{"id":28588,"date":"2014-09-09T10:55:15","date_gmt":"2014-09-09T10:55:15","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=28588"},"modified":"2014-09-09T10:55:15","modified_gmt":"2014-09-09T10:55:15","slug":"oecd-bildungsbericht-wer-studiert-bekommt-74-prozent-mehr-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=28588","title":{"rendered":"OECD-Bildungsbericht: Wer studiert, bekommt 74 Prozent mehr Geld"},"content":{"rendered":"<p>Akademiker verdienen in Deutschland deutlich mehr Geld als Menschen ohne Studium. Der Bildungserfolg junger Menschen bleibt zudem eng an die soziale Herkunft gekoppelt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Einkommenskluft zwischen Akademikern und ausschlie\u00dflich beruflich ausgebildeten Fachkr\u00e4ften ist in den vergangenen Jahren weltweit gewachsen &#8211; besonders drastisch aber in Deutschland. Dies geht aus dem neuen <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/publikationen\/bildung-auf-einen-blick.htm\">Bildungsbericht der Industriel\u00e4nder-Organisation OECD <\/a>hervor. Verglichen werden darin die Bildungssysteme der 30 wichtigsten Industriestaaten sowie einiger Partnerl\u00e4nder mit Blick auf den wachsenden Fachkr\u00e4ftebedarf der Wirtschaft.<\/p>\n<p>Akademiker in Deutschland verdienen laut Bericht im Schnitt 74 Prozent mehr als Erwerbst\u00e4tige, die weder zur Universit\u00e4t noch zur Fachhochschule gegangen sind oder einen Meisterkurs besucht haben. Im Jahr 2000 betrug der Einkommens-Vorsprung der Akademiker in Deutschland erst 45 Prozent. Im Schnitt der anderen Industrienationen betr\u00e4gt der Lohnvorteil von Studierten 59 Prozent.<\/p>\n<p>So viele junge Leute wie nie zuvor streben derzeit in Deutschland einen Hochschulabschluss an. Dies wird von den Bildungsexperten der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auch als besonders positiv herausgestellt. Gleichwohl wachse in Deutschland der Anteil der Hochgebildeten mit akademischen Abschluss so langsam wie in kaum einem anderen Industriestaat. W\u00e4hrend in Deutschland inzwischen 28 Prozent der Menschen im Alter zwischen 25 und 64 Jahren einen Studienabschluss haben, sind dies im OECD-Schnitt 33 Prozent.<\/p>\n<h2>Bildung sch\u00fctzt vor Arbeitslosigkeit<\/h2>\n<p>Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hielt dagegen, dass in Deutschland den jungen Menschen mit dem Studium wie der beruflichen Bildung \u201ezwei gleichwertige Alternativen zu Verf\u00fcgung stehen\u201c. Beide b\u00f6ten optimale M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die berufliche Zukunft.<\/p>\n<p>Die OECD verweist allerdings darauf, dass in Deutschland der Bildungserfolg eines jungen Menschen nach wie vor eng an seine soziale Herkunft gekoppelt ist, so stark wie in kaum einem anderen Industriestaat. Gerade f\u00fcr Sch\u00fcler aus \u00e4rmeren Familien bleibe das Versprechen \u201eAufstieg durch Bildung\u201c h\u00e4ufig in weiter Ferne, kritisierte der Leiter des Berliner OECD-Center, Heino von Meyer.<\/p>\n<p>Der OECD-Bericht macht abermals deutlich, dass eine qualifizierte Bildung der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit ist, selbst in L\u00e4ndern mit Finanzschwierigkeiten wie Spanien und Griechenland. Weltweit ist danach in den vergangenen Jahren vor allem die Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten gewachsen.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/bundestags-debatte-schaeuble-die-schwarze-null-ist-kein-selbstzweck-13143543.html\" title=\"Sch\u00e4uble: Haushalt ohne neue Kredite sollte normal werden\">Sch\u00e4uble: Haushalt ohne neue Kredite sollte normal werden<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/kartellverfahren-google-muss-nachbessern-13143677.html\" title=\"Kartellverfahren: Google muss nachbessern\">Kartellverfahren: Google muss nachbessern<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>In Deutschland hingegen sind die Erwerbslosenquoten f\u00fcr alle Bildungsstufen zur\u00fcckgegangen. Mit 12,8 Prozent sind aber noch immer weit mehr Menschen mit geringer Qualifikation ohne Job als in h\u00f6heren Bildungsstufen. Bei Personen mit Abitur oder Lehre betr\u00e4gt die Arbeitslosenquote 5,3 Prozent, bei Akademikern etwas mehr als zwei Prozent.<\/p>\n<p>Die OECD-Autoren beklagen zudem \u201eeine geringe Bildungsmobilit\u00e4t\u201c zwischen den sozialen Schichten in der deutschen Gesellschaft. 58 Prozent der Erwachsenen erreichen den gleichen formalen Bildungsstand wie ihre Eltern. 24 Prozent sind besser ausgebildet. 18 Prozent fallen hingegen hinter die Qualifikationen ihrer Eltern zur\u00fcck. Das Bundesbildungsministerium bezeichnet diese Zahlen als \u201enur sehr eingeschr\u00e4nkt\u201c verwertbar. Wenn ein Akademikerkind eine praktische Berufsausbildung vorziehe, k\u00f6nne dies nicht als Abstieg bezeichnet werden.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/familie\/oecd-bildungsbericht-wer-studiert-bekommt-74-prozent-mehr-geld-13143775.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/familie\/oecd-bildungsbericht-wer-studiert-bekommt-74-prozent-mehr-geld-13143775.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Akademiker verdienen in Deutschland deutlich mehr Geld als Menschen ohne Studium. 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