigert und zwar um 5 Prozent auf 600 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 438 Milliarden Euro). Europas Top-Konzerne schafften dagegen nur ein Plus von 2 Prozent auf zusammen 324 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>                                                                        <\/iframe>                                                                                        <\/p>\n<p>Immerhin ist ihnen damit \u2013 erstmals seit Jahren wieder \u2013 eine leichte Erh\u00f6hung der Gewinnmarge von durchschnittlich 9,2 auf 9,4 Prozent gelungen. Die Sparprogramme in vielen europ\u00e4ischen Konzernzentralen scheinen also zu greifen. Dennoch haben die Amerikaner mit einer Marge von durchschnittlich 12,1 Prozent die Nase auch hier deutlich vorn. \u201eUnd in einigen Branchen ist der Abstand zu den deutlich profitableren amerikanischen Unternehmen inzwischen beunruhigend gro\u00df\u201c, warnt Schweizer.<\/p>\n<h2>Europa ist \u201eold economy\u201c<\/h2>\n<p>Das geht einher mit dem Befund, dass Europas Branchengr\u00f6\u00dfen vor allem aus der sogenannten \u201eold economy\u201c stammen, also klassischen Industriezweigen wie Rohstoffe oder Pharma, w\u00e4hrend sich in den Vereinigten Staaten die IT-Technologie zur neuen Leitbranche mausert \u201eund dabei eine bemerkenswerte Dynamik an den Tag legt\u201c, analysiert der EY-Fachmann. Unter den 300 gr\u00f6\u00dften amerikanischen Konzernen befinden sich schon 30 IT-Unternehmen, in Europa sind es lediglich 12. Die Dominanz der Amerikaner im IT-Gesch\u00e4ft werde zunehmend zu einem Standortnachteil Europas, warnte Schweizer. \u201eWir m\u00fcssen aufpassen, dass die europ\u00e4ische Wirtschaft von der digitalen Revolution nicht auf dem falschen Fu\u00df erwischt wird.\u201c<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/smartphones-gewinn-von-samsung-bricht-ein-13193552.html\" title=\"Gewinn von Samsung bricht ein\">Gewinn von Samsung bricht ein<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die deutschen Konzerne fallen im Vergleich mit ihren amerikanischen Rivalen zwar auch zur\u00fcck, haben aber wenigstens ihre starke Position auf der europ\u00e4ischen Rangliste halten k\u00f6nnen. Zwar ist Deutschland nur mit 37 Unternehmen vertreten \u2013 zwei weniger als im Vorjahr. Frankreich dagegen stellt 54 Konzerne aus den Top 300. Aber im Gesamtumsatz f\u00fchren die Deutschen mit 684 Milliarden Euro das Feld vor den Franzosen (668 Milliarden Euro) an.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfter Konzern des alten Kontinents blieb zum Halbjahr der \u00d6lriese Royal Dutch Shell (161 Milliarden Euro Umsatz), Volkswagen erreichte wieder Platz 3, Daimler kletterte von Platz 8 auf Platz 6, w\u00e4hrend Eon von Rang 6 auf 9 fiel. In Amerika tauschten Wal-Mart und Exxon Mobil die Pl\u00e4tze, der Handelskonzern war das gr\u00f6\u00dfte Unternehmen mit einem Umsatz von 231 Milliarden Dollar.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/amerikas-konzerne-laufen-den-europaeern-davon-13193584.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/amerikas-konzerne-laufen-den-europaeern-davon-13193584.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Dominanz der gro\u00dfen amerikanischen Unternehmen w\u00e4chst &#8211; insbesondere in der IT-Branche. Nur in der Autobranche k\u00f6nnen die Europ\u00e4er noch Paroli bieten.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":50086,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[312,303],"tags":[5347,468,5344,337,2089,274,4231],"class_list":["post-29495","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unternehmen","category-wirtschaft","tag-amerika","tag-apple","tag-europa","tag-exxon-mobil","tag-royal-dutch-shell","tag-usa","tag-young"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29495","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29495"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29495\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29495"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29495"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/de.newseurope.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29495"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}