{"id":27777,"date":"2014-08-12T07:29:34","date_gmt":"2014-08-12T07:29:34","guid":{"rendered":"http:\/\/de.newseurope.info\/?p=27777"},"modified":"2014-08-12T07:29:34","modified_gmt":"2014-08-12T07:29:34","slug":"spielemesse-gamescom-nachstes-level-selbstgemacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/de.newseurope.info\/?p=27777","title":{"rendered":"Spielemesse Gamescom: N\u00e4chstes Level: selbstgemacht!"},"content":{"rendered":"<p>Die Computerspielemesse Gamescom in K\u00f6ln wird in dieser Woche zeigen, dass Spieler und Spiele immer mehr miteinander verschmelzen. Die neuen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten der Entwickler kennen keine Grenzen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wenn Maximilian Schenk \u00fcber Computerspiele redet, dann zeichnet der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware mit Worten bl\u00fchende Landschaften. Von Grashalmen schw\u00e4rmt Schenk, die innerhalb mancher Spiele so programmiert seien, dass sie wie echt wirkten. Oder von Lichtreflexen und ganzen Spielewelten \u2013 so ausgekl\u00fcgelt gestaltet, dass sie den Spieler einfangen wie nie. Eine bisher nicht dagewesene Detailtiefe macht Schenk in vielen neuen Spielen aus.<\/p>\n<p>Dass die Spiele so ins Detail gehen, liegt auch an den Ende des vergangenen Jahres erschienenen Spielkonsolen Xbox One von Microsoft und Playstation 4 von Sony. Die beiden Ger\u00e4te werden auch auf der Mitte der Woche beginnenden Computerspielemesse Gamescom in K\u00f6ln die Besucher wieder anziehen \u2013 wenngleich wohl nicht mehr so massiv wie auf der Messe vor einem Jahr. Damals waren die Konsolen noch nicht im Handel erh\u00e4ltlich. Die Messebesucher konnten sie aber mit den ersten Programmen ausprobieren.<\/p>\n<h2>Besucherrekord soll gebrochen werden<\/h2>\n<p>Im Jahr eins nach der Einf\u00fchrung stehen nun die Spiele im Mittelpunkt der Messe, die die Veranstalter schon vor ihrem Beginn als ausverkauft bezeichnen. Mehr als 300.000 Tagestickets seien verkauft worden. Allerdings k\u00f6nnen Kurzentschlossene je nach Auslastung des Messegel\u00e4ndes noch Nachmittagstickets erstehen. Die Koelnmesse und der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) peilen als Veranstalter an, ihren eigenen Besucherrekord aus dem vergangenen Jahr zu brechen. Damals kamen 340.000 Menschen zur Gamescom in die Messehallen am Rhein \u2013 so viele wie noch nie. Superlative \u00fcberall: \u00c4hnlich wie die Spielewelten bl\u00fcht auch die Messe selbst.<\/p>\n<p>Rund 700 Aussteller werden ihre Produkte pr\u00e4sentieren. Und einige davon werden einen Trend abbilden: Spieler sind l\u00e4ngst nicht mehr nur Konsumenten von vorgegebenen Abl\u00e4ufen. Sie greifen immer \u00f6fter selbst in die Spielegestaltung ein, designen eigene Level, teilen diese mit anderen Spielern oder pr\u00e4sentieren das abgefilmte Spielgeschehen auf Videoplattformen wie Youtube oder Twitch. Spieler und Spiel verschmelzen miteinander.<\/p>\n<p><span class=\"MediaLink\"><span class=\"ArtikelBild290\">                <a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/spielemesse-gamescom-naechstes-level-selbstgemacht-13092938-b2.html\"  title=\"Gamescom\">                            <img title='Computerspiel-Fans testen Neuheiten auf der Gamescom' height='163' itemprop='contentUrl' alt='Gamescom' width='290' class='media' src='http:\/\/media1.faz.net\/ppmedia\/aktuell\/technik-motor\/1092649589\/1.3092941\/article_teaser_marginal\/computerspiel-fans-testen-neuheiten-auf-der-gamescom.jpg' \/><\/a>                                            <span class=\"Bildunterschrift\" itemprop=\"description\" style=\"font-weight: normal- top: -10px-\" title=\"Computerspiel-Fans testen Neuheiten auf der Gamescom\">Computerspiel-Fans testen Neuheiten auf der Gamescom<\/span>                    <\/span><\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr den BIU-Mann Schenk eine logische Konsequenz: \u201eDie Spieleindustrie ist so eng verwoben mit ihren Konsumenten wie keine andere Medienindustrie\u201c, sagt er. Das beginne oft schon bevor eine Zeile Programmcode geschrieben sei. Inzwischen finanzieren k\u00fcnftige Spielekonsumenten \u00fcber Crowdfunding die Programme mit und entscheiden so vorab, was \u00fcberhaupt produziert wird. Das zeigt sich laut Schenk aber auch in der weiteren Entwicklung. Mit sogenannten Beta-Tests laden die Entwickler eine begrenzte Gruppe von Nutzern ein, die dann die erste Version eines Programms St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck spielend testen \u2013 und verbessern.<\/p>\n<h2>Einfachheit im Vordergrund<\/h2>\n<p>In einem solchen Beta-Test befindet sich gerade auch das \u201eProject Spark\u201c des Software-Herstellers Microsoft. Das Unternehmen bewirbt das Programm, das auch auf der Gamescom zu sehen sein wird, als \u201edigitale Leinwand\u201c, mit der der Spieler alles Erdenkliche erschaffen, spielen und teilen k\u00f6nne. Entwickelt hat das Spiel das Unternehmen Team Dakota. Auf einer Internetseite erkl\u00e4rt es den Testern in Lernvideos, wie sie ihre eigenen Spielewelten gestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die rund zwei Minuten langen Filme erinnern ein wenig an die Sch\u00f6pfungsgeschichte aus der Bibel. Mit der \u201eEinf\u00fchrung in die Landformung\u201c schaffen die Spieler am Anfang ihre individuellen digitalen Himmel und Erden. Die \u201eEinf\u00fchrung in die Landf\u00e4rbung\u201c erkl\u00e4rt ihnen dann, wie sie Wiesen oder Wege anlegen k\u00f6nnen. Ganz am Ende der Kreation steht wie in der Bibel dann die Erstellung von Lebewesen, welche die selbstgestalteten Welten bev\u00f6lkern sollen. Besondere Programmierkenntnisse braucht es f\u00fcr all das nicht: Gesteuert wird der Sch\u00f6pfungsprozess \u00fcber eine grafische Bedienungsoberfl\u00e4che, die es dem Spielgestalter leichtmachen soll, kreativ zu werden.<\/p>\n<p>Die Einfachheit steht auch bei einem weiteren Spiel im Vordergrund, bei dem der Spieler seine Umwelt ma\u00dfgeblich beeinflusst. Das japanische Videospiele-Urgestein Nintendo legt mit dem \u201eMario Maker\u201c einen weiteren Teil der erfolgreichen \u201eSuper Mario\u201c-Reihe auf. Das Spiel, das allerdings erst im Laufe des n\u00e4chsten Jahres erscheinen wird, kennzeichne vor allem eine einfache Handhabung, sagt Silja G\u00fclicher, die in der deutschen Nintendo-Niederlassung die Pressestelle leitet. \u201eWir wollen, dass unsere Spieler sich ohne gro\u00dfe Umst\u00e4nde gleich ins Vergn\u00fcgen st\u00fcrzen k\u00f6nnen.\u201c Laut G\u00fclicher finden sie daf\u00fcr im \u201eMario Maker\u201c viele Elemente vor, die sie aus den bisherigen Teilen des Lauf-und-Spring-Spiels kennen: von Gegnern \u00fcber mit M\u00fcnzen gef\u00fcllte Bl\u00f6cke bis hin zu magischen Pilzen oder Piranha-Pflanzen. Diese Elemente k\u00f6nnen die Selbstgestalter dann so platzieren, dass individuelle Hindernisparcours entstehen.<\/p>\n<p class=\"WeitereBeitraege\"><span class=\"WBHead\">Mehr zum Thema<\/span><\/p>\n<ul class=\"WBListe\">\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/spielemesse-gamescom-abenteuer-im-auge-des-sturms-12545796.html\" title=\"Spielemesse Gamescom: Abenteuer im Auge des Sturms\">Spielemesse Gamescom: Abenteuer im Auge des Sturms<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<li><span class=\"middot\"> <\/span><a href=\"\/aktuell\/feuilleton\/medien\/gamescom-in-der-digitalen-kirche-11859216.html\" title=\"Gamescom: In der digitalen Kirche\">Gamescom: In der digitalen Kirche<span class=\"Winkel\"> <\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit vereinfachten Instrumenten sei es den Nutzern m\u00f6glich, den professionellen Nintendo-Designern nachzueifern. Genau wie diese \u201eentwickeln sie einen Spielabschnitt, probieren aus, wie er funktioniert, und ob er wom\u00f6glich zu einfach oder zu kompliziert ist\u201c, sagt G\u00fclicher. So entstehe irgendwann eine ganze Spielebene. Der st\u00e4ndige Wechsel aus Kreieren, Testen und Spielen mache den Reiz des Spiels aus.<\/p>\n<p>Wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware ist auch Nintendo davon \u00fcberzeugt, dass Computerspiele ein Medium sind, das mehr eigenes Handeln und eigene Ideen erfordert als etwa das Anschauen eines Films. Und so ganz neu sei denn auch die Idee der Selbstgestaltung nicht, hei\u00dft es bei Nintendo. Schon bei fr\u00fcheren Konsolengenerationen und Spielen habe es ab und zu Level-Editoren gegeben. Doch so offen und umfangreich wie heute waren die Gestaltungsm\u00f6glichkeiten noch nie.<\/p>\n<div class=\"source\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/spielemesse-gamescom-naechstes-level-selbstgemacht-13092938.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/computer-internet\/spielemesse-gamescom-naechstes-level-selbstgemacht-13092938.html<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Computerspielemesse Gamescom in K\u00f6ln wird in dieser Woche zeigen, dass Spieler und Spiele immer mehr miteinander verschmelzen. 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